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Weißer Hautkrebs

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    Überblick

    Es gibt verschiedene Arten von weißem Hautkrebs. Sie kommen viel häufiger vor als schwarzer Hautkrebs (Melanom). Weißer Hautkrebs wächst sehr langsam, breitet sich nur selten im Körper aus und kann normalerweise vollständig entfernt werden. Wir informieren über Anzeichen, Verlauf, Früherkennung und Behandlungen.

    Einleitung

    Basalzellkarzinom (Basalzellkrebs, Basaliom) und Plattenepithelkarzinom (Stachelzellkarzinom, Spinaliom oder Plattenepithelkrebs) werden oft unter dem Begriff „weißer Hautkrebs“ zusammengefasst. Mit dieser Beschreibung werden sie vom schwarzen Hautkrebs (Melanom) abgegrenzt, der häufig einem dunklen Muttermal oder Leberfleck ähnelt.

    Weißer Hautkrebs ist deutlich häufiger als schwarzer. Die Hautveränderungen können aber meist vollständig entfernt werden und der Krebs breitet sich nur selten im Körper aus.

    Symptome

    Weißer Hautkrebs kann ganz unterschiedlich aussehen und sich entsprechend unterschiedlich bemerkbar machen: Die betroffene Stelle kann sich schuppen, verfärben oder uneben werden. Deshalb ist es schwer, zwischen einem Hauttumor und anderen Hautveränderungen zu unterscheiden. Weißer Hautkrebs entwickelt sich vorwiegend an Hautstellen, die häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind – etwa am Kopf, am Hals oder am Dekolleté.

    Manchmal fällt ein weißer Hautkrebs auf, weil die Hautstelle juckt oder anfängt zu bluten. Ansonsten verursacht weißer Hautkrebs lange Zeit keine Beschwerden. Falls er jedoch größer wird, tiefer ins Gewebe eindringt oder sich im Körper ausbreitet, kommt es zu weiteren Symptomen – vor allem Schmerzen.

    Risikofaktoren

    Ursachen und Risikofaktoren

    Es gibt verschiedene Faktoren, die weißen Hautkrebs begünstigen. Viel Sonne ist der bedeutendste von ihnen, aber auch der Hauttyp oder bestimmte Krankheiten spielen eine Rolle.

    Häufigkeit

    Das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom zählen zu den häufigsten Krebsarten. Groben Schätzungen zufolge erkrankten in Deutschland im Jahr 2014 etwa 85.400 Männer und etwa 83.700 Frauen an einem Basalzellkarzinom. Ein Plattenepithelkarzinom bekamen in dieser Zeit etwa 29.300 Männer und etwa 20.100 Frauen. Männer erkranken also insgesamt etwas häufiger an weißem Hautkrebs.

    Das Risiko für weißen Hautkrebs steigt mit dem Alter. Im Durchschnitt sind Menschen mit einem Basalzellkarzinom um die 60 und Personen mit einem Plattenepithelkarzinom um die 70 Jahre alt.

    Verlauf

    Ein Basalzellkrebs wächst langsam und bildet in der Regel keine Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen. Er kann aber in tiefere Gewebe eindringen, wenn er lange unerkannt bleibt, und ist dann schwieriger zu behandeln. Von 1000 erkrankten Personen stirbt etwa eine an dem Tumor.

    Das Plattenepithelkarzinom ist aggressiver als das Basalzellkarzinom. Es wächst ebenfalls an der Stelle weiter, an der es entstanden ist, und zerstört dabei nach und nach das benachbarte Gewebe. Ohne Behandlung besteht zudem die Gefahr, dass der Krebs streut. Etwa 40 bis 50 von 1000 Erkrankten sterben an dem Tumor.

    Insgesamt sterben in Deutschland pro Jahr schätzungsweise 435 Männer und 351 Frauen mit weißem Hautkrebs.

    Diagnose

    Ärztinnen und Ärzte erkennen weißen Hautkrebs oft mit bloßem Auge. Um die Stelle genau betrachten zu können, verwenden sie zusätzlich oft ein sogenanntes Dermatoskop. Das Gerät funktioniert wie eine beleuchtete, stark vergrößernde Lupe.

    Bei Verdacht auf weißen Hautkrebs wird die Hautveränderung und etwas umgebendes Gewebe entfernt. Manchmal wird vorher geprüft, ob es sich tatsächlich um weißen Hautkrebs handelt. Dazu wird eine Gewebeprobe entnommen und unter dem Mikroskop genau untersucht. Weitere Untersuchungen wie eine Ultraschalluntersuchung der benachbarten Lymphknoten sind meist nur nötig, wenn die Möglichkeit besteht, dass der Krebs bereits gestreut hat.

    Früherkennung

    Eine Früherkennung (Hautkrebs-Screening) richtet sich an eine möglichst große Gruppe noch nicht erkrankter Menschen – bei der Hautkrebs-Früherkennung ab einem Alter von 35 Jahren. Die Untersuchung wird alle zwei Jahre angeboten. Sie soll helfen, Krebsvorstufen zu erkennen und einen Tumor zu entdecken, bevor er in umliegendes Gewebe eingewachsen ist oder Metastasen gebildet hat. Das Ziel ist, ihn so besser behandeln und vollständig heilen zu können.

    Zur Hautkrebs-Früherkennung sieht sich eine Ärztin oder ein Arzt die Haut von Kopf bis Fuß mit dem bloßen Auge genau an. Für eine sorgfältige Untersuchung müssen auch Hautfalten und Schleimhäute betrachtet werden.

    Unabhängig vom Hautkrebs-Screening kann man auch selbst nach Hautveränderungen Ausschau halten und auffällige Stellen ärztlich untersuchen lassen.

