Mitmachaktionen stoßen bei Gesundheitsmesse auf große Nachfrage – 40 Stände
Die Besucher nutzten das umfangreiche Informationsangebot. Sie konnten auch
ihre Körperfunktionen testen lassen.
von Torsten Lange
Atens - Ute Ortel drückt ihre Stiefel fest in die Steigbügel und hält
sich an einem Griff fest. Die Maschine, auf diese sich gewagt hat, heißt Joba
und schüttelt die Reiterin auf dem Sattel kräftig durch. Doch bei Joba handelt
es sich nicht um eine Abwandlung des elektrischen Bullenreitens, sondern um ein
medizinisches Gerät: Wer regelmäßig damit trainiert, stärkt seine untere
Rückenmuskulatur und beugt Bandscheiben- und Rückenschäden vor, erläuterte Dr.
Ivan Klima bei der Gesundheitsmesse in der Friedeburg.
Prävention war eines der zentralen Themen während der zweitägigen
Veranstaltung. „Gesundheitsfördernde Maßnahmen und Krankheitsvorbeugung nehmen
eine immer größere Stellung ein“, sagte Ivan Klima. Der Apotheker hatte zusammen
mit dem Verein Nordenham Marketing & Touristik in die Stadthalle eingeladen.
Dort präsentierten sich am Sonnabend und Sonntag rund 40 Aussteller. Die
Besucher konnten ihren Körper neu entdecken und viele Funktionen überprüfen
lassen – von den Ohren und Augen über das Gebiss bis zu den Füßen.
Test auf dem Trimmrad
Unter anderem wurden Untersuchungen des Blutzuckers, des Blutdrucks und des
Lungenvolumens angeboten. Die Messebesucher hatten die Möglichkeit, ihre Körper
auf den Prüfstand zu stellen. Und das nicht nur beim Sportverein Nordenham, der
die Gäste aufs Trimmfahrrad setzte und einen „TÜV-Check“ an ihnen vornahm.
Wer sich erfolgreich abgestrampelt hatte, ließ bei der BKK Melitta Plus seine
Rücken- und Bauchmuskulatur überprüfen oder ging in ein belebendes
Kaltwassertretbecken, das der Kneippverein Nordenham aufgebaut hatte. Christel
Barre zeigte sich überrascht, wie gut das Kneipp-Angebot angenommen wurde. Um
eine anregende Wirkung ging es auch bei dem Rosmarinsalz, das Kinder am
Messestand des Kneippvereins herstellen konnten. Mit Mörsern zerdrückten sie
getrocknete Rosmarinnadeln und grobes Meersalz. Petra Boelsen-Gang half den
Kindern, die richtige Mischung zu finden.
Auch ältere Messebesucher fanden interessante Angebote vor. Hilfen für
verschiedene Lebenssituationen wurden vorgestellt. Pflegedienste und
Seniorenheime informierten über ihre Leistungen, zeigten Ausschnitte aus ihrem
Programm oder stellten ihre Mitarbeiter vor. Zum Team des Hofs Picksburg gehören
auch Pünktchen und Antonia, zwei junge Katzen, die den Alltag im Haus beleben.
Während auf dem Messestand eines Seniorenwohnheims Kuchen serviert wurde,
ließ die zwölfjährige Natascha Plümer ihre Sehstärke messen. Der Test beim
Optiker gehörte zu den Aufgaben eines Parcours, den die Ausstellungsbesucher mit
einem Stempelpass durchlaufen konnten. Wer sich auf andere Weise informieren
wollte, nahm einen der zahlreichen Fachvorträge wahr.
Entspannung statt Stress
Damit bei so viel Gesundheitspflege kein Stress aufkommt, gab es
entsprechende prophylaktische Nährstoffkombinationen in Probepackungen für die
Besucher gleich mit. Und zur Entspannung der Haut konnten Cremes an mehreren
Ständen probiert werden. Entspannung für Körper und Geist versprach auch das
Team des Saunabads.
Die vielen Angebote der Aussteller zeigten Wege auf, die Gesundheit zu
fördern oder wieder herzustellen. Dabei hob niemand mahnend den Zeigefinger. Die
Mitarbeiter ließen die Besucher selbst erkunden, auf welchen Feldern sie etwas
für sich tun können.
Die Aktionsideen und vielen Möglichkeiten zum Ausprobieren machten die
Gesundheitsmesse zu einem Erlebnis. Und bei konkretem Beratungsbedarf standen
überall kompetente Gesprächspartner bereit, die umfassend und zielorientiert
Auskunft geben konnten.