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Golferarm (Golferellenbogen)

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    Typisch für einen Golferarm sind Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens. Ursache sind meist einseitige oder starke Belastungen – etwa Sportarten wie Golf oder handwerkliche Tätigkeiten. Ein Golferarm wird in erster Linie mit Dehn- und Kräftigungsübungen behandelt.

    Einleitung

    Ein Golferarm ist meist die Folge von einseitigen oder starken Belastungen – etwa bei Sportarten wie Golf oder bei handwerklichen Tätigkeiten.

    Typisch für einen Golferarm sind Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens. Die Schmerzen können aber auch in den ganzen Arm ausstrahlen.

    Häufig erfordert ein Golferarm Geduld: Die Beschwerden verschwinden oft erst nach einigen Monaten wieder. Ein Golferarm wird in erster Linie mit Dehn- und Kräftigungsübungen behandelt.

    Symptome

    Bei einem Golferarm schmerzt die Innenseite des Ellenbogens. Die Schmerzen treten meist nur bei Bewegung oder Berührung auf und können in den Unter- und Oberarm sowie in die Hand ausstrahlen. Sie entstehen vor allem beim Beugen des Handgelenks, zum Beispiel wenn man schreibt oder einen Gegenstand anhebt – oder bei Schlagbewegungen aus dem Handgelenk, wie beim Golf. Zudem fällt es schwer, kräftig zuzugreifen, und manchmal ist der Arm weniger beweglich als zuvor.

    In Ruheposition können die Schmerzen nachlassen. Die Beschwerden können aber auch nachts auftreten und den Schlaf stören.

    Beschwerden an der Außenseite des Ellenbogens weisen auf einen „Tennisarm“ hin. Sie werden meist ähnlich wie beim Golferarm behandelt.

     

    Grafik: Schmerzregion bei Golferarm - wie im Text beschrieben Schmerzregion bei Golferarm

    Ursachen und Risikofaktoren

    Bei einem Golferarm schmerzt der Ansatz der Muskelsehnen im Innenbereich des Ellenbogens. Hier setzen die Sehnen an, die an der Beugung des Handgelenks beteiligt sind. Deshalb können belastende Hand- und Armbewegungen wie Beugen, Strecken, Drehen, Greifen und Heben zu den typischen Beschwerden führen.

    Oft trifft es Menschen, die ihre Unterarmmuskulatur normalerweise wenig fordern und sie dann plötzlich stark belasten. Die Beschwerden können nach kurzen starken Belastungen auftreten. Sie können sich aber auch durch regelmäßige einseitige Belastungen über längere Zeit entwickeln. Mögliche Ursachen sind:

    • Sportarten wie Golf, Gewichtheben oder Werfen
    • Arbeiten wie Malern, Hämmern, Autos reparieren und Holzhacken
    • Computerarbeit
    • Kochen (zum Beispiel schneiden oder schälen)

    Ein Golferarm kann also tatsächlich durch Golf spielen verursacht werden. Bei den meisten Menschen hat er aber nichts mit dieser Sportart zu tun.

    Früher dachte man, dass eine Entzündung in der Muskulatur die Beschwerden verursacht. Dies ist jedoch nicht der Fall. Eine Rolle spielt wahrscheinlich, dass Über- oder Fehlbelastungen zu kleinen Verletzungen und zum Verschleiß am Ansatz der Muskelsehnen führen. Was genau einen Golferarm verursacht, ist noch nicht geklärt.

    Häufigkeit

    Weniger als 1 % der Bevölkerung hat einen Golferarm. Die Beschwerden treten meist zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Der Golferarm ist deutlich seltener als ein Tennisarm. Frauen und Männer sind ähnlich häufig betroffen.

    Verlauf

    Manchmal verschwinden die Beschwerden schon nach wenigen Wochen wieder. Oft dauern sie jedoch einige Monate an. Etwa 80 % der Betroffenen sind innerhalb eines Jahres schmerzfrei. Bei den anderen dauern die Beschwerden länger an.

