Vereinfachtes Antragsverfahren für Selbsthilfegruppen

Sitzung des Fördergremiums -  52.775 Euro für die Selbsthilfegruppen im Kreis

Die Arbeit der Selbsthilfegruppen hat eine deutliche Aufwertung erfahren. Die Fördermittel der gesetzlichen Krankenkassen wurden durch gesetzliche Regelung von 0,64 € auf 1,05 € je Versicherten im Jahr 2016 angehoben. „Das macht deutlich, dass auch aus politischer Sicht die Wichtigkeit und der Stellenwert der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe anerkannt und gestärkt wird“, betont Rolf Kauke, Vorstandsvorsitzender der BKK Melitta Plus und Federführer für die Regionale Fördergemeinschaft der Krankenkassen/-verbände im Kreis Minden-Lübbecke. Selbsthilfe setze immer ein persönliches Engagement und damit eine hohe Motivation voraus. Dies wird durch die Grundförderung der Selbsthilfegruppen unterstützt.

Die Krankenkassen/-verbände im Kreis Minden-Lübbecke werden in diesem Jahr 68 Selbsthilfegruppen mit 52.775 Euro fördern. Das hat das Fördergremium jetzt beschlossen.

Das Gremium berät die Anträge der Selbsthilfegruppen und besteht aus VertreterInnen der gesetzlichen Krankenkassen, VertreterInnen der Selbsthilfegruppen, den MitarbeiterInnen der Selbsthilfekontaktstelle und dem PARITÄTISCHEN im Kreis Minden-Lübbecke.  Mit den Fördergeldern werden die Grundkosten der  Selbsthilfegruppen (z.B. laufenden Kosten, wie Porto, Fotokopien, Telefonkosten,…) bezuschusst. Iris Busse von der regionalen Selbsthilfe-Kontaktstelle der PariSozial Minden-Lübbecke/Herford: „Zusätzlich zu dieser finanziellen Anerkennung bedankt sich das Fördergremium bei den vielen Aktiven der Selbsthilfegruppen im Kreis Minden-Lübbecke für ihr Engagement. Diese Arbeit kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.“

Neben der Grundförderung gibt es noch eine projektbezogene Förderung. Dafür wurde ein vereinfachtes Antragsverfahren beschlossen, das in diesem Jahr erstmals genutzt werden kann.  Nahezu alle gesetzlichen Kassen in der Region Minden-Lübbecke stimmen sich untereinander ab, so dass die Projektförderung nur noch bei einer der teilnehmenden Kassen beantragt werden muss. Dieses vereinfachte Verfahren soll den Aktiven die Arbeit erleichtern und sie motivieren, Projekte für Ihre Gruppen durchzuführen. Das Fördergremium will dieses unbürokratische Antragsverfahren zur Förderung von Projekten auch im Jahr 2017 weiterführen.

Fragen zur Förderung können von den Mitarbeitern der Selbsthilfekontaktstelle (Tel. 0571- 8280217, MO, DI, DO 9 - 12 Uhr und DO 14 - 17 Uhr) oder den Krankenkassen beantwortet werden.

Mitglieder des Fördergremiums (v.l.n.r.): Rolf Bökenkröger (Vertreter der freien Selbsthilfegruppen), Ludger Düchting (Regionaldirektion Herford der AOK Nordwest), Sylva Oeler (BKK Melitta Plus), Iris Busse (Selbsthilfe- Kontaktstelle Minden-Lübbecke), Rolf Kauke (BKK Melitta Plus), Marcus Ziegenhals (IKK classic), Karl-Heinz Wesemann (Vertreter der Suchtselbsthilfe), Eckhard Rüter (Der PARITÄTISCHE im Kreis Minden.-Lübbecke)

 
 
 
 
 

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