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Vergrößerte Hämorrhoiden

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    Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Sie sind nichts anderes als gut durchblutete Gefäßpolster am Ausgang des Enddarms. Beschwerden verursachen Hämorrhoiden nur, wenn sie sich vergrößern. Viele Menschen haben damit zu tun – laut Schätzungen etwa jeder zweite Erwachsene über 30.

    Einleitung

    Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Sie sind nichts anderes als gut durchblutete Gefäßpolster am Ausgang des Enddarms, kurz oberhalb des Afters. Zusammen mit dem Schließmuskel ermöglichen sie die Kontrolle der Darmentleerung. Doch wer von „Hämorrhoiden“ spricht, meint meist Beschwerden wie Jucken oder Blutungen, die durch vergrößerte Hämorrhoiden entstehen können. Ärztinnen und Ärzte sprechen dann von einem „Hämorrhoidalleiden“.

    Vergrößerte Hämorrhoiden sind vielen Menschen peinlich: Sie scheuen sich, über ihre Beschwerden zu sprechen oder in eine Arztpraxis zu gehen. Manche haben vielleicht auch Angst vor einer Untersuchung oder einer ernsthaften Erkrankung. Die Beschwerden ärztlich abklären zu lassen, ist aber eine wichtige Voraussetzung, um sie richtig behandeln zu können.

    Symptome

    Ein Hämorrhoidalleiden kann unterschiedliche Beschwerden verursachen. Oft sind es Juckreiz, Nässen oder Brennen am After. Auch schmerzlose Blutungen sind häufig. Dazu kann es kommen, wenn fester Stuhl die dünnen Gefäßwände der Hämorrhoiden beschädigt. Blutungen aus Hämorrhoiden zeigen sich meist als hellrote bis rote Blutspuren auf dem Toilettenpapier oder dem Stuhl. Bei Blut im Stuhl sollte man aber keine Eigendiagnose stellen, sondern dieses Symptom ärztlich abklären lassen.

    Hämorrhoiden können auch aus dem After heraustreten und als weiche Knoten sichtbar werden. Dies wird als Hämorrhoiden-Vorfall (Hämorrhoidal-Prolaps) bezeichnet. Manchmal werden Hämorrhoiden auch mit Marisken verwechselt. Marisken sind Hautläppchen, die sich am After bilden und ähnliche Symptome verursachen können.

    Je größer die Hämorrhoiden sind, umso stärker sind in der Regel die Beschwerden. Sie können ein Druck- oder Fremdkörpergefühl im Analbereich verursachen und das Sitzen sehr unangenehm machen. Es kann auch das Gefühl entstehen, dass der Darm trotz Toilettengang nicht richtig leer wird. Vor allem bei Blähungen kann manchmal unabsichtlich etwas Schleim oder Stuhl abgehen. Bei einem weit fortgeschrittenen Hämorrhoidalleiden können starke Schmerzen auftreten.

    Je nach Ausprägung unterscheidet man vier Schweregrade:

    • Grad 1: Die Hämorrhoiden sind nur leicht vergrößert und von außen nicht sichtbar.
    • Grad 2: Die stärker vergrößerten Hämorrhoiden können beim Stuhlgang, seltener auch bei anderen körperlichen Aktivitäten aus dem After heraustreten. Sie ziehen sich aber von selbst wieder zurück.
    • Grad 3: Die Hämorrhoiden treten beim Stuhlgang oder bei anderen körperlichen Aktivitäten aus dem After heraus. Sie ziehen sich nicht wieder von selbst zurück, können aber mit der Hand zurückgeschoben werden.
    • Grad 4: Die Hämorrhoiden sind dauerhaft aus dem After ausgetreten und können nicht mehr zurückgeschoben werden. In den meisten Fällen ragt dabei auch ein kleines Stück der Analschleimhaut aus dem After heraus. Dies wird auch als Analprolaps bezeichnet.

    Hämorrhoiden-Gewebe, Ansicht im Längsschnitt: normal und vergrößert - wie im Text beschrieben Hämorrhoiden-Gewebe, Ansicht im Längsschnitt: normal (oben) und vergrößert (unten)

    Ursachen und Risikofaktoren

    Ein erhöhter Druck auf den Analkanal (das letzte Stück des Enddarms) kann dazu führen, dass sich die Hämorrhoiden vergrößern. Verschiedene Faktoren können dies begünstigen, zum Beispiel:

    • Übergewicht
    • chronische Verstopfung
    • häufiger Durchfall
    • regelmäßiges Heben schwerer Lasten
    • Schwangerschaft und Geburt

    Das Risiko, dass sich Hämorrhoiden vergrößern, nimmt mit dem Alter zu – wahrscheinlich deshalb, weil das Gewebe mit der Zeit schwächer wird. Vermutlich gibt es auch eine familiäre Veranlagung für vergrößerte Hämorrhoiden.

