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Erhöhte Cholesterinwerte

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    Überblick

    „Gutes“ Cholesterin, „schlechtes Cholesterin“: Wir erklären den Unterschied, die zugehörigen Fachbegriffe und welche Werte als normal gelten. Erfahren Sie auch, welche anderen Faktoren die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflussen und wie sich das persönliche Risiko abschätzen lässt.

    Einleitung

    Viele Menschen machen sich Gedanken über ihr „Cholesterin“. Der Grund ist, dass Menschen mit ungünstigen Cholesterinwerten im Blut ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben können.

    Wenn bestimmte Werte überschritten sind, wird die Diagnose „Hypercholesterinämie“ gestellt. Erhöhte Cholesterinwerte sind jedoch keine Krankheit. Zudem gibt es verschiedene Auffassungen darüber, ab wann der Cholesterinwert als zu hoch eingestuft werden sollte. Entscheidend ist, dass viel Cholesterin im Blut nur einer von vielen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Allein sagen die Cholesterinwerte daher wenig aus.

    Symptome

    Ein erhöhter Cholesterinwert verursacht selbst keine Beschwerden. Ein über Jahre erhöhter Wert kann aber darauf hinweisen, dass das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung wie zum Beispiel Angina Pectoris, für Herzinfarkte und Schlaganfälle höher ist als es für das Lebensalter normal wäre. Bei ungünstigen Cholesterinwerten kann es deshalb sinnvoll sein, etwas gegen das erhöhte Risiko zu tun.

    Ursachen

    Die Höhe des Cholesterinwerts hängt vor allem von den Genen und von der eigenen Lebensweise ab.

    Manche Menschen haben schon im Kindesalter anlagebedingt stark erhöhte Cholesterinwerte. Es gibt verschiedene Formen dieser sogenannten familiären Hypercholesterinämien, die unter Umständen ein ernsthaftes Risiko für die Gesundheit bedeuten können.

    Bei den meisten Menschen hängt die Menge des Cholesterins im Blut aber vor allem vom Lebensstil ab, also von den Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. Man spricht dann von „erworbener Hypercholesterinämie“.

    Manchmal erhöhen sich die Cholesterinwerte auch durch Erkrankungen wie zum Beispiel eine Unterfunktion der Schilddrüse. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann den Cholesterinspiegel im Blut etwas steigen lassen.

    Risikofaktoren

    Grundsätzlich gilt folgende Regel: Je höher der Cholesterinwert ist, desto höher ist auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Allerdings ist Cholesterin nicht der einzige Einflussfaktor, es gibt viele weitere – positive wie negative. Nur wenn alle Faktoren zusammen betrachtet werden, lässt sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen abschätzen.

    Das persönliche Risiko kann mithilfe von Tabellen oder Computerprogrammen, sogenannten Risikorechnern, ermittelt werden – am besten gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt. Für die Berechnung werden Informationen zu verschiedenen Risikofaktoren benötigt. Die wichtigsten sind:

    • Alter: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
    • Geschlecht: Männer haben ein höheres Risiko als Frauen.
    • familiäre Veranlagung: Ein höheres Risiko haben Menschen mit einem Bruder oder Vater, der bereits mit unter 55 Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte, sowie Menschen mit einer Schwester oder Mutter, die mit unter 65 Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte.
    • Rauchen: Rauchen steigert das Risiko stärker als zum Beispiel moderat erhöhte Cholesterinwerte.
    • Bluthochdruck: Bluthochdruck belastet Herz und Kreislauf zusätzlich.
    • Typ-2-Diabetes: Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein höheres Risiko als gleichaltrige Personen ohne Diabetes.
    • Cholesterinwerte: Ungünstig sind erhöhte Gesamtcholesterinwerte, erhöhte LDL-Werte („schlechtes Cholesterin“) sowie niedrige HDL-Werte („gutes Cholesterin“).

    Das Ergebnis einer Risiko-Abschätzung wird in der Regel als Wahrscheinlichkeit ausgedrückt, in den nächsten zehn Jahren einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu haben. Die folgenden Tabellen zeigen an zwei weiblichen und zwei männlichen Beispiel-Personen (Verena und Isolde, Fred und Karl), wie wichtig es ist, die Risikofaktoren gemeinsam zu betrachten.

     

    Tabelle: Auswirkung verschiedener Risikofaktoren bei Frauen
    Risikofaktor Verena Isolde
    Gesamtcholesterin erhöht (260 mg/dl) erhöht (260 mg/dl)
    HDL-Cholesterin leicht erniedrigt (44 mg/dl) leicht erniedrigt (44 mg/dl)
    Alter 50 Jahre  50 Jahre 
    familiäre Veranlagung keine  Vater: Herzinfarkt mit unter 55
    Rauchen nein ja 
    Blutdruck leicht erhöht (145/90 mmHg)  leicht erhöht (145/90 mmHg)
    Typ-2-Diabetes nein  nein 
    Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall in den nächsten zehn Jahren 4 % 18 % 
    Tabelle: Auswirkung verschiedener Risikofaktoren bei Männern
    Risikofaktor Fred Karl
    Gesamtcholesterin erhöht (260 mg/dl) erhöht (260 mg/dl)
    HDL-Cholesterin leicht erniedrigt (44 mg/dl) leicht erniedrigt (44 mg/dl)
    Alter 50 Jahre 50 Jahre
    familiäre Veranlagung keine keine
    Rauchen nein ja
    Blutdruck normal deutlich erhöht (162/96 mmHg)
    Typ-2-Diabetes nein nein
    Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall in den nächsten zehn Jahren 11 % 33 %

    Quelle: www.arriba-hausarzt.de

    Obwohl alle Personen gleich hohe Cholesterinwerte haben, unterscheidet sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich. Der Cholesterinwert allein sagt also wenig aus. Für sich allein genommen, kann er daher meist auch keine Entscheidungsgrundlage für oder gegen eine Behandlung sein.

    Bei einem 50-jährigen Mann, der gar keine Risikofaktoren hat, liegt das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall innerhalb von zehn Jahren übrigens bei 3 %, bei einer 50-jährigen Frau ohne Risikofaktoren bei unter 1 %.

