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Druckgeschwür (Dekubitus)

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    Überblick

    Wer über längere Zeit still sitzen oder liegen muss, hat ein erhöhtes Risiko für ein Druckgeschwür (Dekubitus). Solche Wunden heilen nur langsam und können sehr schmerzhaft sein. Deshalb ist es umso wichtiger, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Wie kann man vorbeugen, und wie können Angehörige und Pflegende helfen?

    Einleitung

    Viel sitzen, viel liegen – das ist für manche Menschen kaum zu vermeiden. Die meisten bewegen sich dabei aber ständig bewusst oder unbewusst. Sehr schwache, gelähmte oder bewusstlose Menschen bleiben dagegen teilweise sehr lange unbeweglich in einer Position liegen oder sitzen. Dadurch erhöht sich ihr Risiko für ein Druckgeschwür (Dekubitus).

    Druckgeschwüre sind offene Wunden, die durch anhaltenden äußeren Druck auf die Haut entstehen. Sie können sehr schmerzhaft sein und heilen meist nur langsam.

    Ursachen

    Ein Druckgeschwür entsteht fast immer an Stellen, wo sich Knochen direkt unter der Haut befinden. Dazu zählen das Steißbein, die Fersen, Hüften, Schulterblätter, Knöchel, Ellenbogen, das Ohr und der Hinterkopf.

    Wenn an diesen Stellen im Liegen oder Sitzen ständig das Körpergewicht auf die Haut drückt, kann sie nicht mehr ausreichend durchblutet und mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Dadurch wird die Haut dünner und kann mit der Zeit sogar absterben. So entsteht eine Wunde, die besonders dann sehr schmerzhaft ist, wenn man weiter auf ihr liegt oder sitzt.

    Grafik: Druckgeschwüre: typische Entstehungsorte beim Liegen, seitlich Grafik: Druckgeschwüre: typische Entstehungsorte beim Liegen, Rückenlage Druckgeschwüre: typische Entstehungsorte beim Liegen

     

    Grafik: Druckgeschwüre: typische Entstehungsorte beim Sitzen im Rollstuhl Grafik: Druckgeschwüre: typische Entstehungsorte beim Sitzen Druckgeschwüre: typische Entstehungsorte beim Sitzen

     

    Risikofaktoren

    Gesunde Menschen verspüren schnell Schmerzen, wenn der Druck auf eine Körperstelle zu stark wird. Manche Krankheiten können allerdings das Schmerzempfinden stören oder die Entstehung von Wunden begünstigen:

    • Menschen mit Lähmungen in den betroffenen Körperteilen spüren häufig gar keinen Druck und auch keine Schmerzen mehr.
    • Bei Menschen, die schon seit Jahren Diabetes mellitus haben, ist das Schmerzempfinden manchmal eingeschränkt, sodass sie nicht bemerken, wenn eine Stelle zu lange belastet wird. Zudem kann ein Diabetes auch zu Durchblutungsstörungen führen.
    • Durchblutungsstörungen, zum Beispiel aufgrund veränderter, verengter Blutgefäße (Arteriosklerose), verstärken die Unterversorgung der druckbelasteten Hautstellen.
    • Unterernährung ist bei bettlägerigen Menschen ein weiterer Risikofaktor. Denn Menschen, die kaum Fettpolster haben und nur wenig essen und trinken, haben eine dünnere, schlechter durchblutete und weniger widerstandsfähige Haut.
    • Auch Reibung und Scherkräfte können die Belastung der Haut verstärken. Diese entstehen beispielsweise, wenn Menschen im Bett bewegt und dabei mit der Haut über die Unterlage gezogen werden. Dadurch können sich die Hautschichten gegeneinander verschieben: Die obere Schicht wird von der Unterlage gebremst, die anderen nicht. Dies kann zu Rötungen und oberflächlichen Hautverletzungen führen.
    • Inkontinenz: Wenn die Haut über Stunden Urin, Kot oder Schweiß ausgesetzt ist, wird sie anfälliger für Hautreizungen und -schäden. Dies kann passieren, wenn jemand  lange in feuchten Windeln liegt. Die aufgeweichte Haut wird dann leichter wund.