    Vorbeugung

    Einen sicheren Schutz vor weißem Hautkrebs gibt es nicht. Generell ist es vernünftig, übermäßige ultraviolette (UV-)Strahlung zu vermeiden. Dies bedeutet vor allem, nicht zu lange ungeschützt in die Sonne zu gehen und auf Solariumbesuche zu verzichten.

    Behandlung

    Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom lassen sich vor allem im Frühstadium oft mit einem kleinen Eingriff vollständig entfernen. Wenn ein Hauttumor nicht mehr operiert werden kann, kommen auch eine Bestrahlung oder Arzneimittel infrage. Ist ein Tumor tiefer eingewachsen, sind größere Eingriffe nötig.

    Weitere Informationen

    Das Plattenepithelkarzinom der Haut und seine Vorstufe – die sogenannte aktinische Keratose – sind seit Anfang 2015 als Berufskrankheit anerkannt. Denn wer sich durch seine Arbeit viel draußen aufhält und dadurch häufig UV-Strahlung ausgesetzt ist, hat ein erhöhtes Risiko, an dieser Form des weißen Hautkrebses zu erkranken.

    Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gibt Hinweise für Nutzerinnen und Nutzer von Solarien.

    Die Hausarztpraxis ist meist die erste Anlaufstelle, wenn man krank ist oder bei einem Gesundheitsproblem ärztlichen Rat braucht. Wir informieren darüber, wie man die richtige Praxis findet, wie man sich am besten auf den Arztbesuch vorbereitet und was dabei wichtig ist.

    Quellen

    Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Optische Strahlung: Hinweise für Solariennutzer. 05.09.2019.

    Dellavalle R. Skin cancer, moles, and actinic keratosis. In: Williams H, Bigby M, Herxheimer A, Naldi L, Rzany B, Dellavalle R (Ed). Edvidence-based dermatology. London: BMJ Books; 2014. S. 223-319.

    Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). DGUV-Arbeitshilfe "Hautkrebs durch UV-Strahlung": Hautkrebs durch UV-Strahlungsexposition. Eine Hilfestellung für die UV-Träger. 25.09.2013.

    Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG). Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut (S3-Leitlinie). AWMF-Registernr.: 032-022. 06.2019.

    Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Hautkrebsscreening. Zusammenfassende Dokumentation des Unterausschusses „Prävention“ des Gemeinsamen Bundesausschusses. 31.03.2008.

    Robert Koch-Institut (RKI), Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID). Krebs in Deutschland für 2013/2014. 2017.

    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Mehr Wissen: Wie lässt sich weißer Hautkrebs erkennen?

    Um weißen Hautkrebs zu erkennen, kann man seinen Körper selbst auf Auffälligkeiten untersuchen oder sich ärztlich untersuchen lassen. Hautkrebs kann besser behandelt werden, wenn er entdeckt wird, bevor er sich ausgebreitet hat.

    Hautflecke, die ihre Größe oder Form verändern, sich verfärben oder ungewöhnlich aussehen, können Sorgen bereiten. Viele Menschen wissen, dass solche Veränderungen ein Hinweis auf Hautkrebs sein können. Die meisten auffälligen Hautstellen sind aber harmlos.

    Je älter man wird, desto eher verändert sich die Haut, und neue Male oder Altersflecken (Lentigo solaris) können entstehen. Das ist normal und Teil des natürlichen Alterungsprozesses. Manche Menschen entscheiden sich deshalb, erst einmal abzuwarten und auffällige Stellen zu beobachten.

    Wer seinen Körper regelmäßig und sorgfältig beobachtet, wird Hautveränderungen oder Wunden bemerken, die nicht so schnell wie sonst heilen. Wenn sie nach etwa vier Wochen noch nicht verschwunden sind, lässt man sie am besten von einer Ärztin oder einem Arzt genauer untersuchen.

    Gesetzlich Versicherte können ab ihrem 35. Geburtstag zudem alle zwei Jahre eine Untersuchung zur Hautkrebs-Früherkennung in Anspruch nehmen.

    Um weißen Hautkrebs zu erkennen, kann man seinen Körper selbst auf Auffälligkeiten untersuchen oder sich ärztlich untersuchen lassen. Hautkrebs kann besser behandelt werden, wenn er entdeckt wird, bevor er sich ausgebreitet hat.

    Hautflecke, die ihre Größe oder Form verändern, sich verfärben oder ungewöhnlich aussehen, können Sorgen bereiten. Viele Menschen wissen, dass solche Veränderungen ein Hinweis auf Hautkrebs sein können. Die meisten auffälligen Hautstellen sind aber harmlos.

    Je älter man wird, desto eher verändert sich die Haut, und neue Male oder Altersflecken (Lentigo solaris) können entstehen. Das ist normal und Teil des natürlichen Alterungsprozesses. Manche Menschen entscheiden sich deshalb, erst einmal abzuwarten und auffällige Stellen zu beobachten.

    Wer seinen Körper regelmäßig und sorgfältig beobachtet, wird Hautveränderungen oder Wunden bemerken, die nicht so schnell wie sonst heilen. Wenn sie nach etwa vier Wochen noch nicht verschwunden sind, lässt man sie am besten von einer Ärztin oder einem Arzt genauer untersuchen.

    Gesetzlich Versicherte können ab ihrem 35. Geburtstag zudem alle zwei Jahre eine Untersuchung zur Hautkrebs-Früherkennung in Anspruch nehmen.

    Wo kann Basalzellkrebs entstehen und wie sieht er aus?

    Ein Basalzellkarzinom (Basalzellkrebs, Basaliome) sieht anfangs meist wie ein glänzendes durchscheinendes oder wächsernes Knötchen aus. Der Rand kann von kleineren Knötchen besetzt sein. Manchmal kann man Blutgefäße unter der obersten Schicht erkennen.

    Wenn sich die Mitte einwölbt und der Bereich nässt und wund ist, hat sich ein eingefallenes Geschwür gebildet. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Tumor wächst. Typisch ist, dass die Wunde auch nach einigen Wochen nicht verheilt, oder abwechselnd heilt und wieder blutet.