    Häufigkeit

    Etwa 4 von 100 Erwachsenen lassen sich in Deutschland jährlich wegen vergrößerter Hämorrhoiden ärztlich behandeln. Doch längst nicht alle Betroffenen nehmen ärztliche Hilfe in Anspruch. Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte aller Erwachsenen über 30 Jahre im Laufe des Lebens Beschwerden bekommt.

    Verlauf

    Wie sich vergrößerte Hämorrhoiden entwickeln, lässt sich nicht vorhersagen. Die Beschwerden und Symptome können stärker werden. Es kann aber auch sein, dass sich die Hämorrhoiden nicht weiter vergrößern und die Beschwerden wieder nachlassen. Bereits vergrößerte Hämorrhoiden werden jedoch nicht von selbst wieder kleiner.

    Bei vergrößerten Hämorrhoiden kann es zudem zu Hautreizungen kommen, die wiederum Analekzeme begünstigen. Bei einem Analekzem ist die Haut am After rot und entzündet, sie nässt und juckt. Es können sich auch Bläschen und Schorf bilden.

    Diagnose

    Bei einem ersten Gespräch fragt die Ärztin oder der Arzt zunächst nach den Beschwerden und nach anderen Erkrankungen. Dann wird der After untersucht, um festzustellen, ob er entzündet ist und ob vergrößerte Hämorrhoiden beim Pressen nach außen treten oder bereits herausgetreten sind.

    Je nach Beschwerden kommen verschiedene Untersuchungen infrage. Wenn sich Blut auf dem Stuhl befindet, schlagen Ärztin oder Arzt möglicherweise eine Darmspiegelung vor. Manche Menschen haben Angst vor den Untersuchungen und möglichen Schmerzen. Die meisten Untersuchungen sind aber schmerzfrei, auch wenn sie als unangenehm oder peinlich empfunden werden können. Für das medizinische Personal sind sie ein normaler Teil ihres Berufsalltags.

    Die Ärztin oder der Arzt beginnt in der Regel mit einer Tastuntersuchung: Mit einem Handschuh und etwas Gleitmittel wird ein Finger in den After eingeführt. Der Analkanal wird von innen mit kreisenden Bewegungen abgetastet. So können die Schließmuskeln und die Beschaffenheit der Analschleimhaut untersucht werden. Hämorrhoiden 1. Grades sind meist nicht tastbar. Die Tastuntersuchung kann aber helfen, andere Krankheiten auszuschließen. Die Untersuchung verursacht normalerweise keine Schmerzen.

    Bei einem Verdacht auf vergrößerte Hämorrhoiden schließt sich dann in der Regel eine Enddarmspiegelung (Proktoskopie) an. Dabei wird die Schleimhaut des Enddarms untersucht. Dies geschieht mithilfe eines Proktoskops, einem kurzen Rohr mit eingebauter Lichtquelle und Linse. Die Ärztin oder der Arzt kann mithilfe des Proktoskops sehen, ob und wie stark die Hämorrhoiden vergrößert sind. Die Untersuchung dauert einige Minuten und verursacht normalerweise keine Schmerzen. Zur Vorbereitung wird der Enddarm entleert. Dafür können ein Abführmittel, Zäpfchen oder Einlauf nötig sein.

    Behandlung

    Welche Behandlung infrage kommt, hängt vor allem von der Größe der Hämorrhoiden und der Stärke der Beschwerden ab. Bei leicht vergrößerten Hämorrhoiden reicht es unter Umständen aus, Verstopfungen zu vermeiden und das Verhalten beim Stuhlgang zu verändern. Es gibt viele Ratschläge und Hausmittel zur Selbstbehandlung von Beschwerden durch vergrößerte Hämorrhoiden – etwa sich anders ernähren, Salben anwenden oder Sitzbäder machen. Einige Ratschläge können tatsächlich helfen, viele sind aber wissenschaftlich nicht gut untersucht.

    Bei unangenehmen und belastenden Beschwerden ist es sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen. Mögliche Ansprechpartner sind die Hausärztin, der Hausarzt oder Proktologen. Proktologen sind Ärztinnen und Ärzte, die sich auf die Behandlung von Erkrankungen des Enddarms spezialisiert haben.