    Diagnose

    Cholesterin ist in Wasser (und Blut) nicht löslich. Damit der Körper es im Blut transportieren kann, verpackt er es mit verschiedenen Eiweißen und anderen Bestandteilen zu winzigen Paketen. Je nachdem, welche weiteren Bestandteile diese Pakete beinhalten, lassen sie sich im Labor unterscheiden.

    Bei der Messung des Cholesterins werden meist zwei Typen unterschieden, die für die Herz-Kreislauf-Gesundheit eine unterschiedliche Bedeutung haben. Umgangssprachlich werden sie häufig als „gutes“ und „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet:

    • HDL-Cholesterin: Der HDL-Wert steht für den Anteil des „guten“ Cholesterins am Gesamtcholesterin. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist bei einem normalen bis hohen HDL-Wert geringer als bei einem niedrigen Wert.
    • LDL-Cholesterin: Der LDL-Wert bezeichnet den Anteil des „schlechten“ Cholesterins. Ein hoher LDL-Wert ist mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.

    Außerdem wird das „Gesamtcholesterin“ untersucht. Es gibt an, wie viel Cholesterin sich insgesamt im Blutkreislauf befindet. Ein hoher Gesamtcholesterinwert ist eher ungünstig. Der Gesamtcholesterinwert und der LDL-Wert werden am besten nüchtern gemessen – das heißt, ab zwölf Stunden vor dem Test sollte man nichts essen und nur Wasser trinken.

    Es gibt verschiedene Definitionen, ab wann ein Cholesterinwert „zu hoch“ ist. Oft wird die Diagnose „Hypercholesterinämie“ gestellt, wenn der Gesamtcholesterinwert oder das LDL-Cholesterin über dem als günstig definierten Wert liegt. Als ungünstig gilt auch, wenn das HDL-Cholesterin unter diesem Wert liegt. Die Werte können in zwei verschiedenen Einheiten angegeben werden: als Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder als Millimol pro Liter (mmol/L). Als günstige Werte für Gesunde gelten:

    • Gesamtcholesterin: Werte unter 200 mg/dl (5,2 mmol/L)
    • LDL-Wert: Werte unter 130 mg/dl (3,4 mmol/L)
    • HDL-Wert: Werte über 40 mg/dl (1 mmol/L) für Männer und über 50 mg/dl (1,3 mmol/L) für Frauen

    Die Festlegung auf die angegebenen Grenzwerte wird von manchen Fachleuten kritisiert, weil sie dazu führt, dass sehr viele Menschen als „krank“ eingestuft werden. Gemessen an diesen Werten hatten nach einer Studie des Robert Koch-Instituts mehr als die Hälfte aller Deutschen im Jahr 2010 einen erhöhten Cholesterinspiegel.

    Früherkennung

    Wer gesetzlich krankenversichert ist, hat ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf einen „Gesundheits-Check-up“. Diese Untersuchung soll frühzeitig Anzeichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen erkennen. Im Rahmen des Check-ups wird unter anderem der Blutdruck gemessen sowie Blut und Urin untersucht. Dies schließt eine Untersuchung des Gesamtcholesterinwerts ein.

    Behandlung

    Das eigentliche Ziel der Behandlung hoher Cholesterinwerte ist nicht der Cholesterinwert an sich. Vielmehr geht es darum, ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen möglichst auf das normale Niveau abzusenken. Gut erprobte Behandlungen zeichnen sich dadurch aus, dass in Studien tatsächlich nachgewiesen wurde, dass sie Herzkrankheiten vorbeugen.

    Bei erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden oft allgemeine Maßnahmen als Teil der Behandlung empfohlen. Dazu gehören:

    • nicht rauchen
    • wenig gesättigte Fette zu sich nehmen
    • eine mediterrane Ernährung
    • sich viel bewegen
    • Gewicht reduzieren

    Manche dieser Maßnahmen können auch den Cholesterinspiegel etwas senken.

    Auch zur Beurteilung des Nutzens von Medikamenten gilt, dass es nicht ausreicht, nur darauf zu schauen, wie sie den Cholesterinwert beeinflussen. Für Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten, die aber noch keinen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine andere Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten, ist nur eine Gruppe von Medikamenten erprobt: die sogenannten Statine. Sie senken den LDL-Cholesterinwert, haben aber offenbar auch andere günstige Wirkungen auf die Blutgefäße. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind sich deshalb nicht einig, ob ihr Nutzen nur auf der Cholesterinsenkung beruht oder noch andere Faktoren eine Rolle spielen.

    Quellen

    Absolutes und relatives Risiko – individuelle Beratung in der Allgemeinpraxis (Arriba). Arriba Herz Risikokalkulationsbogen. 08.2013.

    American Heart Association (AHA). What Your Cholesterol Levels Mean. 05.07.2017.

    Scheidt-Nave C, Du Y, Knopf H, Schienkiewitz A, Ziese T, Nowossadeck E et al. Verbreitung von Fettstoffwechselstörungen bei Erwachsenen in Deutschland. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsbl 2013; 5/6: 661-667.

    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Was Studien sagen: Prävention: Lohnt sich ein regelmäßiger Gesundheits-Check-up?

    R egelmäßige allgemeine Kontrolluntersuchungen gehören für viele Menschen dazu, wenn sie etwas für die eigene Gesundheit tun möchten. Doch man sollte sie nicht überschätzen: Studien haben bislang nicht gezeigt, dass regelmäßige Gesundheits-Check-ups gesunde Menschen vor Erkrankungen schützen oder die Lebenserwartung verlängern.