     

    Foto: Wie weißer Hautkrebs aussehen kann Wie weißer Hautkrebs aussehen kann (Fotograf: Kelly Nelson, M.D.; Quelle: visuals.nci.nih.gov)

    Bei anderen Formen eines Basalzellkarzinoms lässt sich eine klar abgegrenzte, glänzende, rötliche oder rosa schuppige Stelle erkennen. Basalzellkarzinome können aber auch dunkel (stark pigmentiert) sein – oder sehen aus wie eine blasse Narbe. Dann ist es schwerer, sie als Krebs zu erkennen.

    Ein Basalzellkarzinom findet sich meist in Hautbereichen, die viel Sonne abbekommen haben, zum Beispiel im Gesicht und am Nacken. Es kommt aber auch am Rumpf oder an den Beinen vor, sogar auf Fußsohlen, Handflächen, Brust, in den Achselhöhlen und im Genitalbereich.

    Wie kann man ein Plattenepithelkarzinom erkennen?

    Ein Plattenepithelkarzinom zu erkennen oder es von einem Basaliom zu unterscheiden, ist nicht leicht. Ein Anzeichen kann eine schuppige, gerötete oder bräunlich-gelbe Hautstelle sein oder eine schorfige oder verkrustete Wunde, die manchmal blutet. Die Stelle ist meist recht empfindlich und weist oft verhornte Bereiche auf.

    Ein Plattenepithelkarzinom kann in einer Narbe oder chronischen Wunde, aber auch auf ansonsten gesunder Haut entstehen. Häufig bildet es sich auf der Ohrenkante oder im Gesicht einschließlich der Lippen.

    Quellen

    Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), Deutsche Krebshilfe (DKH). S3-Leitlinie Prävention von Hautkrebs. AWMF-Registernr.: 032-052OL. 04.2014. (Leitlinienprogramm Onkologie).

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    Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG). Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut (S3-Leitlinie). AWMF-Registernr.: 032-022. 06.2019.

    Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Hautkrebsscreening. Zusammenfassende Dokumentation des Unterausschusses „Prävention“ des Gemeinsamen Bundesausschusses. 31.03.2008.

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    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Mehr Wissen: Was erhöht das Risiko für weißen Hautkrebs?

    Mehrere Faktoren begünstigen weißen Hautkrebs. Der wichtigste lässt sich durch das eigene Verhalten beeinflussen – nämlich die Zeit, in der man sich ungeschützt in der Sonne aufhält. Sonnenlicht enthält ultraviolette Strahlung, die die Haut schädigen und zu Krebs führen kann.

    Das Risiko, im Laufe des Lebens an weißem Hautkrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter. Die wichtigsten weiteren Risikofaktoren hängen alle damit zusammen, wie oft und wie intensiv die Haut dem Sonnenlicht ausgesetzt ist und wie empfindlich sie darauf reagiert:

    • die geografische Lage des Wohnorts
    • der Hauttyp
    • der eigene Umgang mit UV-Strahlung
    • der Besuch von Solarien

    Das ultraviolette (UV-)Licht der Sonne besteht hauptsächlich aus UV-A-Strahlen. Sie dringen tief in die Haut ein und bräunen sie schnell. Diese Bräune hält jedoch nicht lange an und schützt nur wenig vor weiterer Sonnenstrahlung. UV-A-Licht schädigt die Haut und lässt sie vorzeitig altern.

    Die UV-B-Strahlen der Sonne dringen vor allem in die obere Hautschicht ein. Dort sorgen sie für eine verzögerte, aber länger anhaltende Bräunung und einen gewissen Eigenschutz der Haut vor weiterer Sonnenstrahlung. Allerdings röten und reizen sie die Haut und können Sonnenbrand verursachen. Man nimmt an, dass UV-B-Strahlen Hautkrebs stärker fördern als UV-A-Strahlen.

    Mehrere Faktoren begünstigen weißen Hautkrebs. Der wichtigste lässt sich durch das eigene Verhalten beeinflussen – nämlich die Zeit, in der man sich ungeschützt in der Sonne aufhält. Sonnenlicht enthält ultraviolette Strahlung, die die Haut schädigen und zu Krebs führen kann.

    Das Risiko, im Laufe des Lebens an weißem Hautkrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter. Die wichtigsten weiteren Risikofaktoren hängen alle damit zusammen, wie oft und wie intensiv die Haut dem Sonnenlicht ausgesetzt ist und wie empfindlich sie darauf reagiert:

    • die geografische Lage des Wohnorts
    • der Hauttyp
    • der eigene Umgang mit UV-Strahlung
    • der Besuch von Solarien

    Das ultraviolette (UV-)Licht der Sonne besteht hauptsächlich aus UV-A-Strahlen. Sie dringen tief in die Haut ein und bräunen sie schnell. Diese Bräune hält jedoch nicht lange an und schützt nur wenig vor weiterer Sonnenstrahlung. UV-A-Licht schädigt die Haut und lässt sie vorzeitig altern.

    Die UV-B-Strahlen der Sonne dringen vor allem in die obere Hautschicht ein. Dort sorgen sie für eine verzögerte, aber länger anhaltende Bräunung und einen gewissen Eigenschutz der Haut vor weiterer Sonnenstrahlung. Allerdings röten und reizen sie die Haut und können Sonnenbrand verursachen. Man nimmt an, dass UV-B-Strahlen Hautkrebs stärker fördern als UV-A-Strahlen.

    Warum spielt es eine Rolle, wo man lebt?

    Wie viel UV-B-Strahlung man täglich ausgesetzt ist, hängt vom Wohnort ab. Innerhalb Deutschlands sind die Unterschiede allerdings eher gering. In höher gelegenen Bergregionen muss man mit stärkerer UV-B-Strahlung rechnen als im Flachland. Außerdem reflektieren Schnee, Wasser und heller Sand das UV-Licht und verstärken die Strahlung.

