BKK Melitta Plus: Solide Finanzen und mehr Leistungen trotz steigender Kosten

Der Verwaltungsrat der BKK Melitta Plus in Minden konnte am 06.08.2015 die Bilanz für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2014 ziehen. „Zwar haben wir wie die gesamte gesetzliche Krankenversicherung 2014 einen Fehlbetrag eingefahren. Der blieb aber deutlich hinter unseren Befürchtungen zurück,“ sagt der Vorstandsvorsitzende Rolf Kauke. „Mit einem Defizit von rd. 750.000 EUR stehen wir vergleichsweise gut da.“ Der Fehlbetrag entsteht durch deutlich gestiegene Ausgaben von insgesamt gut 113,6 Mio. EUR, denen Einnahmen in Höhe von 112,9 Mio. EUR gegenüberstehen.

Alle  Krankenkassen zusammen haben 2014 ein Defizit von 1.3 Mrd. EUR eingefahren. Davon bleibt auch eine regionale Kasse nicht verschont. Vor allem die auffällig gestiegenen Kosten für Arzneimittel (+12,7 %) und stationäre Behandlungen (+ 11%) spricht Kauke an. Bei den Arzneimitteln seien neu entwickelte Medikamente zu extrem teuren Preisen auf den Markt gekommen. „Neue Tabletten etwa zur Behandlung von Hepatitis C sind ein sehr erfreulicher innovativer Fortschritt und für die Betroffenen eine große Hilfe, haben allerdings auch ihren Preis. Da eine Tablette bis zu abenteuerliche 700 EUR kostet, hat die BKK Melitta Plus allein hierfür über 400.000 EUR aufgebracht. Hinzu kommt, dass der gesetzlich geregelte Rabatt für Arzneimittel von 16 auf nur noch sieben Prozent abgesenkt wurde.“ So sind Arzneimittel und Krankenhausbehandlungen auch in der bundesweiten Ausgaben-Hitliste ganz vorn dabei.

Dennoch kann die BKK Melitta Plus aufgrund ihrer Vermögenslage positiv in die Zukunft blicken. „Die Rücklagen sind aufgefüllt, Reserven sind vorhanden. Allein für Mehrleistungen, wie z.B. Kosten für Naturmedizin, Vorsorge und Schwangerschaft, hat die Kasse 2014 erneut deutlich über 4 Mio. EUR investiert“, erläutert Vorstand Wilfried Furche. Und das soll auch so bleiben. „Unsere Kunden sind auf der sicheren Seite“. Gerade erst hat die Krankenkasse ein Zweitmeinungsverfahren mit namhaften unabhängigen ärztlichen Gutachtern für orthopädische OP-Empfehlungen (z. B. Knie, Hüfte, Schulter oder Rücken)  in das Angebot aufgenommen.

Sorgen macht sich das Vorstandsduo nicht. „Aber wir müssen die Gesamtentwicklung sehr genau im Auge behalten. Durch neue Gesetze (Präventionsgesetz, Versorgungsstärkungsgesetz, Krankenhausreform) werden neue und sinnvolle Leistungen eingeführt. Die sind nicht zum Nulltarif zu haben und kosten bundesweit nach ersten Schätzungen rund eine Mrd. Euro“, erläutert Rolf Kauke. Dennoch will die BKK Melitta Plus auch in 2016 mit dem Zusatzbeitrag unter dem Bundesdurchschnitt bleiben. „Wir arbeiten effizient und liegen mit Verwaltungskosten um mehr als 15 % unter dem Durchschnitt aller Kassen. Es spricht viel für kleine und überschaubare Kassengrößen, die sich in ihren Regionen gut auskennen und sich schlanker aufstellen können als die großen Kassentanker.“

Die Versicherten scheinen das zu honorieren. Das Wachstum der Kasse hat nochmals angezogen- inzwischen vertrauen rund 49.000 Versicherte der BKK Melitta Plus. Allein im ersten Halbjahr 2015 haben sich mehr als 800 Menschen für die Krankenversicherung bei der BKK Melitta Plus entschieden. „Darum ist auch die Schließung von Geschäftsstellen für uns kein Thema“, so der Vorstandsvorsitzende. 

 

Zufrieden mit dem Jahresergebnis der BKK Melitta Plus zeigen sich (Foto: v. L.) Wilfried Furche (Vorstand), Hajo Janßen (Verwaltungsratsvorsitzender), Rolf Kauke (Vorstandsvorsitzender) und Markus Zeyen (alternierender Verwaltungsratsvorsitzender). Foto: BKK Melitta Plus

 
 
 
 
 

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