    Diagnose

    Die Ärztin oder der Arzt fragt zunächst, bei welchen Tätigkeiten die Beschwerden spürbar sind und ob es Vorerkrankungen gibt. Dann untersucht sie oder er den Arm und prüft, welche Bewegungen die Schmerzen auslösen. Dabei wird beispielsweise der Arm mit der Handfläche nach unten ausgestreckt und die Hand gegen Widerstand nach unten gedrückt.

    Meist reicht die körperliche Untersuchung aus, um einen Golferarm festzustellen. Röntgenuntersuchungen, Ultraschall oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) sind nur sinnvoll, wenn der Verdacht auf eine andere Erkrankung besteht.

    Behandlung

    Anders als beim Tennisarm gibt es bislang kaum Studien, die untersucht haben, welche Behandlungen beim Golferarm helfen. Beides wird bislang sehr ähnlich behandelt, da die Ursachen und Beschwerden vergleichbar sind. Meist verschwinden die Beschwerden nach einigen Monaten auch ohne größere Behandlung. In erster Linie erfordert ein Golferarm Geduld.

    Zunächst kann es helfen, die Tätigkeiten möglichst zu vermeiden, die die Schmerzen hervorrufen – oder die Belastungen so zu verringern, dass die Beschwerden nachlassen. Anschließend kann der Golferarm mit Dehn- und Kräftigungsübungen behandelt werden.

    Schmerzmedikamente und Kortisonspritzen können die Beschwerden vermutlich kurzfristig lindern. Ein Nachteil von Kortisonspritzen ist jedoch, dass sie möglicherweise den Heilungsprozess stören. Darüber hinaus werden viele weitere Behandlungen angeboten, deren Nutzen bisher unklar ist – zum Beispiel Stoßwellentherapien, Massagen und Akupunktur.  Diese werden von den gesetzlichen Krankenkassen häufig nicht bezahlt.

    Weitere Informationen

    Die Hausarztpraxis ist meist die erste Anlaufstelle, wenn man krank ist oder bei einem Gesundheitsproblem ärztlichen Rat braucht. Wir informieren darüber, wie man die richtige Praxis findet, wie man sich am besten auf den Arztbesuch vorbereitet und was dabei wichtig ist.

    Quellen

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    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Mehr Wissen: Wie wird ein Tennisarm oder Golferarm behandelt?

    Die Beschwerden eines Tennisarms (Tennisellenbogens) oder Golferarms (Golferellenbogens) verschwinden meist nach einigen Monaten auch ohne größere Behandlung. Dehn- und Kräftigungsübungen können dazu beitragen, dass die Beschwerden schneller abklingen. Zur Behandlung werden auch viele Methoden angeboten, deren Nutzen nicht nachgewiesen ist.

    Ein Tennis- oder Golferarm kann hartnäckig sein und viele alltägliche Aktivitäten erschweren. Er schmerzt und schränkt meist die Beweglichkeit von Arm und Handgelenk ein. Die typischen Beschwerden an der Außen- bzw. Innenseite des Ellenbogens können nach regelmäßiger einseitiger Belastung der Armmuskulatur auftreten.

    Die Liste der Behandlungsangebote ist lang, viele von ihnen sind aber kaum untersucht. Zur Therapie des Golferarms gibt es fast gar keine Studien. Grundsätzlich kann ein Golferarm ähnlich behandelt werden wie ein Tennisarm.

    Die Beschwerden eines Tennisarms (Tennisellenbogens) oder Golferarms (Golferellenbogens) verschwinden meist nach einigen Monaten auch ohne größere Behandlung. Dehn- und Kräftigungsübungen können dazu beitragen, dass die Beschwerden schneller abklingen. Zur Behandlung werden auch viele Methoden angeboten, deren Nutzen nicht nachgewiesen ist.