    Wer schon einmal ein Druckgeschwür hatte, bekommt mit höherer Wahrscheinlichkeit an derselben Körperstelle ein weiteres. Deshalb ist es umso wichtiger, Druckgeschwüre gar nicht erst entstehen zu lassen.

    Folgen

    Ein Druckgeschwür kann schmerzhaft sein und auch psychisch belasten. Eine offene, schlecht heilende Wunde bietet zudem ein Einfallstor für Krankheitserreger, die zu einer Entzündung der Wunde führen können. Breiten sich die Krankheitserreger weiter aus, kann eine Blutvergiftung (Sepsis) die Folge sein.

    Diagnose

    Manche Menschen können ihre Haut selbst auf erste Anzeichen für ein Druckgeschwür überprüfen, beispielsweise mithilfe eines Spiegels. Wenn sie sich über längere Zeit kaum oder gar nicht bewegen konnten, kennen sie die Warnsignale oft sehr genau. Menschen, die sich aus eigener Kraft nicht umdrehen, aufsetzen oder aufstehen können, sind zur Beobachtung einer gefährdeten Stelle jedoch auf die Hilfe anderer angewiesen, auch weil diese meist an der Körperrückseite liegen, etwa am Gesäß und den Fersen.

    Um den Schweregrad eines Druckgeschwürs zu beurteilen, orientieren sich Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte meist an der folgenden Einteilung:

    • Stadium 1: Die Haut ist unversehrt, aber rötlich verfärbt, auch wenn kein Druck auf ihr lastet. Sie kann wärmer oder kälter, schmerzempfindlicher, weicher oder auch härter sein als das umliegende Gewebe.
    • Stadium 2: Die oberen Hautschichten sind beschädigt, es kommt zum Beispiel zu einer Blase, einer Abschürfung oder einem Bluterguss.
    • Stadium 3: Alle Hautschichten sind zerstört und es ist eine tiefe Wunde entstanden, die bis in die Fettschicht der Haut reichen kann. Auf der Wunde kann sich ein Belag bilden; Teile der Haut können auch abgestorben sein (Nekrose).
    • Stadium 4: Die Haut und ein großer Teil des umliegenden Gewebes sind zerstört und abgestorben. Auch die Muskeln, Sehnen und Knochen können geschädigt sein. Die Wunde ist häufig belegt oder mit Schorf bedeckt.

    Ab Stadium 2 kann ein Abstrich, eine Blutabnahme oder Gewebeprobe nötig werden, wenn der Verdacht besteht, dass sich Bakterien angesiedelt haben.

    Vorbeugung

    Wenn jemand länger sitzen oder liegen muss, ohne sich viel zu bewegen – und sei es auch nur für ein paar Tage – ist es wichtig, gefährdete Körperstellen durch regelmäßiges Umlagern und Drehen zu entlasten. Spezielle Sitz- oder Liegeflächen können den Druck zusätzlich abfangen, etwa eine besondere Matratze oder druckentlastende Auflage wie ein Schaffell.

    Wer gefährdete Stellen am Körper regelmäßig überprüft, kann schnell handeln, wenn sich erste Anzeichen für ein Druckgeschwür zeigen. Bei der Pflege und Lagerung eines Menschen ist es wichtig, Reibe- und Scherkräfte möglichst zu vermeiden – also sie oder ihn zum Beispiel nicht über die Unterlage zu ziehen. Bei trockener Haut kann eine Feuchtigkeitspflege hilfreich sein. Bei Inkontinenz müssen außerdem Einlagen oder Windeln regelmäßig gewechselt werden.

    Wichtig ist auch, auf ausreichendes Trinken und eine ausgewogene Ernährung zu achten: Zu wenig Flüssigkeit und Unter- oder Fehlernährung kann die Haut zusätzlich schwächen.

    Behandlung

    Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Art und dem Schweregrad des Druckgeschwürs ab. Ziel der Behandlung ist immer zu vermeiden, dass das Druckgeschwür weiter Druck ausgesetzt wird. Lagerungshilfen, eine spezielle Matratze sowie regelmäßiges Umlagern und Bewegen helfen, den Druck auf den betroffenen Körperstellen abzufangen.