    Alle gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland haben ab einem Alter von 35 Jahren Anspruch auf eine regelmäßige Gesundheitsuntersuchung alle drei Jahre. Versicherte zwischen 18 und 35 Jahre können die Untersuchung einmal in Anspruch nehmen. Der Gesundheits-Check-up beinhaltet:

    • Krankheitsgeschichte (Anamnese): Im Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt wird die Krankheitsgeschichte erfasst, zum Beispiel um familiäre und andere Risikofaktoren festzustellen.
    • körperliche Untersuchung: Hierbei werden verschiedene Bereiche des Körpers angeschaut, abgetastet oder abgehört. Unter anderem werden Herz und Lunge abgehört, die Reflexe getestet und die Beweglichkeit geprüft.
    • Blutuntersuchung: Dabei werden der Gesamtcholesterinwert und der Blutzuckerspiegel bestimmt.
    • Urin-Schnelltest: Der Test ermittelt verschiedene Werte, die auf bakterielle Infektionen, Nierenerkrankungen und Diabetes mellitus hinweisen können.
    • Prüfung des Impfstatus: Der vorhandene Impfschutz wird geprüft.
    • gesundheitliche Beratung

    Mit Gesundheits-Check-ups sollen Risikofaktoren und Erkrankungen möglichst früh entdeckt werden – noch bevor sie zu Problemen führen. Ziel dieser Früherkennungsuntersuchungen ist es, Erkrankungen und ihrem Fortschreiten vorzubeugen.

    Warum es wichtig ist, Früherkennungsuntersuchungen in Studien zu prüfen

    Untersuchungen wie der Gesundheits-Check-up haben nur dann einen medizinischen Wert, wenn sie helfen, die Gesundheit der untersuchten Menschen tatsächlich zu verbessern – etwa, wenn sie dazu führen, dass Erkrankungen und ihren Folgen besser vorgebeugt werden kann. Das ist allerdings oft schwieriger, als es auf den ersten Blick aussieht: So reicht es nicht aus, nur Risikofaktoren festzustellen. Vorbeugende Maßnahmen wie eine dauerhafte Änderung der Lebensgewohnheiten oder eine langfristige Einnahme zum Beispiel von Blutdrucksenkern müssen dann auch umgesetzt werden. Nicht zuletzt müssen diese Maßnahmen wirksam sein. Weil all dies nicht ohne weiteres vorausgesetzt werden kann, ist es wichtig, den Nutzen von Gesundheitsuntersuchungen in Studien zu prüfen.

    Zudem hat jede Früherkennungsuntersuchung Nachteile. Zum Beispiel können Menschen ab und zu eine falsche Diagnose erhalten. Problematisch sind vor allem auch sogenannte Überdiagnosen. Von einer Überdiagnose spricht man, wenn eine Auffälligkeit entdeckt wird, die gesundheitlich keine Bedeutung hat, aber dennoch ärztlich beobachtet oder behandelt wird.

    Beispielsweise liegt der Cholesterinspiegel bei vielen Menschen leicht über dem als normal festgelegten Wert. Das muss nicht bedeuten, dass ihr Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung überdurchschnittlich hoch ist. Wird aber ein von der Norm abweichender Wert festgestellt, kann das dazu führen, dass man sich unnötige Sorgen macht. Unter Umständen nimmt man auch die Nachteile einer Behandlung inkauf – etwa die Nebenwirkungen eines Medikaments, ohne dass seine Einnahme einen gesundheitlichen Nutzen hätte. Auch um festzustellen, ob solche Nachteile auftreten, benötigt man Studien.

    Ergebnisse aus Studien mit über 180.000 Teilnehmenden

    Dänische Wissenschaftler des internationalen Forschungsnetzwerks Cochrane Collaboration haben die Vor- und Nachteile von allgemeinen Gesundheitsuntersuchungen geprüft. Sie wollten unter anderem wissen, ob sie die Lebenserwartung erhöhen und ob sie davor schützen, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben.

    Die Wissenschaftlergruppe wertete die Ergebnisse von 16 randomisierten kontrollierten Studien mit über 180.000 Teilnehmenden aus. Solche Studien liefern die aussagekräftigsten Ergebnisse zum Nutzen und Schaden von medizinischen Maßnahmen.

    Bei den Check-ups wurden die Teilnehmenden unter anderem regelmäßig auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht. Welche Untersuchungen gemacht wurden, unterschied sich von Studie zu Studie etwas. Im Allgemeinen gehörten mehrere der folgenden Untersuchungen dazu:

    • Erfassung der familiären Krankheitsgeschichte
    • allgemeine körperliche Untersuchung
    • Ermittlung der Körpergröße und des Gewichts
    • Blutuntersuchung (Blutzucker- und Cholesterinwert)
    • Urintest
    • Blutdruckmessung
    • Messung der Herzstromkurve (Elektrokardiografie, abgekürzt EKG)

    Teilweise wurden auch noch andere Untersuchungen gemacht, zum Beispiel ein Lungenfunktionstest. Der Umfang der Untersuchungen entsprach also in vielen Punkten dem Check-up, der zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland gehört. Das Alter der Teilnehmenden lag überwiegend zwischen 30 und 60 Jahren. Die Untersuchungen fanden – je nach Studie – jährlich oder alle zwei bis vier Jahre statt. Sie wurden aber nicht immer über den gesamten Studienzeitraum durchgeführt.

    In den Studien wurde über einen Zeitraum von bis zu 22 Jahren nachverfolgt, was aus den Teilnehmenden geworden war – also zum Beispiel, ob sie noch lebten oder an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung gestorben waren.

    Kein Einfluss auf Lebenserwartung oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen

    Die Studien zeigten, dass die Check-up-Untersuchungen nicht die Ergebnisse erbrachten, die man sich von ihnen erwartet hatte. In einigen Studien erhielten Menschen, die zum Gesundheits-Check-up eingeladen wurden, etwas häufiger eine Diagnose. So wurden öfter erhöhte Blutdruckwerte oder ein erhöhter Cholesterinspiegel festgestellt.

    Die Studien zeigten trotzdem keinen Nutzen der allgemeinen Gesundheitsuntersuchung: Die Menschen, die zu Gesundheits-Check-ups eingeladen wurden, lebten nicht länger. Sie starben auch nicht seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Menschen, die nicht dazu eingeladen wurden.

