BKK Melitta Plus 2018 mit stabilen Beiträgen und soliden Finanzen

Kritik am Finanzausgleich –trotz guten Kundenzuwachses

Der Verwaltungsrat der BKK Melitta Plus hat am 5.Dezember den Haushalt für 2018 beschlossen. Das Haushaltsvolumen der Mindener Krankenkasse umfasst im kommenden Jahr knapp 150 Mio. EUR. Der Beitragssatz bleibt stabil. Allein auf den Krankenhausbereich werden im laufenden Jahr knapp 39 Mio. Euro entfallen, ein Zuwachs von 3,5 Prozent gegenüber 2016. Die Ausgaben für die niedergelassenen Ärzte werden etwa 28,5 Mio. Euro ausmachen (+ 3,8 Prozent). Für die Arzneimittel als drittgrößten Ausgabenposten wird ein Anstieg von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet; die Ausgaben werden knapp 20,5 Mio. Euro betragen.

Dennoch erzielt die Krankenkasse in diesem Jahr voraussichtlich einen geringen Überschuss. „Dies ermöglicht trotz steigender Ausgaben einen stabilen Beitragssatz von insgesamt 15,7 % im kommenden Geschäftsjahr 2018", erläutert Rolf Kauke, Vorstandsvorsitzender der BKK Melitta Plus. „Die Kasse ist weiterhin auf Erfolgskurs", bilanziert Hajo Janßen als Vorsitzender des Verwaltungsrates. „Ein Zuwachs von über 9,5 % Versicherten in nur 22 Monaten spricht für sich", so der Nordenhamer Versichertenvertreter. Vorstandsmitglied Wilfried Furche erläutert, dass dies u.a. auf die Eröffnung einer neuen Geschäftsstelle in Espelkamp zurückzuführen sei. „Die BKK Melitta Plus ist und bleibt eine regionale Kasse, die sich ihrer Rolle in den Regionen Minden, Nordenham, Bünde und Espelkamp sehr bewusst ist. Wir gestalten die regionale Gesundheitspolitik ganz maßgeblich mit- das bemerken die Bürger", ist Furche sich sicher.

Mit Unverständnis registriert der Verwaltungsrat die finanzielle Schieflage zwischen den Kassenarten. So zeigen neuere Zahlen der Geldverteilungsmaschine Risikostrukturausgleich (Finanzausgleich der Krankenkassen) auf Bundesebene, kurz „RSA", dass sich die Unwuchten im System weiter verstärkt haben. Auch im Jahr 2016 wurde wieder deutlich weniger Geld aus dem Gesundheitsfonds in Richtung der Betriebskrankenkassen gelenkt, als diese für die Versorgung ihrer Versicherten benötigten. Die Spannbreite der Über- und Unterdeckungen liegt mittlerweile bei 109 Euro je Versicherten zwischen besonders hoher Überdeckung (AOK-System) und besonders hoher Unterdeckung. Diese wachsende Spreizung der Deckungsbeiträge zeige einen erheblichen Reformbedarf, der an die Politik adressiert ist. Interessant ist hierbei ferner, dass die regionale BKK Melitta Plus auch bei den Verwaltungskosten mit 123 Euro deutlich günstiger für ihre Versicherten arbeitet als der GKV-Durchschnitt mit 154 Euro und vor allem als die AOKs mit 175 Euro.

Der Vorstand berichtete dem Verwaltungsrat auch zur kommenden Online- Geschäftsstelle der BKK Melitta Plus, die demnächst an den Start geht. „Auch regionale Krankenkassen können die Anforderungen der Digitalisierung stemmen. Unsere Onlinestrategie setzen wir arbeits- und kostenteilig mit einigen weiteren BKKen aus Ostwestfalen-Lippe um. Im Ergebnis sind wir flexibler und schneller, als so mancher großer Tanker", so Rolf Kauke, der an solchen und weiteren Kooperationen im BKK- System strickt.

Für 2018 stellt die BKK Melitta Plus ihren Versicherten Mehrleistungen für Schwangerschaft, Vorsorge, Zahnbehandlung und Alternativmedizin in Höhe von 2.395 Euro nach individuellem Leistungsbedarf zur Verfügung. Highlight ist z. B. das Bonus-Programm, bei dem mit Vorsorge und Fitness gepunktet werden kann. Einerseits sind als Geldprämie bis 150 Euro/ je Teilnehmer und Jahr erzielbar. Andererseits sind im Gesundheitskonto sogar bis 225 Euro erreichbar, die für viele neue, zuschussfähige Maßnahmen: z. B. für Sport-und Fitnessausrüstung, private Zusatzversicherungsbeiträge, Sehhilfen/Kontaktlinsen etc. ausgegeben werden können.

 

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