    Weltweit sind die Unterschiede wesentlich größer. Eine hoch stehende Sonne und eine dünne Ozonschicht erhöhen die Stärke der UV-Strahlung und damit das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Deshalb ist die UV-Strahlung in der Nähe des Äquators und in Ländern, die sich in der Nähe des Ozonlochs über der Antarktis befinden, besonders hoch.

    Welcher Umgang mit der Sonne ist bedenklich?

    Zumindest über vier Tatsachen sind sich Fachleute einig:

    • Sich in der Sonne aufzuhalten, gehört zum normalen Leben dazu. Der Körper bildet mithilfe des UV-B-Lichts der Sonne lebensnotwendiges Vitamin D.
    • Sonnenbrand sollte man so gut es geht vermeiden.
    • Zu viel Sonne fördert Hautkrebs.
    • Kinder sind empfindlicher als Erwachsene.

    Doch darüber hinaus gibt es auf die Frage, was „zu viel Sonne“ ist, keine einfache Antwort. Das liegt zum einen daran, dass die Antwort unter anderem von persönlichen Eigenschaften wie dem Hauttyp abhängt. Zum anderen aber auch daran, dass der Zusammenhang zwischen Sonne und Krebs noch nicht genau verstanden wird.

    Zudem sind die Häufigkeit, Dauer und Intensität, mit der Menschen UV-Strahlung ausgesetzt sind, sehr unterschiedlich: Wer im Freien arbeitet, hält sich im Sommer unter Umständen täglich mehrere Stunden in der Sonne auf. Wer im Büro arbeitet, geht eher am Wochenende oder im Urlaub in die Sonne. Dabei ist auch der Wunsch, „braun zu werden“, von Mensch zu Mensch verschieden.

    Die Sonnenstrahlen, denen man bei alltäglichen Aktivitäten – auf dem Weg zur Arbeit, bei alltäglichen Besorgungen oder in der Freizeit – ausgesetzt ist, werden manchmal als weniger bedeutend eingestuft als die, denen man sich beim bewussten Sonnenbad aussetzt.

    Hinzu kommt, dass die Verteilung der UV-Dosis auf der Haut sehr unterschiedlich ist: Gesicht, Hals, Hände und Arme bekommen viel mehr Sonne ab als der Rest des Körpers. Andere Hautbereiche sind dagegen nur selten der Sonne ausgesetzt.

    Im Laufe des Lebens häuft also jeder Hautbereich seine eigene Dosis an UV-Strahlung an. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren noch, welche Rolle die Gesamtmenge an UV-Licht spielt, die auf die Haut trifft – und wie ein „Wechselbad“ zwischen Tagen oder Wochen mit sehr viel und sehr wenig Sonne zu beurteilen ist. Ein Beispiel für letzteres ist, wenn ein Kind im Sommerurlaub ungeschützt in der Mittagssonne spielt, während es den Rest des Jahres eher wenig nach draußen geht.

    Können auch Solarien Hautkrebs verursachen?

    Solarien-Licht enthält UV-Strahlung. Wer regelmäßig Solarien besucht, erhöht damit vermutlich sein Risiko, an einem Basalzell- oder Plattenepithelkarzinom zu erkranken. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche. In Deutschland ist es für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren daher gesetzlich verboten, Solarien oder Sonnenstudios zu benutzen.

    Welche UV-A- und UV-B-Dosis das Sonnen auf einer Sonnenbank mit sich bringt, hängt von den Röhren ab. Die Zusammensetzung schwankt mit dem Solariumsmodell und dem Alter der Röhren. Neuere Sonnenbänke dürfen nicht mehr UV-Licht abgeben als die Mittagssonne am Äquator bei wolkenlosem Himmel.

    Manche Menschen gehen ins Solarium, weil sie die Haut vorbräunen wollen, um so einen Sonnenbrand zu verhindern. Die UV-A-Strahlung aus Solarien bräunt die Haut zwar schnell, aber nicht nachhaltig. Außerdem schützt die gewonnene Bräune kaum vor einem Sonnenbrand.

    Für welche Hauttypen ist das Risiko durch UV-Strahlung erhöht?

    Menschen mit heller Haut haben ein höheres Risiko für weißen Hautkrebs als Menschen mit einer von Natur aus dunklen Haut.

    Menschen mit hellem Hauttyp (Typ I und II) haben einen hellen Teint, oft Sommersprossen und werden nie (Typ I) oder nur wenig (Typ II) braun. Sie bekommen leicht einen starken Sonnenbrand. Lichtempfindliche Menschen haben gewöhnlich eine helle Augen- und Haarfarbe, beispielsweise blaue oder grüne Augen und rote oder blonde Haare.

    Menschen mit dunklerem Hauttyp reagieren weniger empfindlich auf UV-Strahlen.