    Dieses ernüchternde Ergebnis könnte verschiedene Gründe haben. Einer ist, dass Hausärztinnen und Hausärzte ihre Patienten ohnehin gut kennen, sie regelmäßig untersuchen und Behandlungen vorschlagen, wenn es dazu Anlass gibt, etwa weil sie zu einer Risikogruppe gehören. Es könnte auch sein, dass wirklich bedeutsame Probleme auch bei anderen Gelegenheiten früh genug auffallen, so dass die Routine-Untersuchung kaum einen Vorteil bringt. Bei Check-Ups werden zudem oft nur leicht erhöhte Blutdruck- oder Cholesterinwerte gefunden, die nicht immer gesundheitliche Folgen haben und direkt behandelt werden müssen.

    Die meisten der ausgewerteten Studien fanden in den 1960er bis 1980er Jahren statt. Seitdem sind wirksame neue Medikamente zur Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf den Markt gekommen. Auch die Lebensgewohnheiten der Menschen haben sich verändert. Um den Nutzen von Check-Up-Untersuchungen in der heutigen Zeit zuverlässig beurteilen zu können, sind daher neue Studien nötig.

    Quellen

    Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Richtlinie über die Gesundheitsuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten (Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie). 21.07.2016.

    Krogsbøll LT, Jørgensen KJ, Grønhøj Larsen C, Gøtzsche PC. General health checks in adults for reducing morbidity and mortality from disease. Cochrane Database Syst Rev 2012; (10): CD009009.

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    Was Studien sagen: Hilft es, weniger Fette zu sich zu nehmen?

    Eine Ernährung, die arm an gesättigten Fettsäuren ist, könnte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen etwas senken. Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in tierischen Lebensmitteln enthalten.

    Zur Frage, was eine gesunde Ernährung ist, haben auch Fachleute sehr unterschiedliche Meinungen. Zudem wurden nur wenige Ernährungsumstellungen bislang in hochwertigen Studien untersucht. Deshalb gibt es für viele Ernährungstipps keine gute wissenschaftliche Basis.

    Auch zu Fetten in der Ernährung gibt es verschiedene Meinungen: Manche Fachleute raten, auf die Gesamtmenge an Fett zu achten. Andere empfehlen eher, bestimmte Arten von Fett zu meiden. Eine Wissenschaftlergruppe des internationalen Forschungsnetzwerks Cochrane Collaboration hat die Wirkung von Fetten auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht.

    Zwei Arten Fett

    Bei Nahrungsmitteln wird vor allem zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren unterschieden. Gesättigte Fettsäuren gelten in größeren Mengen als schädlich für Herz und Kreislauf. Sie erhöhen die Menge des LDL-Cholesterins im Blut.

    Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in tierischen Produkten enthalten, insbesondere in:

    • Fleisch, hauptsächlich fettigen Fleischsorten wie Schweinefleisch,
    • Butter und Schmalz,
    • Käse, insbesondere Hartkäse, sowie
    • Sahne und verwandten Produkten wie Crème fraîche.

    Ungesättigte Fettsäuren sind vor allem in Meeresfisch, pflanzlichen Fetten und Nahrungsmitteln enthalten, wie zum Beispiel in:

    • Lachs, Thunfisch und Makrelen,
    • pflanzlichen Ölen wie Sonnenblumenöl oder Olivenöl,
    • Nüssen und Kernen sowie
    • Avocados.

    Forschung zu Fetten in der Ernährung

    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werteten 48 randomisierte kontrollierte Studien mit über 65.000 Teilnehmenden aus. Sie verglichen verschiedene Ernährungsweisen: In einigen Studien sollten die Teilnehmenden insgesamt weniger Fett zu sich nehmen, in anderen sollten sie gesättigte Fettsäuren möglichst durch ungesättigte Fettsäuren ersetzen.

    Die Studien unterschieden sich vor allem in den Maßnahmen, die den Teilnehmenden dabei helfen sollten, ihre Ernährung umzustellen. Manche nahmen an Ernährungs- und Kochkursen, Einkaufsberatungen oder praktischen Übungen teil. In vielen Studien wurden den Teilnehmenden aber auch direkt Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt, zum Beispiel indem sie nur in speziellen Geschäften einkauften oder indem sie bestimmte Produkte wie Margarine oder Öle kostenlos erhielten. Diese Unterschiede machten es relativ schwer, die Ergebnisse einzelner Studien miteinander zu vergleichen.

    Ergebnisse

    Insgesamt deuten die Studien darauf hin, dass sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken lässt, wenn man weniger gesättigte Fettsäuren zu sich nimmt. Dabei spielt es vermutlich keine Rolle, ob man insgesamt weniger Fett zu sich nimmt oder die gesättigten möglichst durch ungesättigte Fettsäuren ersetzt. In Zahlen ausgedrückt, zeigte die Auswertung aller Studien folgende Ergebnisse:

    • Ohne Ernährungsumstellung: 77 von 1000 Menschen, die ihre Ernährung nicht umstellten, bekamen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.
    • Mit Ernährungsumstellung: 72 von 1000 Menschen, die dabei unterstützt wurden, weniger gesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen, bekamen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.

    Insgesamt konnten Maßnahmen zur Umstellung auf weniger gesättigte Fettsäuren in der Nahrung, also 5 von 1000 Menschen, vor einer Herz-Kreislauf-Erkrankung bewahren.

    Dieser Unterschied zeigte sich aber nur in Studien, die länger als zwei Jahre andauerten. Man muss also vermutlich seine Ernährung dauerhaft umstellen, um einen gesundheitlichen Vorteil zu erreichen.

    Die Zahlen aus den Studien sind außerdem nur als grobe Anhaltspunkte zu betrachten, da sich bei den einzelnen Studien größere Unterschiede in den Ergebnissen zeigen. Denn viele Faktoren können einen Einfluss auf den Erfolg einer Ernährungsumstellung haben. Beispielsweise profitieren Männer vielleicht mehr von einer Ernährungsumstellung, weil sie ohnehin ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.

    Quellen

    Hooper L, Martin N, Abdelhamid A, Davey Smith G. Reduction in saturated fat intake for cardiovascular disease. Cochrane Database Syst Rev 2015; (6): CD011737.