    Für einen Dekubitus gibt es viele verschiedene Wundauflagen. Bei jedem Verbandswechsel wird die Wunde mit Leitungswasser oder Kochsalzlösung gereinigt. Ab Stadium 3 wird sie bei einer sogenannten Wundtoilette (Débridement) zusätzlich von abgestorbenem Gewebe befreit. Dabei werden mit einer Pinzette oder einem Skalpell abgestorbene Zellen vorsichtig entfernt. Die meisten Druckgeschwüre heilen auch ohne Operation wieder ab. Meist ist die Therapie aber langwierig.

    Um Schmerzen bei der Wundversorgung vorzubeugen, kommen örtlich betäubende Schmerzmittel und Wundauflagen mit Ibuprofen infrage. Sie können kurzfristig Schmerzen lindern. Auch Medikamente zum Einnehmen wie Paracetamol oder Ibuprofen können bei leichten bis mittelstarken Schmerzen helfen. Reicht ihre Wirkung nicht aus, kann die Ärztin oder der Arzt stärkere Schmerzmittel verschreiben.

    Leben und Alltag

    Sich möglichst viel selbstständig zu bewegen kann helfen, einem Druckgeschwür vorzubeugen. Pflegende können dazu immer wieder ermuntern. Wichtig ist, auffällige Hautstellen rasch von Druck zu entlasten und sie der Hausärztin, dem Hausarzt oder einer Pflegefachkraft zu zeigen.

    Menschen mit einem Dekubitus können sich sehr unwohl fühlen. Neben den Schmerzen können auch Schamgefühle stark belasten. Deshalb ist eine gute medizinische wie persönliche Unterstützung wichtig.

    Angehörige können in Pflegekursen verschiedene Bewegungs- und Lagerungstechniken erlernen. Die Kranken- oder Pflegekassen übernehmen für viele Hilfsmittel die Kosten und verleihen zum Beispiel Pflegebetten. Zudem gibt es in vielen Städten Pflegeberatungsstellen, die auch bei Fragen rund um die Dekubitus-Vorbeugung helfen.

    Weitere Informationen

    Die Hausarztpraxis ist meist die erste Anlaufstelle, wenn man krank ist oder bei einem Gesundheitsproblem ärztlichen Rat braucht. Wir informieren darüber, wie man die richtige Praxis findet, wie man sich am besten auf den Arztbesuch vorbereitet und was dabei wichtig ist.

    Quellen

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    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
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    Mehr Wissen: Druckgeschwüren vorbeugen

    Die Liege- oder Sitzposition regelmäßig zu verändern, schützt am besten vor Druckgeschwüren. Spezielle Matratzen und andere Hilfsmittel können helfen, gefährdete Hautstellen zu entlasten.

    Ein Druckgeschwür (Dekubitus) entsteht vor allem durch langes unbewegliches Liegen oder Sitzen in derselben Position. Die meisten Menschen bewegen sich ständig bewusst oder unbewusst, auch bei langem Sitzen oder im Schlaf. Bei sehr schwachen, kranken, gelähmten oder bewusstlosen Menschen werden diese Körperbewegungen jedoch seltener oder hören ganz auf. Deshalb lastet auf den Körperstellen, auf denen sie liegen oder sitzen, ständig ein erhöhter Druck. Wie lange es dauert, bis ein Druckgeschwür entsteht, ist individuell sehr verschieden.

    Die Liege- oder Sitzposition regelmäßig zu verändern, schützt am besten vor Druckgeschwüren. Spezielle Matratzen und andere Hilfsmittel können helfen, gefährdete Hautstellen zu entlasten.

    Ein Druckgeschwür (Dekubitus) entsteht vor allem durch langes unbewegliches Liegen oder Sitzen in derselben Position. Die meisten Menschen bewegen sich ständig bewusst oder unbewusst, auch bei langem Sitzen oder im Schlaf. Bei sehr schwachen, kranken, gelähmten oder bewusstlosen Menschen werden diese Körperbewegungen jedoch seltener oder hören ganz auf. Deshalb lastet auf den Körperstellen, auf denen sie liegen oder sitzen, ständig ein erhöhter Druck. Wie lange es dauert, bis ein Druckgeschwür entsteht, ist individuell sehr verschieden.