    Die folgende Einteilung hilft zu beurteilen, zu welchem Hauttyp man gehört:

    Hauttyp I:
    • sehr helle Haut, sehr häufig mit Sommersprossen
    • rötliche bis rötlich-blonde Haare
    • blaue oder graue Augen
    • UV-Strahlung führt nach spätestens 10 Minuten zu Sonnenbrand, die Haut bräunt nicht
    Hauttyp II:
    • helle Haut, häufig mit Sommersprossen
    • blonde bis braune Haare
    • alle Augenfarben
    • UV-Strahlung führt nach spätestens 20 Minuten zu Sonnenbrand, die Haut bräunt kaum bis mäßig
    Hauttyp III:
    • helle bis hellbraune Haut, selten mit Sommersprossen
    • dunkelblonde bis braune Haare
    • graue oder braune Augen
    • UV-Strahlung führt nach spätestens 30 Minuten zu Sonnenbrand, die Haut bräunt gut
    Hauttyp IV:
    • hellbraune oder olivfarbene Haut, keine Sommersprossen
    • dunkelbraune Haare
    • braune bis dunkelbraune Augen
    • UV-Strahlung führt nach spätestens 50 Minuten zu Sonnenbrand, die Haut bräunt schnell und tief
    Hauttyp V:
    • dunkelbraune Haut
    • dunkelbraune bis schwarze Haare
    • dunkelbraune Augen
    • UV-Strahlung führt erst nach über 60 Minuten zu Sonnenbrand, die vorhandene Bräunung nimmt nicht mehr weiter zu
    Hauttyp VI:
    • dunkelbraune bis schwarze Haut
    • schwarze Haare
    • dunkelbraune Augen
    • UV-Strahlung führt erst nach über 60 Minuten zu Sonnenbrand, die vorhandene Bräunung nimmt nicht mehr weiter zu

    Während ein sehr heller und heller Hauttyp (Typ I und II) für Menschen zum Beispiel aus Skandinavien und Großbritannien typisch ist, leben Menschen mit mittelbrauner Haut und dunklen Augen und Haaren (Typ IV) vor allem im Mittelmeerraum und geografisch vergleichbaren Regionen. Menschen mit noch dunklerer oder schwarzer Haut (Typ V und VI) stammen ursprünglich etwa aus Teilen Asiens oder Afrikas.

    Welche weiteren Ursachen und Risikofaktoren gibt es?

    UV-Licht kann auch zu einer Krebsvorstufe führen – der aktinischen Keratose. Eine aktinische Keratose sieht oft aus wie ein bräunlicher oder rötlicher, schuppiger Fleck. Aus ihr kann sich ein Plattenepithelkarzinom entwickeln.

    Wer raucht, hat möglicherweise ein höheres Risiko für Plattenepithelkrebs. Auch einige Giftstoffe wie Arsen und Chemikalien können die Entstehung von weißem Hautkrebs begünstigen.

    Personen, die berufsbedingt im Freien arbeiten, erkranken häufiger an weißem Hautkrebs.

    Eine weitere Risikogruppe sind Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem. Hierzu zählen vor allem Menschen, deren Immunsystem künstlich mit Medikamenten unterdrückt werden muss, beispielsweise nach einer Organtransplantation. Für einige Hautkrankheiten wie Schuppenflechte gibt es Behandlungen mit UV-Licht, die als Nebenwirkung die Bildung eines Plattenepithelkarzinoms fördern können.

    Bei einigen erblich bedingten Erkrankungen ist auch das Risiko für weißen Hautkrebs erhöht, beispielsweise bei Xeroderma pigmentosum oder dem Gorlin-Goltz-Syndrom (Basalzellnävussyndrom).

    Wie hoch ist das Risiko, wenn man bereits Hautkrebs hatte?

    Wer schon einmal an Hautkrebs erkrankt ist, hat ein erhöhtes Risiko für einen erneuten Tumor. Das Risiko hängt beispielsweise davon ab,

    • welche Art von Hautkrebs zuerst festgestellt wurde,
    • ob dieser früh oder spät entdeckt wurde,
    • wie er behandelt wurde,
    • an welcher Körperstelle er aufgetreten ist,
    • ob andere in der Familie Hautkrebs haben oder hatten,
    • welchen Hauttyp jemand hat und
    • wie intensiv die UV-Strahlung am Wohnort ist.

    Nach einem Basalzellkarzinom ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, erneut an Hautkrebs zu erkranken: Bei etwa 29 von 100 bereits betroffenen Personen wird später ein weiteres Basalzellkarzinom gefunden. Bei ungefähr 4 von 100 Personen, die an einem Basalzellkarzinom erkrankt waren, wird ein Plattenepithelkarzinom entdeckt und bei weniger als einem von 100, die ein Basalzellkarzinom hatten, ein Melanom.

    Von 100 Menschen mit Plattenepithelkarzinom werden etwa 13 erneut an dieser Krebsart erkranken, 16 an Basalzellkrebs und weniger als einer wird ein Melanom entwickeln.

    Quellen

    Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), Deutsche Krebshilfe (DKH). S3-Leitlinie Prävention von Hautkrebs. AWMF-Registernr.: 032-052OL. 04.2014. (Leitlinienprogramm Onkologie).

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    Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG). Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut (S3-Leitlinie). AWMF-Registernr.: 032-022. 06.2019.

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    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Mehr Wissen: Wie verläuft weißer Hautkrebs?

    Zum weißen Hautkrebs zählen das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Das Basalzellkarzinom ist der häufigste Hautkrebs, wächst aber meist nur langsam. Das Plattenepithelkarzinom ist etwas aggressiver. Die meisten Tumoren werden jedoch erkannt, bevor sie sich im Körper ausgebreitet haben.

    Basalzellkarzinom

    Das Basalzellkarzinom (Basaliom, Basalzellkrebs) entwickelt sich insgesamt am häufigsten bei Menschen um die 60 Jahre und insbesondere im Gesicht, am Hals oder an anderen Stellen des Kopfes, die regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind. Er wächst gewöhnlich langsam und nur dort, wo er entstanden ist. Daher wird das Basalzellkarzinom meist entdeckt, wenn es durch eine Operation noch vollständig entfernt werden kann. Trotzdem ist es nicht ganz ungefährlich: Wird es erst sehr spät oder gar nicht behandelt, kann es in tiefer liegendes Gewebe eindringen. Auf diese Weise können zum Beispiel Nase, Augen oder Gesichtsknochen geschädigt werden.

    Da ein Basalzellkarzinom in der Regel keine Absiedlungen (Metastasen) an anderen Stellen des Körpers bildet, ist es selten tödlich: Von 1000 erkrankten Personen stirbt nur etwa eine daran.