    Hooper L, Summerbell CD, Thompson R, Sills D, Roberts FG, Moore HJ et al. Reduced or modified dietary fat for preventing cardiovascular disease. Cochrane Database Syst Rev 2012; (5): CD002137.

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    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
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    Mehr Wissen: Cholesterin senken ohne Tabletten

    Ungünstige Cholesterinwerte können auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweisen. Wer etwas gegen das Risiko tun will, muss nicht immer zu Medikamenten greifen. Auch allgemeine Maßnahmen wie eine Umstellung der Ernährung können hilfreich sein und die Herzgesundheit verbessern.

    Bei der Behandlung erhöhter Cholesterinwerte geht es nicht so sehr darum, das Cholesterin zu senken, sondern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen langfristig zu verringern.

    Viele Menschen, die ungünstige Cholesterinwerte haben und etwas dagegen tun möchten, würden dabei am liebsten auf Medikamente verzichten. Es gibt verschiedene allgemeine Maßnahmen, die zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen werden, auch wenn sie nicht unbedingt das Cholesterin senken. Dazu gehören:

    • nicht rauchen
    • wenig gesättigte Fette zu sich nehmen
    • sich viel bewegen
    • Gewicht reduzieren

    Ungünstige Cholesterinwerte können auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweisen. Wer etwas gegen das Risiko tun will, muss nicht immer zu Medikamenten greifen. Auch allgemeine Maßnahmen wie eine Umstellung der Ernährung können hilfreich sein und die Herzgesundheit verbessern.

    Bei der Behandlung erhöhter Cholesterinwerte geht es nicht so sehr darum, das Cholesterin zu senken, sondern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen langfristig zu verringern.

    Viele Menschen, die ungünstige Cholesterinwerte haben und etwas dagegen tun möchten, würden dabei am liebsten auf Medikamente verzichten. Es gibt verschiedene allgemeine Maßnahmen, die zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen werden, auch wenn sie nicht unbedingt das Cholesterin senken. Dazu gehören:

    • nicht rauchen
    • wenig gesättigte Fette zu sich nehmen
    • sich viel bewegen
    • Gewicht reduzieren

    Nicht rauchen

    Das Rauchen aufzugeben, senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verbessert auch ansonsten die Lebenserwartung – egal wie hoch der Cholesterinwert ist. Es lohnt sich daher in jedem Fall, mit dem Rauchen aufzuhören, selbst wenn das Cholesterin dadurch nicht sinkt.

    Ernährung und Gewicht

    Für Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten (Hypercholesterinämie) gibt es viele Ernährungstipps. Allerdings sind die wenigsten Empfehlungen durch aussagekräftige wissenschaftliche Studien untermauert. Eine Reihe von Studien liefert Hinweise darauf, dass eine Ernährung, die arm an gesättigten Fettsäuren ist, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Dabei ist es nicht nötig, sich grundsätzlich fettarm zu ernähren. Entscheidend ist vielmehr, gesättigte Fette möglichst durch ungesättigte zu ersetzen – also mehr pflanzliche Lebensmittel und Fisch zu essen als Fleisch und fettreiche Milchprodukte. Es hatte in Studien zur Ernährung keinen Einfluss auf Folgeerkrankungen, ob die Teilnehmenden Gewicht verloren haben oder nicht.

    Nach aktuellen Studienergebnissen kann eine mediterrane Ernährungsweise helfen, verschiedene Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken, darunter auch das Cholesterin. Zu einer mediterranen Ernährung gehören vor allem viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Olivenöl, Vollkornprodukte, Fisch und Geflügel.

    Bewegung

    Grundsätzlich gehen Fachleute davon aus, dass regelmäßige Bewegung Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann. Allerdings gibt es bislang keine aussagekräftigen Studien, die dies nachweisen. Es gibt bisher auch keine aussagekräftigen Studien zu der Frage, wie sich körperliche Aktivität auf das Cholesterin auswirkt.

    Dies bedeutet keineswegs, dass es Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten nichts nützen würde, sich mehr zu bewegen. Denn regelmäßige Bewegung wirkt sich auch auf andere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen günstig aus.

    Spezielle Lebensmittel gegen hohes Cholesterin

    Seit einigen Jahren werden Margarinesorten angeboten, die das Cholesterin senken sollen. Sie enthalten sogenannte Pflanzensterine, die die Aufnahme von Cholesterin hemmen können. Ob diese Margarinen die Gesundheit verbessern, ist noch unklar.

    Auch von anderen Lebensmitteln wird manchmal behauptet, dass sie den Cholesterinwert senken können. Dazu gehören insbesondere: Artischocken-Extrakte, Fischöl, Knoblauch, indische Myrrhe, Policosanol (ein Zuckerrohr-Extrakt), rotes Reismehl, Soja, Walnüsse, Produkte mit löslichen Ballaststoffen wie zum Beispiel Flohsamenschalen und Extrakte aus grünem Tee (Catechin-Extrakte). Viele dieser Produkte werden konzentriert in Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Bislang wurde allerdings für keines dieser Mittel gezeigt, dass es Folgeerkrankungen vorbeugen kann.

    Für die meisten Mittel gibt es nicht einmal überzeugende Belege, dass sie überhaupt das Cholesterin senken können. Lediglich für Catechin-Produkte, die Extrakte aus grünem Tee enthalten, gibt es dazu Studien: Bei Menschen mit hohem Cholesterin (Hypercholesterinämie) konnten sie den Cholesterinwert leicht senken: Das Gesamt-Cholesterin sank durchschnittlich um etwa 6 mg/dl und der LDL-Wert um etwa 4 mg/dl. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass Catechin-Extrakte auch die Gesundheit verbessern, also zum Beispiel Herzinfarkten vorbeugen. Zudem waren die Studien zu kurz, um etwas über die längerfristige Wirkung solcher Produkte sagen zu können.

    Quellen

    Hooper L, Martin N, Abdelhamid A, Davey Smith G. Reduction in saturated fat intake for cardiovascular disease. Cochrane Database Syst Rev 2015; (6): CD011737.

