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Gutartiger Lagerungsschwindel

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    Wenn sich um einen herum alles dreht und schwankt, spricht man von Schwindel. Das kann im Stehen, Gehen oder Liegen passieren. Am häufigsten ist der gutartige Lagerungsschwindel. Er wird von Ablagerungen im Gleichgewichtsorgan des Ohrs verursacht. Zwei einfache Behandlungen können Abhilfe schaffen.

    Einleitung

    Als Schwindel (Vertigo) wird das Gefühl bezeichnet, dass sich um einen herum alles dreht oder schwankt. Das kann im Stehen, beim Gehen oder im Liegen passieren. Je nach Ursache kann ein Schwindelanfall unterschiedlich lange dauern und mit Benommenheit, Übelkeit oder anderen Beschwerden verbunden sein.

    Ist eine Störung des Gleichgewichtsorgans die Ursache, handelt es sich am häufigsten um den gutartigen Lagerungsschwindel. Dabei lösen bestimmte Bewegungen für kurze Zeit Schwindel aus. Der gutartige Lagerungsschwindel ist unangenehm, aber harmlos. Er lässt sich einfach feststellen und behandeln.

    Symptome

    Bei einem gutartigen Lagerungsschwindel entsteht der Eindruck, dass sich alles dreht („Karussellgefühl“). In der Regel wird einem bei raschen Bewegungen des Kopfes schwindelig – zum Beispiel, wenn man

    • den Kopf dreht, neigt oder in den Nacken legt,
    • sich hinlegt,
    • sich im Liegen umdreht,
    • aus dem Liegen heraus aufsetzt oder
    • sich bückt.

    Typischerweise hält das Schwindelgefühl nur kurz an – für einige Sekunden bis höchstens fünf Minuten.

    Zusätzlich kann es während und nach dem Schwindelanfall zu Übelkeit kommen, selten auch zu Erbrechen.

    Ursachen

    Ein gutartiger Lagerungsschwindel wird wahrscheinlich durch lose Ablagerungen in den sogenannten Bogengängen des Innenohrs verursacht. Dieses mit Flüssigkeit gefüllte Gangsystem ist ein Teil des Gleichgewichtsorgans. Die Sinneszellen in den drei Bogengängen erspüren, ob und in welche Richtung sich der Kopf dreht.

     

    Grafik: Aufbau des Ohrs und Gleichgewichtsorgans - wie im Text beschrieben Aufbau des Ohrs und Gleichgewichtsorgans

     

    Meist haben sich die Ablagerungen im hinteren Bogengang als winzige Steinchen angesammelt – warum, bleibt meist unklar. Bewegt sich der Kopf, „rieseln“ die Steinchen durch den Bogengang, was die Sinneszellen irritiert. Sie geben eine Fehlinformation weiter, die nicht zu den anderen Sinneswahrnehmungen – zum Beispiel der Augen – passt. Die widersprüchlichen Informationen lösen ein Schwindelgefühl aus.

     

    Grafik: Aufbau des Gleichgewichtsorgan - wie im Text beschrieben Aufbau des Gleichgewichtsorgans

     

    Seltener tritt ein Lagerungsschwindel infolge von Schädelverletzungen, Ohrentzündungen, Durchblutungsstörungen oder Bettlägerigkeit auf.

    Häufigkeit und Verlauf

    Etwa 2 von 100 Menschen bekommen irgendwann in ihrem Leben einen gutartigen Lagerungsschwindel. Bei Frauen tritt er ungefähr doppelt so oft auf wie bei Männern. Am häufigsten haben Menschen zwischen 40 und 70 Jahren damit zu tun.

    Bei einem gutartigen Lagerungsschwindel kann es immer wieder zu kurzen Schwindelanfällen kommen. Mit der Zeit können sich die Steinchen aber im Bogengang festsetzen und vom Körper abgebaut werden. Deshalb verschwindet ein gutartiger Lagerungsschwindel häufig von allein: Ungefähr die Hälfte der Betroffenen ist innerhalb von drei Monaten wieder beschwerdefrei.