    Mit einer Ärztin oder einem Arzt lässt sich zum Beispiel besprechen, ob eine Operation helfen könnte und welche anderen Möglichkeiten es gibt. Gegen Hämorrhoiden 1. und 2. Grades kommt zum Beispiel eine Verödungstherapie infrage, bei Grad 2 und 3 eine Gummibandligatur. Bei der Verödungstherapie wird ein Wirkstoff gespritzt, der die Durchblutung der Hämorrhoiden verringert. Bei der Gummibandligatur werden Hämorrhoiden abgebunden, sodass sie nach einiger Zeit abfallen. Bei Hämorrhoiden 3. oder 4. Grades kann eine Operation erforderlich sein, bei der die vergrößerten Gefäßpolster entfernt werden.

    Weitere Informationen

    Manche Behandlungen und Operationen sind nur in einem Krankenhaus möglich – wie bei vergrößerten Hämorrhoiden. Wir informieren darüber, wie man sich am besten darauf vorbereitet: zum Beispiel, welche Abläufe einen dort erwarten, welche Unterlagen zur Aufnahme in die Klinik benötigt werden und wofür Zuzahlungen zu leisten sind.

    Quellen

    Abramowitz L, Weyandt GH, Havlickova B, Matsuda Y, Didelot JM, Rothhaar A et al. The diagnosis and management of haemorrhoidal disease from a global perspective. Aliment Pharmacol Ther 2010; 31 (Suppl 1): 1-58.

    Acheson AG, Scholefield JH. Management of haemorrhoids. BMJ 2008; 336(7640): 380-383.

    Alexander K, Daniel WG, Diener HG, Freund M, Köhler H, Matern S. Thiemes Innere Medizin (TIM). Stuttgart: Thieme; 1999.

    Alonso-Coello P, Guyatt GH, Heels-Ansdell D, Johanson JF, Lopez-Yarto M, Mills E et al. Laxatives for the treatment of hemorrhoids. Cochrane Database Syst Rev 2005; (4): CD004649.

    Hahn EG, Riemann FJ. Klinische Gastroenterologie. Stuttgart: Thieme; 2000.

    Joos AK, Herold A. Hämorrhoidalleiden. Neue konservative und operative Therapien für ein weit verbreitetes Leiden. Der Gastroenterologe 2010; 5: 326-335.

    Klauber J, Geraedts M, Friedrich J, Wasem J. Krankenhaus-Report 2013. Mengendynamik: mehr Menge, mehr Nutzen? Stuttgart: Schattauer; 2013.

    Mounsey AL, Halladay J, Sadiq TS. Hemorrhoids. Am Fam Physician 2011; 84(2): 204-210.

    National Institute for Health and Care Excellence (NICE). Haemorrhoids. 2012.

    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Mehr Wissen: Was kann man selbst gegen Hämorrhoiden tun?

    Es gibt viele Tipps, was man tun kann, um Beschwerden durch vergrößerte Hämorrhoiden zu lindern – etwa Verstopfungen vermeiden, Sitzbäder nehmen oder spezielle Salben verwenden. Auch wenn manche Mittel die Beschwerden lindern können: Vergrößerte Hämorrhoiden bilden sich von selbst nicht zurück.

    Bei Problemen mit vergrößerten Hämorrhoiden spielen die Verdauung und das Verhalten beim Toilettengang eine wichtige Rolle. Um die Beschwerden zu lindern, kann man außerdem verschiedene Medikamente und andere Maßnahmen ausprobieren.

    Es gibt viele Tipps, was man tun kann, um Beschwerden durch vergrößerte Hämorrhoiden zu lindern – etwa Verstopfungen vermeiden, Sitzbäder nehmen oder spezielle Salben verwenden. Auch wenn manche Mittel die Beschwerden lindern können: Vergrößerte Hämorrhoiden bilden sich von selbst nicht zurück.

    Bei Problemen mit vergrößerten Hämorrhoiden spielen die Verdauung und das Verhalten beim Toilettengang eine wichtige Rolle. Um die Beschwerden zu lindern, kann man außerdem verschiedene Medikamente und andere Maßnahmen ausprobieren.

    Welche Rolle spielt das Verhalten beim Toilettengang?

    Bei vergrößerten Hämorrhoiden kann starkes Pressen die Beschwerden verstärken und Schmerzen verursachen. Starkes Pressen lässt sich aber vermeiden, wenn man

    • Verstopfungen vorbeugt, denn bei hartem Stuhl presst man automatisch stärker;
    • auf Körpersignale wie Stuhldrang achtet: Denn wer den Gang zur Toilette zu lange aufschiebt, kann Verstopfung bekommen;
    • entspannt und ohne Zeitdruck auf die Toilette geht.

    Wie lassen sich Verstopfungen vermeiden?