    Kim A, Chiu A, Barone MK, Avino D, Wang F, Coleman CI et al. Green tea catechins decrease total and low-density lipoprotein cholesterol: a systematic review and meta-analysis. J Am Diet Assoc 2011; 111(11): 1720-1729.

    Liu ZL, Liu JP, Zhang AL, Wu Q, Ruan Y, Lewith G et al. Chinese herbal medicines for hypercholesterolemia. Cochrane Database Syst Rev 2011; (7): CD008305.

    Nordmann AJ, Suter-Zimmermann K, Bucher HC, Shai I, Tuttle KR, Estruch R et al. Meta-analysis comparing Mediterranean to low-fat diets for modification of cardiovascular risk factors. Am J Med 2011; 124(9): 841-851.

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    Mehr Wissen: Wann nützen Statine zur Cholesterinsenkung?

    Ungünstige Cholesterinwerte können auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweisen. Bestimmte Medikamente, die Statine, senken die Cholesterinmenge im Blut. Sie können Folgeerkrankungen vorbeugen und die Lebenserwartung verlängern. Ob sich ihre Einnahme lohnt, hängt aber auch davon ab, welche anderen Risikofaktoren ein Mensch hat.

    Wenn allgemeine Maßnahmen nicht ausreichen, um das Herz-Kreislauf-Risiko wirksam zu senken, kann eine Behandlung mit Medikamenten infrage kommen. Ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, hängt außer von den persönlichen Risikofaktoren auch davon ab, wie man die Vor- und Nachteile einer Behandlung für sich beurteilt.

    Dabei spielt es eine große Rolle, ob bereits eine Herz-Kreislauf-Erkrankung wie zum Beispiel eine Koronare Herzkrankheit besteht. Denn dann kann das Risiko zum Beispiel für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich erhöht sein. Medikamente können dieses Risiko deutlich senken.

    Bei der Entscheidung für oder gegen eine Therapie ist es hilfreich, ihre Vor- und Nachteile genauer zu kennen. Grundsätzlich gibt es verschiedene Wirkstoffgruppen, die Cholesterin senken können. Für Menschen, die noch nie einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine andere Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten, ist aber nur eine Gruppe von Medikamenten gut erprobt: die sogenannten Statine. Von ihnen sind in Deutschland mehrere Wirkstoffe zugelassen: Atorvastatin, Fluvastatin, Lovastatin, Pitavastatin, Pravastatin, Rosuvastatin und Simvastatin.

    Ungünstige Cholesterinwerte können auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweisen. Bestimmte Medikamente, die Statine, senken die Cholesterinmenge im Blut. Sie können Folgeerkrankungen vorbeugen und die Lebenserwartung verlängern. Ob sich ihre Einnahme lohnt, hängt aber auch davon ab, welche anderen Risikofaktoren ein Mensch hat.

    Wenn allgemeine Maßnahmen nicht ausreichen, um das Herz-Kreislauf-Risiko wirksam zu senken, kann eine Behandlung mit Medikamenten infrage kommen. Ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, hängt außer von den persönlichen Risikofaktoren auch davon ab, wie man die Vor- und Nachteile einer Behandlung für sich beurteilt.

    Dabei spielt es eine große Rolle, ob bereits eine Herz-Kreislauf-Erkrankung wie zum Beispiel eine Koronare Herzkrankheit besteht. Denn dann kann das Risiko zum Beispiel für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich erhöht sein. Medikamente können dieses Risiko deutlich senken.

    Bei der Entscheidung für oder gegen eine Therapie ist es hilfreich, ihre Vor- und Nachteile genauer zu kennen. Grundsätzlich gibt es verschiedene Wirkstoffgruppen, die Cholesterin senken können. Für Menschen, die noch nie einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine andere Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten, ist aber nur eine Gruppe von Medikamenten gut erprobt: die sogenannten Statine. Von ihnen sind in Deutschland mehrere Wirkstoffe zugelassen: Atorvastatin, Fluvastatin, Lovastatin, Pitavastatin, Pravastatin, Rosuvastatin und Simvastatin.

    Nutzen von Statinen und persönliches Risiko

    Was die Risikosenkung durch Statine für eine einzelne Person bedeutet, hängt entscheidend davon ab, wie hoch ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Das persönliche Risiko kann gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt ermittelt werden.

    Die folgende Tabelle verdeutlicht dies: Sie enthält Beispiele für zwei Männer und zwei Frauen, die ein „niedriges“ oder ein „erhöhtes“ Risiko haben. „Niedriges Risiko“ heißt: nur das Cholesterin ist ungünstig. „Erhöhtes Risiko“ heißt: Zu einem hohen Cholesterin kommen noch weitere Risikofaktoren wie zum Beispiel Rauchen, Bluthochdruck oder Diabetes mellitus hinzu.

    Die erste Spalte der Tabelle gibt an, wie viele von 100 Personen in den nächsten zehn Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen, wenn sie kein Statin nehmen. Die zweite Spalte gibt an, bei wie vielen Personen in zehn Jahren eine dieser Folgeerkrankungen auftritt, wenn sie während dieser Zeit ein Statin einnehmen. Die dritte Spalte zeigt den Unterschied zwischen den beiden Gruppen: also die Zahl der Menschen, die die Einnahme eines Statins vor Herzinfarkten oder Schlaganfällen geschützt hat.

    Tabelle: Risiko, in den nächsten zehn Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu haben
      Ohne Statin Mit Statin Vor Herzinfarkt oder Schlaganfall bewahrt
    Frau mit niedrigem Risiko 4 von 100 3 von 100 1 von 100
    Frau mit erhöhtem Risiko 18 von 100 13 von 100 5 von 100
    Mann mit niedrigem Risiko 11 von 100 8 von 100 3 von 100
    Mann mit erhöhtem Risiko 33 von 100 23 von 100 10 von 100

    Die Tabelle verdeutlicht, dass Frauen und Männer mit einem erhöhten Risiko häufiger von einem Statin profitieren als jene mit einem niedrigen Risiko. Je höher also das eigene Risiko ist, desto größer ist die Aussicht, dass die Einnahme eines Statins nützt. Allerdings lässt sich nicht vorhersagen, wer von der Behandlung profitieren wird und wer nicht.