    Welche Maßnahmen sind am wichtigsten?

    Druckgeschwüre heilen meist nur sehr langsam und können wiederkehren. Deshalb ist es umso wichtiger, darauf zu achten, dass sie gar nicht erst entstehen. Menschen, die im Rollstuhl sitzen oder lange Zeit im Bett liegen müssen, berichten oft, dass sie spüren, wie eine Körperstelle wund wird. Es ist wichtig, solche Empfindungen zu beachten, die Haut rasch von Druck zu entlasten und regelmäßig die Liege- oder Sitzposition zu wechseln.

    Zu beobachten, auf welchen Körperstellen und in welcher Position der stärkste Druck lastet, hilft auch einzuschätzen, welche Entlastungen sinnvoll sind. Zum Beispiel entsteht beim Liegen weniger Druck auf das Gesäß als beim Sitzen in einem Stuhl. Wer einen Rollstuhl braucht, kann Möglichkeiten zur Druckentlastung erlernen und sich zur Gewohnheit machen.

    Außerdem ist es wichtig zu versuchen, sich so gut es geht zu bewegen – selbst wenn man im Bett liegen oder im Rollstuhl sitzen muss. Wer mit etwas Unterstützung das Bett verlassen, sich hinsetzen oder einige Schritte gehen kann, tut dies am besten so oft wie möglich.

    Wie oft sind Lagewechsel nötig?

    Auch wenn oft empfohlen wird, die Position alle zwei Stunden zu wechseln: Wie oft man sie ändern sollte, lässt sich nicht pauschal sagen. Manche Menschen können etwas länger unbeweglich liegen, ohne dass ihre Haut wund wird; bei anderen sind sehr häufige Positionswechsel nötig. Studien konnten bislang nicht klären, in welchen Abständen ein Lagewechsel erfolgen muss, um optimal vorzubeugen.

    Einen Menschen zu viel und damit unnötig neu zu lagern, kann auch Nachteile haben. Wer zum Beispiel nachts alle zwei Stunden umgelagert wird, wacht vielleicht jedes Mal auf und findet keinen erholsamen Schlaf mehr. Zudem kann das Umlagern für Menschen mit Wunden oder Gelenkerkrankungen schmerzhaft sein. Auch Pflegekräfte oder Angehörige kann häufiges Lagern körperlich belasten. Aus diesen Gründen ist es wichtig zu beobachten, wie oft Positionswechsel wirklich nötig sind. Dabei kann es sehr hilfreich sein, sich die Lagewechsel aufzuschreiben.

    Welche Rolle spielen Ernährung und Hautpflege?

    Manche Menschen, die sich kaum noch bewegen können, haben nur wenig Appetit und Durst. Um aber in guter körperlicher Verfassung zu bleiben, ist es wichtig, auf eine ausreichende Ernährung und Flüssigkeitszufuhr zu achten. Wer zu wenig oder sehr unausgewogen isst und kaum trinkt, kann die Haut noch weiter schwächen. Einige Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln. Ob diese dabei helfen können, Druckgeschwüren vorzubeugen, ist allerdings kaum untersucht.

    Wichtig ist, dass die Haut weder zu trocken wird, noch ständig Feuchtigkeit ausgesetzt ist – denn beides kann Hautschäden begünstigen. Ob eine regelmäßige Behandlung mit Cremes oder Lotionen Druckgeschwüren vorbeugt, ist bis jetzt nicht ausreichend geklärt.

    Können druckentlastende Matratzen vorbeugen?

    Druckentlastende Matratzen und Auflagen können das Risiko für Druckgeschwüre senken. Es gibt mittlerweile viele unterschiedliche Produkte, die in Krankenhäusern, Pflegeheimen und zu Hause verwendet werden können. Die meisten bieten eine besonders weiche Lagerung oder wechselnden Druck.