    Um Verstopfungen und starkes Pressen beim Stuhlgang zu vermeiden, werden häufig eine Ernährungsumstellung, ausreichend Trinken und Bewegung empfohlen. Oft wird zu ballaststoffreichem Essen mit Obst, Getreide, Gemüse und Hülsenfrüchten geraten, um den Stuhl weicher zu machen.

    Es gibt Hinweise aus Studien, dass pflanzliche Ballaststoffe wie Flohsamen die Häufigkeit von Blutungen verringern können. Ob sie auch andere Beschwerden lindern, ist nicht gut untersucht. Wer Flohsamen einnimmt, muss besonders darauf achten, ausreichend zu trinken. Ballaststoffe können aber auch zu Durchfall führen – mit der Folge, dass die Hämorrhoiden durch die häufigen Toilettengänge gereizt werden.

    Welchen Einfluss hat Hygiene?

    Reste des Stuhlgangs können die vergrößerten Hämorrhoiden zusätzlich reizen. Daher ist es wichtig, den After nach dem Stuhlgang sorgfältig zu reinigen, etwa indem man das Toilettenpapier mit Wasser anfeuchtet und den After anschließend abtrocknet. So lässt sich auch vermeiden, dass man beim Abputzen zu fest reibt und dadurch die Beschwerden verstärkt.

    Andererseits kann auch übertriebene Hygiene die Beschwerden verstärken. Viele Menschen greifen etwa zu feuchtem Toilettenpapier und Waschlotionen. Sie enthalten jedoch häufig Stoffe, die die Haut reizen und allergische Reaktionen hervorrufen können.

    Sind Sitzbäder eher nützlich oder schädlich?

    In der Regel wird für Sitzbäder klares Wasser verwendet. Es ist auch möglich, einen entzündungshemmenden Stoff wie Kamille, Hamamelis, Arnika, Eichenrinde oder Teebaumöl in das Wasser zu geben. Ob solche Sitzbäder helfen, ist nicht ausreichend untersucht. Manche dieser Zusätze können die Haut reizen oder verfärben. Auf Seife im Badewasser verzichtet man besser, da sie die empfindliche Haut des Afters ebenfalls reizen kann.

    Welche Salben gibt es?

    Gegen Hämorrhoiden-Beschwerden werden häufig entzündungshemmende Salben und Pasten mit Zink, Panthenol oder pflanzlichen Wirkstoffen wie Hamamelis oder Aloe Vera empfohlen. Diese Salben sollen Hautreizung und Jucken lindern.

    Manche Ärztinnen und Ärzte verordnen auch Salben, die die Haut örtlich betäuben, etwa mit dem Wirkstoff Lidocain. Es gibt außerdem kortisonhaltige Salben, die die Entzündung hemmen sollen. Diese Salben sollten nur für einen begrenzten Zeitraum angewendet werden.

    Kommen Analtampons und Zäpfchen infrage?

    Einige Wirkstoffe können auch in Form von Analtampons oder Zäpfchen angewendet werden. Ein Analtampon ist ein Zäpfchen mit Mullstreifen, das in den After eingeführt wird. Es verbleibt im Analkanal und gibt dort seinen Wirkstoff ab – im Gegensatz zum „normalen“ Zäpfchen, dessen Wirkstoffe im oberen Darmabschnitt freigesetzt werden. Ob Zäpfchen oder Analtampons Beschwerden lindern können, ist eine offene Frage.

    Quellen

    Abramowitz L, Weyandt GH, Havlickova B, Matsuda Y, Didelot JM, Rothhaar A et al. The diagnosis and management of haemorrhoidal disease from a global perspective. Aliment Pharmacol Ther 2010; 31 (Suppl 1): 1-58.

    Alonso-Coello P, Guyatt GH, Heels-Ansdell D, Johanson JF, Lopez-Yarto M, Mills E et al. Laxatives for the treatment of hemorrhoids. Cochrane Database Syst Rev 2005; (4): CD004649.

    Dat AD, Poon F, Pham KB, Doust J. Aloe vera for treating acute and chronic wounds. Cochrane Database Syst Rev 2012; (2): CD008762.

    Mounsey AL, Halladay J, Sadiq TS. Hemorrhoids. Am Fam Physician 2011; 84(2): 204-210.

    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Mehr Wissen: Welche Operationen kommen bei Hämorrhoiden infrage?

    Vergrößerte Hämorrhoiden verursachen manchmal so starke Beschwerden, dass eine Behandlung der Symptome allein nicht mehr ausreicht. Dann kommen verschiedene Eingriffe infrage, um das störende Gewebe zu entfernen.