    Ein Tennis- oder Golferarm kann hartnäckig sein und viele alltägliche Aktivitäten erschweren. Er schmerzt und schränkt meist die Beweglichkeit von Arm und Handgelenk ein. Die typischen Beschwerden an der Außen- bzw. Innenseite des Ellenbogens können nach regelmäßiger einseitiger Belastung der Armmuskulatur auftreten.

    Die Liste der Behandlungsangebote ist lang, viele von ihnen sind aber kaum untersucht. Zur Therapie des Golferarms gibt es fast gar keine Studien. Grundsätzlich kann ein Golferarm ähnlich behandelt werden wie ein Tennisarm.

    Welche Behandlungen werden angeboten?

    Ärztinnen und Ärzte schlagen beim Tennis- wie beim Golferarm zum Teil ganz unterschiedliche Therapien vor. Den bisherigen Studien zufolge können die folgenden Behandlungen helfen:

    • Dehn- und Kräftigungsübungen: spezielle Übungen, die die Arm- und Handgelenksmuskulatur dehnen und stärken.
    • manuelle Therapie: Dazu können aktive und passive Bewegungsübungen, aber auch Massagen gehören.
    • Schmerzmedikamente: vor allem nicht steroidale Antirheumatika (NSAR).
    • Injektionen: Spritzen mit Kortison.
    • Ultraschalltherapie: Der Arm wird mit hochfrequenten Schallwellen bestrahlt. Dabei wird das Gewebe erwärmt, was die Durchblutung verbessert.

    In erster Linie kann eine Kombination von Dehn- und Kräftigungsübungen die Beschwerden lindern. NSAR kommen für eine kurzfristige Behandlung infrage. Kortisonspritzen wirken ebenfalls schmerzlindernd, können aber den Heilungsprozess stören.

    Für die Wirksamkeit der meisten folgenden Behandlungen, die ebenfalls bei einem Tennis- oder Golferarm angeboten werden, fehlen wissenschaftliche Nachweise:

    • Schienen / Bandagen: Sie werden um den Ellenbogen oder am Unterarm getragen und sollen die Muskulatur entlasten.
    • Injektionen: Spritzen in den Ellenbogen, mit verschiedenen Wirkstoffen wie Botox, Hyaluronsäure oder Eigenblut.
    • extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT): Ein Gerät erzeugt Stoß- oder Druckwellen, die über die Haut auf das Gewebe übertragen werden. Dies soll die Durchblutung im Gewebe verbessern und den Heilungsprozess fördern.
    • Lasertherapie: Das Gewebe wird mit gebündelten Lichtstrahlen behandelt. Dies soll die Durchblutung und den Zellstoffwechsel anregen.
    • transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS): TENS-Geräte übertragen elektrische Reize über die Haut auf das Nervensystem. Sie sollen die Weiterleitung des Schmerzreizes ans Gehirn stören.
    • Akupunktur: Die Akupunkturnadeln werden an bestimmten Stellen in die Hautoberfläche des Arms gestochen. Auch dies soll die Schmerzwahrnehmung mindern.
    • Kälte: Der Ellenbogen wird regelmäßig mit Eisbeuteln gekühlt.
    • Massagen: Beim Tennis- oder Golferarm ist die sogenannte Querfriktionsmassage gängig. Sie setzt an den Sehnen und Muskeln an, massiert wird mit ein oder zwei Fingerkuppen.
    • Operationen: Es gibt verschiedene Eingriffe, bei denen meist Teile der Unterarmmuskulatur abgelöst sowie schmerzleitende Nerven durchtrennt und verödet werden.

    Hilft es, den Arm zu schonen?

    In den ersten Tagen oder Wochen nach Auftreten der Beschwerden ist es sinnvoll, den Arm möglichst wenig zu belasten und vor allem die Belastungen zu vermeiden, die die Schmerzen hervorrufen. Treten sie zum Beispiel bei bestimmten Kraftübungen auf, sollte man einige Wochen auf sie verzichten. Lassen sich bestimmte Tätigkeiten nicht ganz vermeiden – etwa Computerarbeit, Heben oder Schreiben – sollte die Belastung zumindest soweit verringert werden, dass die Schmerzen nachlassen.