    Diagnose

    In der Regel ist ein gutartiger Lagerungsschwindel anhand der Beschwerden und der Vorgeschichte leicht zu erkennen und gut von anderen Schwindelformen zu unterscheiden. Die Ärztin oder der Arzt fragt deshalb zum Beispiel, ob der Schwindel dauerhaft, anfallsweise oder bei bestimmten Auslösern auftritt.

    Mithilfe des sogenannten Hallpike-Tests lässt sich der Verdacht bestätigen: Dabei werden Kopf und Rumpf mit ärztlicher Unterstützung rasch in einer fest vorgegebenen Abfolge bewegt. Wird dadurch ein Schwindelanfall ausgelöst, handelt es sich um einen gutartigen Lagerungsschwindel.

    Die Ärztin oder der Arzt beobachtet bei dieser Untersuchung auch die Augen, denn es kommt während des Schwindelanfalls zu typischen, ruckartigen Augenbewegungen (Nystagmus). Es kann sein, dass man während des Tests eine besondere Brille (Frenzelbrille) tragen muss. Die ausgelösten Augenbewegungen sind dann besser zu erkennen.

    Behandlung

    Weil ein gutartiger Lagerungsschwindel von selbst wieder verschwinden kann, reicht es oft, einfach abzuwarten. Es gibt aber auch Möglichkeiten, den Schwindel zu behandeln. Gängig sind sogenannte Lagerungsmanöver. Dabei soll eine bestimmte Abfolge von Bewegungen des Kopfes und des Körpers die losen Steinchen so bewegen, dass sie sich festsetzen und keine neuen Attacken mehr auslösen.

    Bei den Lagerungsmanövern hilft die Ärztin oder der Arzt. Es gibt aber auch Varianten, die man zu Hause allein machen kann.

    Andere Behandlungen wie Medikamente gegen Übelkeit sind nur selten nötig.

    Leben und Alltag

    Schwindelattacken können Angst machen – vor allem dann, wenn noch nicht klar ist, dass es sich um einen harmlosen Lagerungsschwindel handelt.

    Die Unsicherheit während einer Schwindelattacke erhöht die Gefahr zu stürzen, besonders bei älteren Menschen. Manche bewegen sich aus Furcht vor Schwindelattacken nur wenig und sind deshalb im Alltag eingeschränkt.

    Weitere Informationen

    Die Hausarztpraxis ist meist die erste Anlaufstelle, wenn man krank ist oder bei einem Gesundheitsproblem ärztlichen Rat braucht. Wir informieren darüber, wie man die richtige Praxis findet, wie man sich am besten auf den Arztbesuch vorbereitet und was dabei wichtig ist.

    Quellen

    Bhattacharyya N, Gubbels SP, Schwartz SR, Edlow JA, El-Kashlan H, Fife T et al. Clinical Practice Guideline: Benign Paroxysmal Positional Vertigo (Update). Otolaryngol Head Neck Surg 2017; 156(3_suppl): S1-S47.

    Cromwell C, Tyler J, Nobbs R, Hockaday A, Donnelly S, Clendaniel R. The Necessity for Post-Maneuver Restrictions in the Treatment of Benign Paroxysmal Positional Vertigo: An Updated Meta-Analysis of the Literature. Otol Neurotol 2018; 39(6): 671-679.

    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Akuter Schwindel in der Hausarztpraxis (S3-Leitlinie). AWMF-Registernr.: 053-018. 12.07.2019. (DEGAM-Leitlinien; Band 17).

    Fu W, Han J, Chang N, Wei D, Bai Y, Wang Y et al. Immediate efficacy of Gufoni maneuver for horizontal canal benign paroxysmal positional vertigo (HC-BPPV): a meta-analysis. Auris Nasus Larynx 2019 [Epub ahead of print].