    Hämorrhoiden sind gut durchblutete Gefäßpolster am Ausgang des Enddarms, kurz vor dem After. Wenn diese Polster vergrößert sind, können sie unangenehme Beschwerden verursachen. Welcher Eingriff dann geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie sehr die Hämorrhoiden vergrößert und wie stark die Beschwerden sind. Außerdem hat jedes Operationsverfahren seine Vor- und Nachteile. Je nach Art des Eingriffs können unterschiedlich starke Nebenwirkungen auftreten.

    Die Verödungstherapie und die sogenannte Gummibandligatur werden in der Regel ambulant und ohne Narkose durchgeführt. Bei vergrößerten Hämorrhoiden 3. oder 4. Grades raten Ärztinnen und Ärzte häufig zu einer Operation. Dabei ist eine Voll- oder Teilnarkose nötig. Man muss außerdem einige Tage im Krankenhaus bleiben und wird danach eine Zeitlang krankgeschrieben.

    Vergrößerte Hämorrhoiden verursachen manchmal so starke Beschwerden, dass eine Behandlung der Symptome allein nicht mehr ausreicht. Dann kommen verschiedene Eingriffe infrage, um das störende Gewebe zu entfernen.

    Hämorrhoiden sind gut durchblutete Gefäßpolster am Ausgang des Enddarms, kurz vor dem After. Wenn diese Polster vergrößert sind, können sie unangenehme Beschwerden verursachen. Welcher Eingriff dann geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie sehr die Hämorrhoiden vergrößert und wie stark die Beschwerden sind. Außerdem hat jedes Operationsverfahren seine Vor- und Nachteile. Je nach Art des Eingriffs können unterschiedlich starke Nebenwirkungen auftreten.

    Die Verödungstherapie und die sogenannte Gummibandligatur werden in der Regel ambulant und ohne Narkose durchgeführt. Bei vergrößerten Hämorrhoiden 3. oder 4. Grades raten Ärztinnen und Ärzte häufig zu einer Operation. Dabei ist eine Voll- oder Teilnarkose nötig. Man muss außerdem einige Tage im Krankenhaus bleiben und wird danach eine Zeitlang krankgeschrieben.

    Verödungstherapie

    Gegen Hämorrhoiden 1. oder 2. Grades kommt eine Verödungstherapie (auch „Sklerosierung“ oder „Injektionstherapie“ genannt) infrage. Bei dieser Therapie wird zunächst ein Proktoskop in den After eingeführt. Ein Proktoskop ist ein kurzes Rohr mit Lichtquelle, mit dem die Ärztin oder der Arzt die Analschleimhaut betrachten kann. Mithilfe des Proktoskops wird dann eine Flüssigkeit mit den Wirkstoffen Chinin, Polidocanol oder Zinkchlorid in den Bereich um die vergrößerten Hämorrhoiden gespritzt. Ziel des Eingriffs ist es, Blutgefäße zu veröden, um die Durchblutung der Hämorrhoiden zu verringern. Dadurch sollen sie schrumpfen. In der Regel sind mehrere Eingriffe notwendig, um alle vergrößerten Hämorrhoiden zu behandeln. Die Behandlungen erfolgen in der Regel im Abstand von wenigen Wochen.

    Manche Patientinnen und Patienten haben nach einem Eingriff Blutungen, leichte Schmerzen oder ein Druck- oder Fremdkörpergefühl. Selten kommt es auch zu Schwellungen oder Infektionen. Es kann sich auch ein schmerzhaftes Blutgerinnsel im Bereich des Afters bilden (Analthrombose). Nach zwei bis drei Jahren vergrößern sich bei vielen Menschen die Hämorrhoiden wieder.

    Gummibandligatur

    Diese Methode kommt vor allem bei Hämorrhoiden 2. Grades infrage. Sie wird aber auch bei kleineren Hämorrhoiden 3. Grades angewendet. Bei der Gummibandligatur (auch Gummiringligatur) führt die Ärztin oder der Arzt zunächst ein Proktoskop in den After ein. Mithilfe dieses Instruments wird dann ein kleiner Gummiring mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern über die vorstehenden Hämorrhoiden gestülpt. Der Ring schnürt die Durchblutung ab, sodass das Gewebe nach etwa drei bis fünf Tagen abstirbt. Das abgestorbene Gewebe und der Gummiring werden dann mit dem Stuhl unbemerkt ausgeschieden. Der Eingriff muss meist wiederholt werden, um alle vergrößerten Hämorrhoiden zu behandeln. Auch zwischen diesen Behandlungen liegen wenige Wochen.