    Manche Menschen tragen eine Schiene oder Bandage, um die Muskulatur zu entlasten. Es ist jedoch unklar, ob dies hilfreich ist.

    Erst wenn die Schmerzen deutlich abgeklungen sind, kann der Arm langsam wieder stärker belastet und mit täglichen Kräftigungsübungen begonnen werden.

    Wie gut helfen Dehn- und Kräftigungsübungen?

    Spezielle Dehn- und Kräftigungsübungen können den Heilungsprozess beschleunigen. Studien zeigen, dass Menschen, die konsequent solche Übungen machen, schneller schmerzfrei werden. Zudem verbessern die Übungen die Beweglichkeit. Eine manuelle Therapie kann ebenfalls helfen.

    Gegen Tennisarm-Beschwerden ist die sogenannte exzentrische Trainingstherapie am besten untersucht. Bei dieser Behandlungsform wird die Streckmuskulatur im Unterarm zugleich gedehnt und gestärkt. Welche Übungen der exzentrischen Trainingstherapie am wirksamsten sind, ist noch nicht ausreichend erforscht. Wie wirksam einfache Dehnübungen (Stretching) sind, ist ebenfalls unklar.

    Den bisherigen Studien zufolge ist es am wirksamsten, die Übungen etwa dreimal täglich über etwa 1 bis 3 Monate durchzuführen. Man kann damit beginnen, sobald die Schmerzen es zulassen. Wichtig ist, vorsichtig anzufangen und den Arm nicht zu überlasten. Wird der Arm zu stark belastet, können solche Übungen die Tennisarm-Beschwerden wieder verstärken.

    Können Tabletten oder Salben helfen?

    Nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac können die Schmerzen wahrscheinlich etwas lindern. Sie bieten sich vor allem zu Anfang an, wenn die Schmerzen am stärksten sind. Die Mittel können als Gel auf den Ellenbogen aufgetragen oder als Tablette eingenommen werden. NSAR eignen sich nicht zur Einnahme über längere Zeit, da sie unter anderem zu Magenproblemen führen können. Es gibt keine Hinweise darauf, dass sie die Heilung beschleunigen.

    Helfen Spritzen in den Ellenbogen?

    Bei einem Tennis- oder Golferarm werden oft verschiedene Injektionsbehandlungen angeboten. Den bisherigen Studien zum Tennisarm zufolge halten sie meist nicht das, was sie versprechen. Zudem können sie Nebenwirkungen haben. In der Regel sind es vorübergehende wie etwa Schmerzen an der Einstichstelle. Mit jeder Spritze ist ein geringes Risiko für Entzündungen oder Verletzungen im Ellenbogen verbunden. Die Spritzen enthalten meist folgende Wirkstoffe:

    • Kortison: wirkt entzündungshemmend. Studien zeigen, dass Kortisonspritzen die Schmerzen vorübergehend lindern können. Allerdings gibt es Hinweise, dass sie die Heilung behindern können: So hatten Menschen, die anfangs einige Kortisonspritzen bekamen, nach einigen Monaten mehr Schmerzen als Menschen, die keine Kortisonspritzen bekamen. Häufige Kortisonspritzen bergen beispielsweise das Risiko, dass sich Gewebe zurückbildet (Atrophie) und eine sichtbare Delle am Ellenbogen verbleibt.
    • Hyaluronsäure: ein körpereigener Stoff, der sich in Gewebe und Gelenken findet. Er wird meist zur Behandlung von Arthrose eingesetzt. Eine Studie deutet an, dass Hyaluronsäure bei Tennisarm-Beschwerden wirksam sein könnte. Um ihre Vor- und Nachteile zu beurteilen, sind aber weitere Studien nötig.
    • Botox: hemmt die Signalübertragung zwischen Nervenzellen. Dadurch lähmt es die Muskulatur. Den bisherigen Studien zufolge kann Botox die Schmerzen allenfalls geringfügig lindern. Zudem können Botox-Spritzen Nebenwirkungen wie Lähmungserscheinungen in den Fingern haben, die einige Wochen andauern können.
    • Eigenblutspritzen: Dazu wird Blut aus der Armvene entnommen und anschließend in den Ellenbogen gespritzt. Vor dem Spritzen kann das Blut auf unterschiedliche Art bearbeitet werden. Eine gängige Form der Eigenblutbehandlung ist das plättchenreiche Plasma (PRP). Dabei wird das Blut in einer Zentrifuge in verschiedene Bestandteile getrennt. In den Ellenbogen wird dann eine konzentrierte Lösung mit Blutplättchen gespritzt. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Eigenbluttherapie wirksam ist.

    Die bisherigen Studien sprechen also dafür, sehr vorsichtig zu sein, wenn Injektionsbehandlungen angeboten werden. Spritzen kommen normalerweise nur dann infrage, wenn die Schmerzen sehr belastend sind und anders nicht abklingen.

    Weitere Behandlungen

    Für die Ultraschalltherapie deuten wenige Studien eine geringfügig schmerzlindernde Wirkung an. Es dauert vermutlich etwa 5 bis 10 Wochen, bis die Behandlung mit Ultraschallwellen spürbar wirkt. Die Therapie hat kaum Nebenwirkungen.

    Keine Nachweise gibt es bislang für die Wirkung folgender Behandlungen: extrakorporale Stoßwellentherapie, transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) und Lasertherapie. Diese Behandlungen wurden zum Teil in guten Studien untersucht, die keine lindernde Wirkung feststellen konnten. Besonders die extrakorporale Stoßwellentherapie kann jedoch Nebenwirkungen haben. In den Studien kam es unter anderem zu Hautrötungen, Schmerzen, Blutergüssen und Übelkeit.

    Ob Massagen oder Akupunktur helfen, ist unklar. Wie sinnvoll die Kältebehandlung ist, lässt sich nicht beurteilen.

    Operationen werden meist erst angeboten, wenn die Beschwerden viele Monate bis Jahre bestehen und andere Behandlungen nicht geholfen haben. Ob eine Operation dann die Beschwerden lindern kann, lassen die bisher wenigen Studien dazu offen.

    Quellen

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    Mehr Wissen: Golferarm: Kraft- und Dehnübungen

    Spezielle Dehn- und Kräftigungsübungen sollen dazu beitragen, dass ein Golferarm schneller abheilt. Wie die folgenden Übungsbeispiele zeigen, sind sie leicht machbar und lassen sich gut in den Alltag einbauen.

    Bei den meisten Menschen verschwinden Golferarm-Beschwerden innerhalb eines Jahres auch ohne größere Behandlung wieder. Dehn- und Kräftigungsübungen sollen dazu beitragen, dass sie schneller abklingen. Bei der exzentrischen Trainingstherapie wird die Beugemuskulatur im Unterarm gestärkt – also die Muskulatur, die beispielsweise beim Schlag eines Golfballs oder beim Rudern belastet wird. Regelmäßiges Dehnen (Stretching) wird ebenfalls häufig empfohlen – auch wenn die Wirksamkeit von Dehnübungen bislang unklar ist.

    Welche Übungen sinnvoll sind, kann mit Physiotherapeutinnen oder Physiotherapeuten, Ärztinnen oder Ärzten besprochen werden.

    Spezielle Dehn- und Kräftigungsübungen sollen dazu beitragen, dass ein Golferarm schneller abheilt. Wie die folgenden Übungsbeispiele zeigen, sind sie leicht machbar und lassen sich gut in den Alltag einbauen.