    Hilton MP, Pinder DK. The Epley (canalith repositioning) manoeuvre for benign paroxysmal positional vertigo. Cochrane Database Syst Rev 2014; (12): CD003162.

    Mattle H, Mumenthaler M. Neurologie. Stuttgart: Thieme; 2013.

    McDonnell MN, Hillier SL. Vestibular rehabilitation for unilateral peripheral vestibular dysfunction. Cochrane Database Syst Rev 2015; (1): CD005397.

    Von Brevern M, Radtke A, Lezius F, Feldmann M, Ziese T, Lempert T et al. Epidemiology of benign paroxysmal positional vertigo: a population based study. J Neurol Neurosurg Psychiatry 2007; 78(7): 710-715.

    Zhang X, Qian X, Lu L, Chen J, Liu J, Lin C et al. Effects of Semont maneuver on benign paroxysmal positional vertigo: a meta-analysis. Acta Otolaryngol 2017; 137(1): 63-70.

    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Autoren-Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Was Studien sagen: Helfen Lagerungsmanöver bei gutartigem Lagerungsschwindel?

    Sich hin und her drehen lassen und dann den Schwindel los sein – kann das funktionieren? Das hat sich auch eine Forschungsgruppe gefragt und Studien zu Lagerungsmanövern ausgewertet. Ihr Fazit: Ja, sie helfen.

    Das Epley- und das Semont-Manöver sind Abfolgen von Drehungen des Kopfes und Positionswechseln des Rumpfes. Sie werden bei gutartigem Lagerungsschwindel eingesetzt, um das durch winzige Steinchen gestörte Gleichgewichtsorgan zu beruhigen. Die Manöver sollen die losen Steinchen dazu bringen, sich festzusetzen. Dann lösen sie keine Schwindelattacken mehr aus und können vom Körper abgebaut werden.

    Studienergebnisse zur Wirksamkeit

    Wissenschaftler des internationalen Forschungsnetzwerks Cochrane Collaboration haben elf Studien zum Epley-Manöver ausgewertet. An diesen Studien nahmen knapp 750 Erwachsene mit einem gutartigen Lagerungsschwindel teil.

    Die Studienergebnisse zeigen, dass das Epley-Manöver die Schwindelanfälle mit hoher Wahrscheinlichkeit verschwinden lässt. Nach bis zu vier Wochen ergab der Vergleich zwischen den Teilnehmergruppen:

    • Ohne Behandlung waren 20 von 100 Personen beschwerdefrei.
    • Nach dem Epley-Manöver waren 52 von 100 Personen beschwerdefrei.

    Das heißt, das Epley-Manöver konnte zusätzlich 32 von 100 Menschen vor weiteren Schwindelanfällen bewahren.

    Studien, die das Epley- und das Semont-Manöver miteinander verglichen hatten, zeigten, dass beide gleich wirksam sind.

    Da die Lagerungsmanöver in den Studien keine ernsthaften Komplikationen verursachten, schätzen die Wissenschaftler sie als sicher ein. Typische Nebenwirkungen sind Schwindel oder Übelkeit, weil die Manöver manchmal selbst eine Schwindelattacke auslösen.

    Quellen

    Bhattacharyya N, Gubbels SP, Schwartz SR, Edlow JA, El-Kashlan H, Fife T et al. Clinical Practice Guideline: Benign Paroxysmal Positional Vertigo (Update). Otolaryngol Head Neck Surg 2017; 156(3_suppl): S1-S47.

    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Akuter Schwindel in der Hausarztpraxis (S3-Leitlinie). AWMF-Registernr.: 053-018. 12.07.2019. (DEGAM-Leitlinien; Band 17).

    Hilton MP, Pinder DK. The Epley (canalith repositioning) manoeuvre for benign paroxysmal positional vertigo. Cochrane Database Syst Rev 2014; (12): CD003162.