    Studien zeigen, dass die Gummibandligatur gegenüber anderen Operationsverfahren bei Hämorrhoiden 2. Grades Vorteile hat. Die Patientinnen und Patienten hatten nach dem Eingriff weniger Schmerzen und konnten schneller an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Komplikationen nach dem Eingriff können beispielsweise Schmerzen, Blutungen, Thrombosen oder Abszesse sein. Auch nach einer Gummibandligatur vergrößern sich bei vielen Menschen die Hämorrhoiden erneut.

    Entfernung per Operation: die Hämorrhoidektomie

    Zur Entfernung (Ektomie) der vergrößerten Hämorrhoiden wird bei diesen Operationen eine Schere, ein Skalpell oder ein Laser eingesetzt. Bei einigen Verfahren bleibt die Operationswunde nach dem Eingriff offen, bei anderen wird sie teilweise oder ganz vernäht. Man spricht daher auch von „offenen“, „halboffenen“ oder „geschlossenen“ Operationstechniken. Ein Vorteil der offenen und halboffenen Techniken sind weniger Komplikationen mit der Naht und weniger Blutergüsse. Ein Nachteil ist, dass eine offene Wunde länger braucht, um abzuheilen.

    Unabhängig davon, welches Verfahren gegen Hämorrhoiden eingesetzt wird, haben die meisten Patientinnen und Patienten nach einer Operation Schmerzen im Analbereich. So kann die Entleerung des Darms schmerzhaft sein und das Sitzen Probleme bereiten. Diese Beschwerden können in der Regel mit Schmerzmitteln behandelt werden. Außerdem kann es zu Nachblutungen, Wundinfekten, Abszessen, einer Verengung des Darmausgangs (Analstenose) oder selten auch zu einer Stuhlinkontinenz kommen. Bei einer Stuhlinkontinenz kann man den Stuhlgang nicht mehr willentlich kontrollieren.

    Stapler-Operation

    Eine neuere Methode ist die Stapler-Operation, die meist bei vergrößerten Hämorrhoiden 3. Grades angewendet wird. „Stapler“ kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt „Klammerapparat“. Mit diesem Instrument wird zuerst ein Teil des vergrößerten Hämorrhoidengewebes entfernt. Das verbliebene Gewebe wird danach mit Klammern wieder an die Analschleimhaut angeheftet.

    Aktuelle Studien liefern Hinweise, dass Personen, die nach der Stapler-Methode operiert wurden, anschließend weniger Schmerzen hatten als Personen nach einer Hämorrhoidektomie. Sie konnten auch schneller zu ihren normalen Alltagsaktivitäten zurückkehren. Es zeigte sich aber auch ein Nachteil der Stapler-Methode: Nach dem Eingriff vergrößerten sich die Hämorrhoiden schneller wieder und traten dann außerdem häufiger aus dem After aus. Nach einer Stapler-Operation kann also schneller ein erneuter Eingriff nötig sein als nach einer Hämorrhoidektomie. Nebenwirkungen wie Juckreiz oder Blutungen waren nach einer Stapler-Operation nicht seltener als nach anderen Operationen.

    Quellen

    Jayaraman S, Colquhoun PH, Malthaner RA. Stapled versus conventional surgery for hemorrhoids. Cochrane Database Syst Rev 2006; (4): CD005393.

    Joos AK, Herold A. Hämorrhoidalleiden. Neue konservative und operative Therapien für ein weit verbreitetes Leiden. Der Gastroenterologe 2010; 5: 326-335.

    Lan P, Wu X, Zhou X, Wang J, Zhang L. The safety and efficacy of stapled hemorrhoidectomy in the treatment of hemorrhoids: a systematic review and meta-analysis of ten randomized control trials. Int J Colorectal Dis 2006; 21(2): 172-178.

    Shanmugam V, Thaha MA, Rabindranath KS, Campbell KL, Steele RJ, Loudon MA et al. Rubber band ligation versus excisional haemorrhoidectomy for haemorrhoids. Cochrane Database Syst Rev 2005; (3): CD005034.

    Simillis C, Thoukididou SN, Slesser AA, Rasheed S, Tan E, Tekkis PP. Systematic review and network meta-analysis comparing clinical outcomes and effectiveness of surgical treatments for haemorrhoids. Br J Surg 2015; 102(13): 1603-1618.

    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Vergrößerte Hämorrhoiden - Erfahrungsbericht - Reinhard

    „Fahrradfahren und Sitzen war schwierig. Beim Sport musste ich besonders aufpassen: Bei kleinster Anspannung oder kleinstem Druck haben die Hämorrhoiden geblutet.  Das war immer sehr unangenehm. Es nässte und juckte auch.“

    Reinhard, 62 Jahre

    „Fahrradfahren und Sitzen war schwierig. Beim Sport musste ich besonders aufpassen: Bei kleinster Anspannung oder kleinstem Druck haben die Hämorrhoiden geblutet. Das war immer sehr unangenehm. Es nässte und juckte auch.“

    Im Alter von 18 Jahren hatte ich das erste Mal Hämorrhoiden. Damals bin ich mit Salben behandelt worden. Nach etwa einer Woche war die Sache wieder geregelt.