    Plattenepithelkarzinom

    Das Plattenepithelkarzinom – auch Plattenepithelkrebs, Stachelzellkrebs und Spinaliom genannt – entwickelt sich ebenfalls vor allem bei älteren Menschen. Im Durchschnitt sind die Erkrankten um die 70 Jahre alt. Ein Spinaliom tritt fast immer an Körperstellen auf, die der Sonne ausgesetzt sind, vor allem im Gesicht, an den Ohren, auf der Unterlippe oder dem Handrücken.

    Ein Plattenepithelkarzinom wächst – wie ein Basaliom – an der Stelle, an der es entstanden ist und zerstört dabei benachbartes Gewebe. Er ist aggressiver als das Basalzellkarzinom, vor allem, wenn es im Bereich einer alten Narbe, in einem Geschwür oder auf den Lippen oder Ohren wächst.

    Ohne Behandlung besteht die Gefahr, dass sich der Krebs weiter im Körper ausbreitet. Meist wird ein Plattenepithelkarzinom jedoch erkannt, bevor es Metastasen gebildet hat. Dann kann der Krebs meistens recht gut behandelt werden. Etwa 40 bis 50 von 1000 Erkrankten sterben an einem Plattenepithelkarzinom.

    Wer schon einmal Hautkrebs hatte, hat ein erhöhtes Risiko, erneut daran zu erkranken. Bei einer erneuten Hautkrebserkrankung kann der Krebs aggressiver sein als bei einer ersten Erkrankung.

    Zum weißen Hautkrebs zählen das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Das Basalzellkarzinom ist der häufigste Hautkrebs, wächst aber meist nur langsam. Das Plattenepithelkarzinom ist etwas aggressiver. Die meisten Tumoren werden jedoch erkannt, bevor sie sich im Körper ausgebreitet haben.

    Basalzellkarzinom

    Das Basalzellkarzinom (Basaliom, Basalzellkrebs) entwickelt sich insgesamt am häufigsten bei Menschen um die 60 Jahre und insbesondere im Gesicht, am Hals oder an anderen Stellen des Kopfes, die regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind. Er wächst gewöhnlich langsam und nur dort, wo er entstanden ist. Daher wird das Basalzellkarzinom meist entdeckt, wenn es durch eine Operation noch vollständig entfernt werden kann. Trotzdem ist es nicht ganz ungefährlich: Wird es erst sehr spät oder gar nicht behandelt, kann es in tiefer liegendes Gewebe eindringen. Auf diese Weise können zum Beispiel Nase, Augen oder Gesichtsknochen geschädigt werden.

    Da ein Basalzellkarzinom in der Regel keine Absiedlungen (Metastasen) an anderen Stellen des Körpers bildet, ist es selten tödlich: Von 1000 erkrankten Personen stirbt nur etwa eine daran.

    Plattenepithelkarzinom

    Das Plattenepithelkarzinom – auch Plattenepithelkrebs, Stachelzellkrebs und Spinaliom genannt – entwickelt sich ebenfalls vor allem bei älteren Menschen. Im Durchschnitt sind die Erkrankten um die 70 Jahre alt. Ein Spinaliom tritt fast immer an Körperstellen auf, die der Sonne ausgesetzt sind, vor allem im Gesicht, an den Ohren, auf der Unterlippe oder dem Handrücken.

    Ein Plattenepithelkarzinom wächst – wie ein Basaliom – an der Stelle, an der es entstanden ist und zerstört dabei benachbartes Gewebe. Er ist aggressiver als das Basalzellkarzinom, vor allem, wenn es im Bereich einer alten Narbe, in einem Geschwür oder auf den Lippen oder Ohren wächst.

    Ohne Behandlung besteht die Gefahr, dass sich der Krebs weiter im Körper ausbreitet. Meist wird ein Plattenepithelkarzinom jedoch erkannt, bevor es Metastasen gebildet hat. Dann kann der Krebs meistens recht gut behandelt werden. Etwa 40 bis 50 von 1000 Erkrankten sterben an einem Plattenepithelkarzinom.

    Wer schon einmal Hautkrebs hatte, hat ein erhöhtes Risiko, erneut daran zu erkranken. Bei einer erneuten Hautkrebserkrankung kann der Krebs aggressiver sein als bei einer ersten Erkrankung.

    Krebsvorstufen: aktinische Keratose und Bowen-Krankheit

    Ein Plattenepithelkarzinom entwickelt sich meistens aus einer Krebsvorstufe wie der aktinischen Keratose oder der Bowen-Krankheit. Um zu verhindern, dass es zu Krebs kommt, werden bereits diese Vorstufen behandelt.

    Eine aktinische Keratose (solare Keratose, Lichtkeratose) entsteht, wenn die Haut dauerhaft der Sonne ausgesetzt ist und dadurch verhornt. Menschen mit aktinischer Keratose sind häufig schon älter. Oft leben sie in einer Gegend mit intensiver Sonnenstrahlung. Eine aktinische Keratose zeigt sich in der Regel an mehreren Hautstellen. Die Haut ist dort rötlich bis bräunlich gefärbt, rau und schuppig und manchmal dicker oder nach oben gewölbt.

    Ob sich eine aktinische Keratose zu einem Krebs weiterentwickelt oder ausheilt, lässt sich kaum vorhersagen. Ärztinnen und Ärzte schlagen in der Regel eine Behandlung vor, um die Veränderung zu entfernen.

    Bei der Bowen-Krankheit (Morbus Bowen) grenzt sich eine gerötete, schuppige Stelle deutlich von der gesunden Haut ab. Bei etwa 3 von 100 Personen geht die Bowen-Krankheit in ein Plattenepithelkarzinom über. Ein so entstandener Tumor ist vergleichsweise aggressiv und breitet sich häufig auf andere Körperregionen aus.