    Von Brevern M, Radtke A, Lezius F, Feldmann M, Ziese T, Lempert T et al. Epidemiology of benign paroxysmal positional vertigo: a population based study. J Neurol Neurosurg Psychiatry 2007; 78(7): 710-715.

    Zhang X, Qian X, Lu L, Chen J, Liu J, Lin C et al. Effects of Semont maneuver on benign paroxysmal positional vertigo: a meta-analysis. Acta Otolaryngol 2017; 137(1): 63-70.

    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Autoren-Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Autoren/Herausgeber: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

    Mehr Wissen: Was tun bei gutartigem Lagerungsschwindel?

    Wenn ein gutartiger Lagerungsschwindel stark belastet oder nicht von allein verschwindet, kommt eine einfache Behandlung infrage. Sie besteht aus einer Abfolge bestimmter Kopfbewegungen und Körperhaltungen. Sie sollen die Störungen im Gleichgewichtsorgan beseitigen.

    Ungefähr die Hälfte der Menschen mit gutartigem Lagerungsschwindel haben nur 1 bis 3 Monate lang Beschwerden. Eine Behandlung ist deshalb nicht immer nötig.

    Wenn sich die Schwindelanfälle nicht von selbst wieder legen oder sehr belastend sind, können sogenannte Lagerungsmanöver helfen. Sie sind eine gängige Methode zur Behandlung des gutartigen Lagerungsschwindels.

    Wenn ein gutartiger Lagerungsschwindel stark belastet oder nicht von allein verschwindet, kommt eine einfache Behandlung infrage. Sie besteht aus einer Abfolge bestimmter Kopfbewegungen und Körperhaltungen. Sie sollen die Störungen im Gleichgewichtsorgan beseitigen.

    Ungefähr die Hälfte der Menschen mit gutartigem Lagerungsschwindel haben nur 1 bis 3 Monate lang Beschwerden. Eine Behandlung ist deshalb nicht immer nötig.

    Wenn sich die Schwindelanfälle nicht von selbst wieder legen oder sehr belastend sind, können sogenannte Lagerungsmanöver helfen. Sie sind eine gängige Methode zur Behandlung des gutartigen Lagerungsschwindels.

    Wie funktionieren Lagerungsmanöver?

    Bei einem Lagerungsmanöver nimmt man unter ärztlicher Anleitung nacheinander verschiedene Sitz- und Liegepositionen mit bestimmten Kopfhaltungen ein.

    Ursache des Lagerungsschwindels sind lose Steinchen im Gleichgewichtsorgan des Ohrs, die die Wahrnehmung stören. Durch die festgelegte Bewegungsabfolge sollen sich die winzigen Steinchen so verschieben, dass sie keinen Schwindel mehr auslösen.

    Das Gleichgewichtsorgan besteht unter anderem aus drei Bogengängen. Bei Steinchen im hinteren Bogengang sind das Epley- und das Semont-Manöver sehr einfache und wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Die Manöver werden in der Regel mehrmals mit ärztlicher Unterstützung wiederholt. Leicht abgewandelte Lagerungsübungen kann man ergänzend auch zu Hause machen.

    Die Behandlung ist nebenwirkungsarm. Es kann aber währenddessen – ähnlich wie bei einer Schwindelattacke – zu Übelkeit oder Erbrechen kommen. Für manche Menschen sind Lagerungsmanöver nicht geeignet – zum Beispiel, wenn ihre Halswirbelsäule nur eingeschränkt beweglich ist.

    Wie läuft ein Lagerungsmanöver ab?