    Einige Jahre später hatte ich aber wieder Probleme damit. Die Schmerzen waren teilweise so schlimm, dass ich kaum noch sitzen konnte und große Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang hatte. Ich hatte auch Blut im Stuhl und in der Wäsche.

    Daraufhin wurde ich das erste Mal operiert. Früher wurde das ja anders gemacht als heute. Ich lag etwa vier Wochen im Krankenhaus. Das war keine so schöne Angelegenheit. Aber ein paar Jahre hatte ich Ruhe mit den Hämorrhoiden.

    Die Beschwerden wurden mit der Zeit stärker

    Aber irgendwann kamen sie erneut wieder. Nach einiger Zeit wurden oft die Hämorrhoiden beim Stuhlgang nach außen gedrückt. Ich habe dann versucht, sie wieder in den Darm zurückzudrücken. Sonst hätte ich nicht aus dem Haus gehen können. Fahrradfahren und Sitzen war schwierig. Beim Sport musste ich besonders aufpassen: Bei kleinster Anspannung oder kleinstem Druck haben die Hämorrhoiden geblutet. Das war immer sehr unangenehm. Es nässte und juckte. Das zog sich ein paar Jahre so hin. Mal war es besser, mal war es schlechter.

    Die Beschwerden wurden mit der Zeit immer stärker. Es brannte, juckte, nässte und blutete. Meine Lebensqualität hat schon sehr darunter gelitten. Ich bin lange nicht zum Arzt gegangen, weil ich dachte, dass die Hämorrhoiden sowieso wieder kommen. Was mir in dieser Zeit ein wenig Linderung verschafft hat, waren Salben, Sitzbäder und die Beine hochzulegen.

    Ich hatte zu dieser Zeit fast nach jedem Stuhlgang Blutungen. Meine Frau drängte mich, zum Arzt zu gehen. Irgendwann habe ich im Spiegel gesehen, wie groß die Hämorrhoiden mittlerweile geworden waren und ich habe mir gedacht, dass ich mich jetzt wirklich behandeln lassen muss. Das war für mich der Auslöser, mich noch mal operieren zu lassen.

    Ich wurde ambulant operiert

    Ich wurde dann ambulant behandelt: Der Arzt hat die Hämorrhoiden verödet und eine Gummibandligatur gemacht. Das war nicht so angenehm. Die Operation verlief aber ganz anders als meine erste Operation. Seitdem geht es mir gut und ich habe nur wenige Probleme. Ich genieße es, wieder Rad zu fahren und Tennis zu spielen.

    Allerdings hatte ich nach der Operation Probleme mit der Verdauung. Es dauerte einige Wochen, bis sich der Stuhlgang wieder normalisiert hatte. Ich hatte auch Druckschmerzen, aber das haben die Ärzte relativ schnell in den Griff bekommen. Nach Bedarf habe ich Schmerzmittel eingenommen.

    Neigung zu Hämorrhoiden in der Familie

    Wir haben wohl eine Bindegewebsschwäche in der Familie. Auch mein Vater hatte große Probleme mit Hämorrhoiden, vor allem im Alter. Aber er hat sich nie behandeln lassen. Meine Mutter hatte viele Krampfadern.

    Ich hätte viel früher zum Arzt gehen sollen. Aber wie wir Männer so sind, wir versuchen die Schmerzen so lange wie möglich auszuhalten, bevor man sich behandeln lässt. Es ist ja ein intimer Bereich, da spricht man generell nicht so gern drüber. Viele sind bestimmt gehemmt oder haben eine Scheu vor den Untersuchungen. Ich habe damit keine Probleme gehabt. Das konnte ich gut ab.

    Ich habe meine Ernährung angepasst

    Ich achte darauf, dass ich beim Stuhlgang nicht allzu stark presse und dass durch meine Ernährung der Stuhl nicht so hart ist. Ich ernähre mich jetzt ein wenig anders, vor allem ballaststoffreicher. Ich esse Haferkleie und Vollkornprodukte, trinke viel Wasser und bewege mich viel.