    Welche Nebenwirkungen haben Statine?

    Die meisten Menschen vertragen Statine gut. Einzelne Studien deuten aber an, dass es eine kleine Gruppe von Personen gibt, die empfindlicher auf Statine reagieren und bei denen die Mittel Muskelschmerzen auslösen können.

    Eine weitere Nebenwirkung von Statinen ist, dass sie den Blutzuckerwert erhöhen können. In Studien führten Statine bei einer von 1000 Personen pro Jahr zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Ob dies eine gesundheitliche Bedeutung hat, ist jedoch unklar.

    Eine äußerst seltene, aber ernsthafte Nebenwirkung ist die sogenannte Rhabdomyolyse. Dabei lösen sich die Muskelfasern bestimmter Muskeln langsam auf. Dadurch können bleibende Lähmungen auftreten und die frei werdenden Stoffe können die Nieren schwer schädigen. Diese Nebenwirkung trat in Studien bei einem von 10.000 Menschen auf, die längerfristig Statine anwendeten. Anzeichen hierfür können Muskelschmerzen und dunkel verfärbter Urin sein. Bei diesen Symptomen ist es daher wichtig, die Einnahme zu pausieren und umgehend ärztlichen Rat einzuholen.

    Viele Menschen möchten es vermeiden, Medikamente über lange Zeit regelmäßig einzunehmen, etwa weil sie fürchten, dass sich mit der Zeit Wirkstoffreste im Körper ansammeln. Solche Befürchtungen sind unbegründet: Der Körper verfügt über verschiedene Mechanismen, um Arzneistoffe laufend abzubauen und auszuscheiden.

    Quellen

    Absolutes und relatives Risiko – individuelle Beratung in der Allgemeinpraxis (Arriba). Arriba Herz Risikokalkulationsbogen. 08.2013.

    Chou R, Dana T, Blazina I, Daeges M, Bougatsos C, Grusing S et al. Statin Use for the Prevention of Cardiovascular Disease in Adults: A Systematic Review for the U.S. Preventive Services Task Force. 11.2016. (AHRQ Evidence Syntheses; Band 139).

    Lv HL, Jin DM, Liu M, Liu YM, Wang JF, Geng DF. Long-term efficacy and safety of statin treatment beyond six years: a meta-analysis of randomized controlled trials with extended follow-up. Pharmacol Res 2014; 81: 64-73.

    Mihaylova B, Emberson J, Blackwell L, Keech A, Simes J, Barnes EH et al. The effects of lowering LDL cholesterol with statin therapy in people at low risk of vascular disease: meta-analysis of individual data from 27 randomised trials. Lancet 2012; 380(9841): 581-590.

    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
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    Erhöhte Cholesterinwerte - Erfahrungsbericht - Heinrich

    „Ich habe den Eindruck, dass die Grenzwerte, ab wann die Cholesterinwerte zu hoch sind, durch den Einfluss der Pharmaindustrie immer weiter gesenkt wurden.“

    Heinrich, 72 Jahre

    „Meine Werte lagen knapp über der Grenze zu den normalen Werten. Ich brauchte aber nie Medikamente zur Senkung der Werte einnehmen.“

    Während meiner Berufstätigkeit bin ich öfter aus Arbeitssicherheitsgründen medizinisch untersucht worden. Bei einer dieser Routineuntersuchungen, das war etwa in den 70er Jahren, wurde mir mitgeteilt, dass ich erhöhte Cholesterinwerte habe.

    Meine Werte lagen knapp über der Grenze zu den normalen Werten. Ich brauchte aber nie Medikamente zur Senkung der Werte einzunehmen. Und das ist seit damals so geblieben.

    Grenzwerte haben sich in den Jahren immer wieder verändert

    Ich habe den Eindruck, dass die Grenzwerte, ab wann die Cholesterinwerte zu hoch sind, durch den Einfluss der Pharmaindustrie immer weiter gesenkt wurden. Dadurch waren meine Werte manchmal im Grenzbereich, manchmal in Ordnung und manchmal erhöht. Das fand ich schon ein wenig anstrengend.

    Im letzten Herbst wurde dann festgestellt, dass nicht nur meine Cholesterinwerte grenzwertig sind, sondern nun auch meine Blutzuckerwerte leicht erhöht sind. Da hat mein Arzt mir vorgeschlagen, zu einer Ernährungsberatung zu gehen. Dass ich jetzt zwei erhöhte Werte hatte, machte mir doch ein wenig Sorge.

    Ich bin dann zu einer Ernährungsberatung gegangen, wie mir mein Arzt empfohlen hatte. Daraufhin habe ich meine Ernährung umgestellt. Aber eigentlich bin ich nur deswegen mit dem Essen so streng zu mir geworden, weil jetzt zwei Werte erhöht waren.

    Durch Ernährungsumstellung sind die Werte wieder gesunken

    Nach der Ernährungsumstellung sind meine Werte wieder gesunken. Der Blutzuckerwert ganz erheblich, der Cholesterinwert geringfügig. Jetzt habe ich wieder „nur“ einen manchmal erhöhten Wert: den Cholesterinwert. Das war ja auch die letzten etwa 40 Jahre so. Durch die Gewichtsreduzierung und die Ernährungsumstellung konnte ich meinen Cholesterinwert nicht allzu stark senken.

    Ich habe seit der Umstellung der Ernährung etwa fünf Kilo abgenommen. Obwohl die Werte ja wieder in Ordnung sind, ernähre ich mich weiterhin nach dem Ernährungsplan. Ich esse zum Beispiel weniger Kohlenhydrate, dafür mehr Gemüse, weniger Fette und weniger Fleisch. Was schön ist: Meine Frau und ich haben diese Umstellung gemeinsam vorgenommen. Das macht es im Alltag sicher einfacher.

     

    Danksagung

    Erfahrungsberichte fassen Interviews mit Betroffenen zusammen. Alle Gesprächspartnerinnen und -partner haben der Veröffentlichung zugestimmt. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.