    Bei einem Epley-Manöver wird folgendermaßen vorgegangen – hier am Beispiel von Ablagerungen im linken Ohr:

    1. Aufrecht sitzen.
    2. Den Kopf leicht nach hinten überstrecken und um etwa 45° zur linken Seite drehen.
    3. Auf den Rücken legen, dabei bleibt der Kopf zur linken Seite gedreht. Dann etwa 30 Sekunden warten.
    4. Den weiter leicht überstreckten Kopf jetzt um 90° auf die rechte Seite drehen. Etwa 30 Sekunden warten.
    5. Nun den ganzen Körper nach rechts drehen. Der Kopf dreht sich mit, bis man fast nach unten schaut. Etwa 30 Sekunden warten.
    6. Wieder aufsetzen.

    Nach der Behandlung kann man sich normal bewegen oder hinlegen.

     

    Grafik: Ablauf des Epley-Manövers bei Ablagerungen im linken Ohr - wie im Text beschrieben Ablauf des Epley-Manövers bei Ablagerungen im linken Ohr

     

    Meistens sind Steinchen im hinteren Bogengang für die Beschwerden verantwortlich. In den beiden anderen Bogengängen des Gleichgewichtsorgans bilden sich nur selten Steinchen. Wenn doch, können Lagerungsmanöver angewendet werden, die sich etwas vom Epley- und Semont-Manöver unterscheiden – zum Beispiel das Gufoni-Manöver.

    Gibt es noch andere Möglichkeiten?

    Wenn ein Epley- oder Semont-Lagerungsmanöver nicht hilft, nicht möglich ist oder nicht gewünscht wird, kommen bestimmte Bewegungsübungen infrage. Man kann sie sich in der ärztlichen Praxis erklären lassen und sie zu Hause selber machen.

    Andere Behandlungen wie Medikamente gegen Übelkeit sind bei gutartigem Lagerungsschwindel nur in Ausnahmen nötig.

    Bei sehr starken und anhaltenden Beschwerden kann eine Operation am Gleichgewichtsorgan erwogen werden. Dabei werden entweder die Nervenfasern des betroffenen Bogengangs oder der Bogengang selbst verödet. Die Sinneszellen können dann gar keine Informationen mehr an das Gehirn weitergeben. Deshalb lösen die losen Steinchen zwar keinen Schwindel mehr aus, aber das Gleichgewichtsorgan in diesem Ohr ist durch den Eingriff dauerhaft eingeschränkt.

    Quellen

    Bhattacharyya N, Gubbels SP, Schwartz SR, Edlow JA, El-Kashlan H, Fife T et al. Clinical Practice Guideline: Benign Paroxysmal Positional Vertigo (Update). Otolaryngol Head Neck Surg 2017; 156(3_suppl): S1-S47.

    Cromwell C, Tyler J, Nobbs R, Hockaday A, Donnelly S, Clendaniel R. The Necessity for Post-Maneuver Restrictions in the Treatment of Benign Paroxysmal Positional Vertigo: An Updated Meta-Analysis of the Literature. Otol Neurotol 2018; 39(6): 671-679.

    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Akuter Schwindel in der Hausarztpraxis (S3-Leitlinie). AWMF-Registernr.: 053-018. 12.07.2019. (DEGAM-Leitlinien; Band 17).

    Fu W, Han J, Chang N, Wei D, Bai Y, Wang Y et al. Immediate efficacy of Gufoni maneuver for horizontal canal benign paroxysmal positional vertigo (HC-BPPV): a meta-analysis. Auris Nasus Larynx 2019 [Epub ahead of print].

    Hilton MP, Pinder DK. The Epley (canalith repositioning) manoeuvre for benign paroxysmal positional vertigo. Cochrane Database Syst Rev 2014; (12): CD003162.

    Mattle H, Mumenthaler M. Neurologie. Stuttgart: Thieme; 2013.

    Zhang X, Qian X, Lu L, Chen J, Liu J, Lin C et al. Effects of Semont maneuver on benign paroxysmal positional vertigo: a meta-analysis. Acta Otolaryngol 2017; 137(1): 63-70.

    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Autoren-Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Autoren/Herausgeber: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
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