    Ich habe damals keine Angst gehabt, dass das Blut im Stuhl auf eine Krebserkrankung hindeuten könnte. Aber ich muss dazu sagen, dass ich beruflich aus dem medizinischen Bereich komme und das ganz gut einschätzen kann. Wenn ich dieses Wissen nicht gehabt hätte, dann wäre ich viel eher zum Arzt gegangen. So habe ich mich eine lange Zeit durchgeschleppt. Immer in der Hoffnung, die Hämorrhoiden gehen von allein weg. Das ist natürlich Quatsch, die gehen nicht von allein weg.

    Im Nachhinein hätte ich nicht so lange warten und mich eher behandeln lassen sollen. Ich finde es wichtig, sich richtig aufklären zu lassen und sich zu informieren.

     

    Danksagung

    Erfahrungsberichte fassen Interviews mit Betroffenen zusammen. Alle Gesprächspartnerinnen und -partner haben der Veröffentlichung zugestimmt. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.

    Die Berichte geben einen Einblick in den persönlichen Umgang und das Leben mit einer Erkrankung. Die Aussagen stellen keine Empfehlung des IQWiG dar.

    Hinweis: Um die Anonymität der Interviewten zu wahren, ändern wir ihre Vornamen. Die Fotos zeigen unbeteiligte Personen.

    Vergrößerte Hämorrhoiden - Erfahrungsbericht - Sarah

    „Bisher hatte ich nur Schmerzen und es hat gejuckt, aber es hat noch nie geblutet.“

    Sarah, 34 Jahre

    „Bisher hatte ich nur Schmerzen und es hat gejuckt, aber es hat noch nie geblutet.“

    Ich war etwa 15 Jahre alt, als ich das erste Mal Schmerzen durch Hämorrhoiden hatte. Ich habe gemerkt, dass da etwas nicht in Ordnung ist und habe es meiner Mutter, die Arzthelferin ist, gezeigt. Sie hat vermutet, dass die Schmerzen von einer Hämorrhoide kommen und mir eine Salbe besorgt.

    Mit der Salbe wurden die Beschwerden weniger und ich habe eine ganze Weile damit gelebt. Vor allem im Winter begann es oft zu zwicken und zu zwacken, dann habe ich wieder die Salbe draufgeschmiert und es ging wieder.

    Während der Schwangerschaft wurde es schlimmer

    Während meiner Schwangerschaft vor drei Jahren wurde es aber wieder schlimmer. Meine Gynäkologin hat mir eine andere Salbe verschrieben, die gut geholfen hat. Aber nach der Geburt ist die Hämorrhoide riesig groß geworden. Dann habe ich wieder die Salbe aufgetragen und die Beschwerden sind weniger geworden. Die Hämorrhoide macht mir keine Probleme mehr. Es ist eher ein optisches Problem, aber das finde ich nicht so tragisch, da die Stelle ja gut verborgen ist.

    Wenn die Beschwerden jetzt häufiger auftreten würden, ich dauerhaft Schmerzen hätte und die Salbe nichts mehr bringen würde, dann würde ich wahrscheinlich schon mal zum Arzt gehen. Jetzt habe ich etwa ein- bis zweimal im Jahr Ärger damit, aber der Leidensdruck ist nicht groß genug, um mich zum Beispiel operativ behandeln zu lassen. Bisher hatte ich nur Schmerzen und es hat gejuckt, aber es hat noch nie geblutet.

    Keine unnötigen Schamgefühle

    Mit der Salbe dauert es so zwei bis drei Tage, bis sich die Hämorrhoide wieder zurückbildet. Es schränkt mich nicht in meinem Alltag ein. Ich fahre ganz viel Fahrrad ohne Probleme und kann auch gut sitzen. Seit der Geburt, also seitdem die Hämorrhoide ein wenig größer ist, benutze ich feuchtes Toilettenpapier. Das ist einfach angenehmer für mich.

    Schamgefühle habe ich diesbezüglich keine. Ich habe schon viel schlimmere und fiesere Sachen gesehen. Da bin ich einfach pragmatisch.

    Wenn man solche Beschwerden hat und niemand im Bekanntenkreis ist, der sich wirklich gut damit auskennt, dann sollte man nach meiner Meinung schon zum Arzt gehen und das abklären lassen. Aber nicht gleich in Hektik verfallen und vor allem keine unnötigen Schamgefühle haben.

     

    Danksagung

    Erfahrungsberichte fassen Interviews mit Betroffenen zusammen. Alle Gesprächspartnerinnen und -partner haben der Veröffentlichung zugestimmt. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.

    Die Berichte geben einen Einblick in den persönlichen Umgang und das Leben mit einer Erkrankung. Die Aussagen stellen keine Empfehlung des IQWiG dar.

    Hinweis: Um die Anonymität der Interviewten zu wahren, ändern wir ihre Vornamen. Die Fotos zeigen unbeteiligte Personen.