    Quellen

    Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), Deutsche Krebshilfe (DKH). S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms. AWMF-Registernr.: 032-024OL. 07.2018. (Leitlinienprogramm Onkologie).

    Bath-Hextall FJ, Matin RN, Wilkinson D, Leonardi-Bee J. Interventions for cutaneous Bowen's disease. Cochrane Database Syst Rev 2013; (6): CD007281.

    Baxter JM, Patel AN, Varma S. Facial basal cell carcinoma. BMJ 2012; 345: e5342.

    Dellavalle R. Skin cancer, moles, and actinic keratosis. In: Williams H, Bigby M, Herxheimer A, Naldi L, Rzany B, Dellavalle R (Ed). Edvidence-based dermatology. London: BMJ Books; 2014. S. 223-319.

    Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG). Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut (S3-Leitlinie). AWMF-Registernr.: 032-022. 06.2019.

    Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Hautkrebsscreening. Zusammenfassende Dokumentation des Unterausschusses „Prävention“ des Gemeinsamen Bundesausschusses. 31.03.2008.

    Robert Koch-Institut (RKI), Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID). Krebs in Deutschland für 2013/2014. 2017.

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    Werner RN, Sammain A, Erdmann R, Hartmann V, Stockfleth E, Nast A. The natural history of actinic keratosis: a systematic review. Br J Dermat 2013; 169(3): 502-518.

    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
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    Mehr Wissen: Wie kann man sich vor zu viel Sonne schützen?

    Sich vor zu viel UV-Strahlung zu schützen, gilt als wichtigste Möglichkeit, Hautkrebs vorzubeugen. Kinder reagieren empfindlicher als Erwachsene und brauchen deshalb einen besonderen Schutz vor intensiver Sonnenstrahlung und Sonnenbrand.

    Sich wirkungsvoll vor der Sonne zu schützen, bedeutet, zu viel UV-A- und UV-B-Strahlung zu vermeiden. Besonders intensiv ist die Sonne im Sommer zwischen 11 und 15 Uhr. Wer den Kontakt mit UV-Strahlung begrenzen möchte, kann

    • im Sommer direkte Sonne während der Mittagszeit meiden,
    • Schatten suchen, vor allem während der Mittagszeit,
    • sich mit Sonnenschirm, Hut und Kleidung vor der Sonne schützen,
    • eine Sonnenbrille mit UV-Schutzgläsern tragen,
    • Sonnencreme mit UV-A- und UV-B-Schutz und einem hohen Lichtschutzfaktor verwenden sowie
    • auf Solarien und UV-Lampen verzichten.

    Praktische Informationen für Eltern, die helfen können, Kinder vor Sonne zu schützen, finden Sie in unserem Flyer: Kinder und Sonne.

    Sich vor zu viel UV-Strahlung zu schützen, gilt als wichtigste Möglichkeit, Hautkrebs vorzubeugen. Kinder reagieren empfindlicher als Erwachsene und brauchen deshalb einen besonderen Schutz vor intensiver Sonnenstrahlung und Sonnenbrand.

    Sich wirkungsvoll vor der Sonne zu schützen, bedeutet, zu viel UV-A- und UV-B-Strahlung zu vermeiden. Besonders intensiv ist die Sonne im Sommer zwischen 11 und 15 Uhr. Wer den Kontakt mit UV-Strahlung begrenzen möchte, kann

    • im Sommer direkte Sonne während der Mittagszeit meiden,
    • Schatten suchen, vor allem während der Mittagszeit,
    • sich mit Sonnenschirm, Hut und Kleidung vor der Sonne schützen,
    • eine Sonnenbrille mit UV-Schutzgläsern tragen,
    • Sonnencreme mit UV-A- und UV-B-Schutz und einem hohen Lichtschutzfaktor verwenden sowie
    • auf Solarien und UV-Lampen verzichten.

    Praktische Informationen für Eltern, die helfen können, Kinder vor Sonne zu schützen, finden Sie in unserem Flyer: Kinder und Sonne.

    Wie viel Schutz bieten Schatten und Kleidung?

    Schatten ist der beste Sonnenschutz. Er kann die UV-Strahlung um 50 bis 95 % vermindern. Allerdings schützt nicht jeder Schatten gleich. Dichtes Blattwerk von Bäumen oder Sträuchern eignet sich gut und hält mehr Sonne ab als viele Strandschirme. Ist kein schattiges Plätzchen zu finden, kann man sich entsprechend kleiden. Hüte mit breiter Krempe sind eine gute Ergänzung. Ein Sonnen- oder Regenschirm kann ein zusätzlicher Schutz für Babys sein.

    Kleidung schützt gut, wenn sie dunkel, fest gewebt oder dicht und ungebleicht ist. Materialien wie Polyester, aber auch Jeans und Wolle halten mehr UV-Licht ab als dünne Baumwollstoffe, Leinen, Seide oder Viskose.

    Darüber hinaus gibt es Kleidung mit speziellem UV-Schutz. Wie gut der Schutz ist, hängt entscheidend davon ab, wie sie hergestellt wird. Manche Textilien verlieren einen Großteil ihres Schutzes, wenn sie nass sind oder gewaschen wurden.

    Die zuverlässigste Aussage über den Lichtschutzfaktor von Textilien liefert der „UV-Standard 801“. Dieses Verfahren überprüft auch das beanspruchte Kleidungsstück und gibt seinen UV-Schutz als Ultraviolet Protection Factor (UPF) an. Der UPF nach UV-Standard 801 besagt, wie viel länger die Nutzerin oder der Nutzer in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Dichte Baumwoll-Kleidung hat einen UPF von etwa 20.

    Was kann man von Sonnencreme erwarten?