    Bei den meisten Menschen verschwinden Golferarm-Beschwerden innerhalb eines Jahres auch ohne größere Behandlung wieder. Dehn- und Kräftigungsübungen sollen dazu beitragen, dass sie schneller abklingen. Bei der exzentrischen Trainingstherapie wird die Beugemuskulatur im Unterarm gestärkt – also die Muskulatur, die beispielsweise beim Schlag eines Golfballs oder beim Rudern belastet wird. Regelmäßiges Dehnen (Stretching) wird ebenfalls häufig empfohlen – auch wenn die Wirksamkeit von Dehnübungen bislang unklar ist.

    Welche Übungen sinnvoll sind, kann mit Physiotherapeutinnen oder Physiotherapeuten, Ärztinnen oder Ärzten besprochen werden.

    Was ist exzentrisches Training?

    Grundsätzlich wird beim Muskeltraining zwischen konzentrischen und exzentrischen Bewegungen unterschieden. Bei einer konzentrischen Bewegung zieht sich der Muskel zusammen – bei einer exzentrischen Bewegung dehnt sich der Muskel. Ein Beispiel für eine konzentrische Übung ist, wenn eine Hantel in der Hand gehalten und zum Körper hingeführt wird. Bei einer exzentrischen Übung senkt man den Arm mit der Hantel langsam ab. Das langsame Abbremsen der Belastung stärkt die Muskulatur.

    Exzentrisches Training stärkt die Muskulatur, die beispielsweise beim Schlag eines Golfballs belastet wird.

    Exzentrisches Training: Beispiel

    1. Eine Hantel in die Hand des betroffenen Arms nehmen und sich hinsetzen.
    2. Den Arm auf den Oberschenkel legen, mit der Handinnenfläche nach oben. Der Ellenbogen ist angewinkelt und das Handgelenk gestreckt.
    3. Die Hand mit der Hantel langsam absenken.
    4. Mit der freien Hand helfen, die Hand wieder in die Ausgangsposition zu bringen.
    5. Etwa 10- bis15-mal wiederholen.
    6. Nach einer kurzen Pause zwei weitere Durchläufe anschließen.

     

    Animation: Exzentrisches Training bei Golferarm Exzentrisches Training bei Golferarm

    Wichtig ist, keine zu schwere Hantel zu nehmen. Sie soll etwa 30 % des Gewichts haben, das man maximal halten kann. Leichte Schmerzen sind in Ordnung, man sollte den Arm jedoch nicht überlasten.

    Dehnen (Stretching)

    Beim Stretching wird die Beugemuskulatur des Handgelenks am Unterarm gedehnt. Stretching wird empfohlen, um die Beweglichkeit von Arm und Handgelenk zu verbessern. Solche Dehnübungen können entweder aktiv oder passiv durchgeführt werden. Aktiv heißt: Man führt sie selbst aus. Passiv bedeutet, dass zum Beispiel die Physiotherapeutin oder der Trainingspartner den Körperteil dehnt.

    Beispielübung:

    1. Den betroffenen Arm ausstrecken, sodass die Handfläche zur Decke zeigt.
    2. Das Handgelenk locker lassen, sodass die Hand nach unten fällt.
    3. Mit der anderen Hand die Hand des betroffenen Arms zum Körper ziehen.
    4. Die Dehnung etwa 30 bis 45 Sekunden halten.
    5. Etwa 30 Sekunden Pause machen.
    6. Die Übung dreimal wiederholen.

    Dehnübungen sind etwa zweimal am Tag sinnvoll.

     

    Grafik: Dehnübungen bei Golferarm - wie im Text beschrieben Dehnübung bei Golferarm

    Quellen

    Amin NH, Kumar NS, Schickendantz MS. Medial epicondylitis: evaluation and management. J Am Acad Orthop Surg 2015; 23(6): 348-355.

    Saueressig T. Evidenzbasierte Physiotherapie. Golferarm (Mediale Epicondylitis). 07.10.2016.

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