    Die Berichte geben einen Einblick in den persönlichen Umgang und das Leben mit einer Erkrankung. Die Aussagen stellen keine Empfehlung des IQWiG dar.

    Hinweis: Um die Anonymität der Interviewten zu wahren, ändern wir ihre Vornamen. Die Fotos zeigen unbeteiligte Personen.

    Erhöhte Cholesterinwerte - Erfahrungsbericht - Ulrike

    „Als ich die Diagnose bekam, war ich nicht sehr überrascht. Ich weiß, dass bei mir eine familiäre Belastung vorliegt: Meine Mutter und meine Schwester haben auch erhöhte Werte.“

    Ulrike, 53 Jahre

    „Bei einem „Gesundheits-Check“ sind meiner Hausärztin das erste Mal hohe Cholesterinwerte aufgefallen. Da war ich 40 Jahre alt.“

    Bei einem „Gesundheits-Check“ sind meiner Hausärztin das erste Mal hohe Cholesterinwerte aufgefallen. Da war ich 40 Jahre alt. Als ich die Diagnose bekam, war ich nicht sehr überrascht. Ich weiß, dass bei mir eine familiäre Belastung vorliegt: Meine Mutter und meine Schwester haben auch erhöhte Werte. Die sind aber nicht so hoch wie bei mir.

    Seitdem werden die Werte regelmäßig in der Hausarztpraxis überprüft. Der schlechte Cholesterinwert ist seit Jahren erhöht, wobei der gute Cholesterinwert auch immer relativ hoch ist. Die hohen Werte habe ich körperlich nie gespürt.

    Meine Hausärztin war immer eher gegen eine medikamentöse Behandlung. Sie wollte zuerst, dass ich versuche, die Werte mit mehr Bewegung und veränderter Ernährung zu beeinflussen.

    Ich habe meine Ernährung umgestellt

    Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich ernährungsmäßig umgestellt. Ich habe mich bemüht, wenig tierische Fette zu essen. Der Wert ist nicht wirklich runtergegangen, hat sich aber auch nicht wesentlich erhöht.

    Ich habe schon immer viel Sport gemacht. Jetzt ist es so, dass ich etwa vier Mal in der Woche Sport treibe. Ich gehe joggen, mache Pilates und spiele Tischtennis. Also diesbezüglich brauchte ich mich nicht groß umzustellen. Ohne Sport fühle ich mich sowieso unwohl. Das ist der Ausgleich für meine sitzende Tätigkeit.

    Ich wollte keine Medikamente nehmen

    Meiner Ärztin war der Wert weiter zu hoch und sie hat mir ein Medikament, ein Statin, verschrieben. Dieses Medikament habe ich ein Vierteljahr eingenommen. Ich habe mich damit aber sehr unwohl gefühlt. Ich hatte keine Nebenwirkungen, aber irgendwie wollte ich keine Medikamente nehmen. Die Ärztin war schließlich auch damit einverstanden, dass ich es wieder absetze.

    Dann hatte ich privat eine sehr belastende Phase und daran anschließend eine ruhigere Zeit. Ich hatte in diesen Zeiten das Gefühl, dass ich auch durch Bewegung und Ernährung den Cholesterinwert einfach nicht in den Normbereich bringen kann – und dass ich deshalb genauso gut wieder alles essen kann und auf nichts zu verzichten brauche. Das habe ich dann auch gemacht: Ich habe wieder Butter, Sahne, Speck und viele andere Sachen gegessen. Bei der nächsten Kontrolle waren die Werte aber massiv erhöht.

    Das war für mich die Erkenntnis, wenn ich mich mit tierischen Fetten ernähre, dann erhöht sich mein Wert. Danach habe ich meine Ernährung wieder umgestellt. Und ich habe für mich akzeptiert, dass ich den Wert durch Sport und Ernährung in einer gewissen Höhe halten kann, dadurch aber nicht den Normwert erreichen werde. Mich stört sehr, dass ich die Werte nicht durch Verhaltensänderungen in den Normbereich bringen kann. Ich muss lernen, mit diesem höheren Wert zu leben.

    Ich habe mich an die Ernährungsumstellung gewöhnt

    Ich lebe ständig mit den Beschränkungen, mit dem Wissen, mich beim Essen zurückhalten zu müssen. Das ist nicht besonders schön. Aber ich weiß, wenn ich mich nicht daran halte, dann erhöhen sich die Werte massiv. Ich meide jetzt wieder fetten Käse, Butter, Sahne – alles Sachen, die ich eigentlich immer gern gegessen habe. Ich habe mich aber darauf eingestellt. Mittlerweile schmecken auch die fettärmeren Käsesorten.

    Ich lebe mit dem Risiko

    Ich lasse die Werte regelmäßig kontrollieren. Dadurch fühle ich mich ein wenig sicherer. Im letzten Jahr war ich bei einem Herzspezialisten zur Untersuchung, da war alles in Ordnung.

    Ich habe bei dieser kardiologischen Untersuchung nachgefragt, wie hoch das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bei mir ist. Die hohen Cholesterinwerte sind zwar ein Risikofaktor, sonst habe ich aber keine anderen Risikofaktoren. Dadurch hat sich meine Sorge ein wenig relativiert. Es ist in meinem Kopf, aber bedrängt mich nicht allzu sehr.

    Ich versuche, mich durch die hohen Werte nicht kirre machen zu lassen. Ich ignoriere sie nicht, aber versuche damit zu leben. Ich suche ein für mich gesundes Maß der Auseinandersetzung damit.

     

    Danksagung

    Erfahrungsberichte fassen Interviews mit Betroffenen zusammen. Alle Gesprächspartnerinnen und -partner haben der Veröffentlichung zugestimmt. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.

    Die Berichte geben einen Einblick in den persönlichen Umgang und das Leben mit einer Erkrankung. Die Aussagen stellen keine Empfehlung des IQWiG dar.

    Hinweis: Um die Anonymität der Interviewten zu wahren, ändern wir ihre Vornamen. Die Fotos zeigen unbeteiligte Personen.