    Zur Weichlagerung werden zum Beispiel Matratzen aus speziellem Schaumstoff angeboten. Sie verteilen den Druck auf eine größere Körperfläche und entlasten so einzelne, besonders gefährdete Stellen. Ein Nachteil sehr weicher Matratzen ist, dass sie eigene Bewegungen erschweren können: Wer in die Matratze einsinkt, kann sich schlechter abstützen, um sich anders hinzulegen. Dies kann vor allem für schwächere Menschen ein Problem sein, die ihre Position eigentlich noch selbstständig verändern könnten. Es ist daher sinnvoll, genau zu prüfen, welche Matratze benötigt wird.

    Auch sogenannte Wechseldruckmatratzen werden oft eingesetzt und können helfen, einem Druckgeschwür vorzubeugen. Sie bestehen aus mehreren luftgefüllten Kammern, in die automatisch unterschiedlich viel Luft eingepumpt wird. In der Regel wechselt der Luftdruck mehrmals pro Stunde. Dadurch wird die Haut an verschiedenen Stellen abwechselnd entlastet. Wechseldruckmatratzen werden meist bei Menschen mit besonders hohem Risiko für Druckgeschwüre verwendet – etwa bei beatmeten Patienten auf Intensivstationen, die sich nicht selbst bewegen können.

    Welche weiteren Hilfsmittel gibt es?

    Auflagen aus Schaffell sind eine weitere Möglichkeit, die Haut zu schützen. Manche Menschen empfinden Schaffelle aber als unangenehm, da die Haut bei längerem Kontakt sehr warm werden kann.

    Druckgeschwüre entstehen häufig an den Fersen. Deshalb werden die Fersen manchmal vorbeugend mit Kissen hochgelagert oder Fersenschoner aus Fell oder Schaumstoff verwendet. Ob dies tatsächlich vor Druckgeschwüren schützen kann, ist nicht nachgewiesen. Einige Menschen finden Fersenschoner auch unangenehm und lehnen es ab, sie zu tragen. Zudem bestehen Bedenken, dass sie das Risiko für Stürze erhöhen können, wenn man damit aufsteht und herumläuft.

    Hilfsmittel wie Lagerungs- oder Sitzkissen sind ebenfalls noch nicht ausreichend untersucht.

    Wie können Angehörige helfen?

    Pflegende tun möglicherweise manches, was eine im Bett liegende Person eigentlich noch selbst tun könnte oder wofür sie nur wenig Unterstützung bräuchte – etwa, sich im Bett umzudrehen. Besser ist es, nur so viel zu helfen, wie nötig ist – dies fördert die Selbstständigkeit des betreuten Menschen und hilft, einem Druckgeschwür vorzubeugen.

    Wer einen Angehörigen zu Hause pflegt oder im Krankenhaus oder Pflegeheim besucht, kann ihm oder ihr bei kleinen Bewegungen helfen, wie ein paar Schritte zum Tisch zu gehen und sich zur Mahlzeit auf einen Stuhl zu setzen.

    Wenn jemand über lange Zeit im Bett liegen muss, wird meist gemeinsam mit den Pflegekräften eine Pflegeplanung erstellt. Darin kann festgelegt werden, wie oft am Tag die Position gewechselt wird. Es ist für alle Beteiligten wichtig, darauf achten, dass solche Maßnahmen regelmäßig umgesetzt werden. Zu ihnen gehört auch, Inkontinenz-Windeln oder -Einlagen regelmäßig zu wechseln.

    Wenn eine gerötete oder wunde Stelle auffällt, sollte man die Pflegekräfte, die Ärztinnen oder Ärzte rasch darauf aufmerksam machen. Sie können die betroffene Stelle dann genauer untersuchen. Wichtig ist in jedem Fall, dafür zu sorgen, dass die betroffene Hautstelle von Druck entlastet wird.

    Angehörige können in Pflegekursen verschiedene Bewegungs- und Lagerungstechniken erlernen. Die Kranken- oder Pflegekassen übernehmen für viele zu Hause benötigte Hilfsmittel die Kosten und verleihen zum Beispiel Pflegebetten. Zudem gibt es in vielen Städten Pflegeberatungsstellen, die auch bei Fragen rund um die Dekubitus-Vorbeugung Hilfe anbieten.

    Quellen

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