    Lichtschutzmittel wie Sonnencreme oder -spray können Sonnenbrand verhindern, wenn man beachtet, wie lange sie wirken. Das macht sie wertvoll, denn Sonnenbrand tut weh, schädigt die Haut und wird mit einem erhöhten Hautkrebsrisiko in Verbindung gebracht.

    Die Frage, ob Sonnencreme direkt vor Hautkrebs schützt, ist jedoch nicht so einfach zu beantworten. Studien deuten darauf hin, dass Menschen seltener ein Plattenepithelkarzinom entwickeln, wenn sie sich eincremen. Dass Sonnenschutzmittel dem gefährlicheren Melanom und dem häufigeren Basalzellkarzinom vorbeugen, ist bisher aber nicht nachgewiesen. Die meisten Studien zum Thema vernachlässigen wichtige Einflussfaktoren wie den Hauttyp der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In anderen Studien wurden die Teilnehmenden nur im Nachhinein danach gefragt, wie oft sie sich eingecremt hatten. Sich genau daran zu erinnern, wie häufig und gut man sich vor Jahren oder Jahrzehnten eingecremt hat, ist aber kaum möglich.

    In den meisten Studien wurden zudem ältere Produkte verwendet, die keinen UV-A-Filter und einen vergleichsweise geringen Lichtschutzfaktor (LSF) hatten. Moderne Cremes mit höherem LSF und UV-A-Filter wurden bisher noch weniger untersucht.

    Trotz vieler ungeklärter Fragen ist Sonnencreme ein wichtiges zusätzliches Hilfsmittel. Es gibt Situationen – etwa beim Wandern, Schwimmen oder Surfen –, bei denen es keinen Schatten gibt oder Kleidung allein nicht ausreicht. Auch beim Baden oder Wassersport ist man der Sonne besonders stark ausgesetzt, da Wasser die UV-Strahlen reflektiert. Die Strahlen können außerdem bis zu einen Meter tief in Wasser eindringen. Eltern finden Sonnencreme für lebhafte Kinder zudem oft praktischer als andere Schutzmaßnahmen: Kinder bleiben nicht immer im Schatten und auch Kleidung wird häufig ausgezogen.

    Sich allein auf Sonnencreme zu verlassen, hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Der Sonnenschutz lässt sich nicht gut überprüfen. Man kann leicht übersehen, dass die Creme stellenweise nicht dick genug aufgetragen ist oder sie sich abgenutzt hat. Darüber hinaus kann ihre Anwendung dazu führen, dass wirksamere Sonnenschutzmaßnahmen vernachlässigt werden.

    Welcher Lichtschutzfaktor ist der richtige?

    Der Lichtschutzfaktor (LSF) einer Sonnencreme gibt an, wie lange das Produkt vor UV-B-Strahlen schützt und einen Sonnenbrand verhindern kann. Ob eine Sonnencreme auch UV-A-Licht herausfiltert, ist anders vermerkt, beispielsweise in Form eines UV-A-Siegels (ein Kreis mit der Beschriftung „UVA“). Nur Sonnencreme mit einem Breitbandfilter für UV-A- und UV-B-Strahlen kann einem Sonnenbrand so gut wie möglich vorbeugen.

    Die Haut kann sich eine gewisse Zeit selbst vor UV-B-Strahlen schützen. Der LSF gibt an, wie lange sich dieser Eigenschutz durch Eincremen maximal verlängern lässt. Hierzu wird die Dauer des Eigenschutzes mit dem LSF multipliziert. Ein Beispiel:

    Herr Müller hat den Hauttyp I mit einem Eigenschutz von bis zu 10 Minuten. Er cremt sich mit einer Sonnencreme ein, die den Lichtschutzfaktor 15 hat. Sein Schutz verlängert sich nun auf maximal 10 x 15 = 150 Minuten (2,5 Stunden).

    Etwas einfacher ist es, sich an den LSF-Kategorien zu orientieren, die auf den Produkten vermerkt sind. Sie teilen den UV-B-Schutz grob in Klassen mit geringem, mittlerem, hohem oder sehr hohem Schutz ein:

    Lichtschutzfaktor (LSF) LSF-Kategorie
    6, 10 gering
    15, 20, 25 mittel
    30, 50 hoch

    Welche UV-Filter gibt es?

    Die meisten Lichtschutzmittel enthalten mehrere chemische UV-Filter und zusätzlich physikalische Filter. Welche UV-Filter erlaubt sind, unterscheidet sich von Land zu Land.

    Chemische Filter sind Stoffe, die in die Haut eindringen und UV-Strahlen abfangen. Meistens werden verschiedene chemische UV-Filter kombiniert, um ein größeres Strahlenspektrum abdecken zu können. Physikalische Filter enthalten Partikel (mineralische Pigmente), die die Haut gegen UV-Strahlen abschirmen. Am häufigsten werden dafür Partikel aus Titandioxid und Zinkoxid eingesetzt. Eine Sonnencreme auf Basis mineralischer Pigmente gilt als hautverträglicher als Produkte mit chemischen Filtern. Allerdings hinterlässt der mineralische Pigmentfilter einiger Lichtschutzmittel eine weiße Schicht auf der Haut, die als störend empfunden werden kann.

    Auch Gesichtscremes und Make-up können UV-Filter enthalten. Allerdings sind die Angaben zum LSF häufig so ungenau, dass man sich nicht auf den Schutz verlassen kann.

    Wie creme ich mich richtig ein?

    Eincremen klingt zunächst einfach. Viele Menschen wenden Lichtschutzmittel jedoch nicht richtig an oder sind unsicher, wann, in welcher Menge und wie oft die Sonnencreme aufgetragen werden soll. Wichtig ist außerdem, eine Creme zu wählen, deren Lichtschutzfaktor zum Hauttyp passt und ausreichend schützt.

    Sonnencreme kann nur wirken, wenn reichlich davon verwendet wird. Eine 200-ml-Flasche Sonnencreme reicht bei einem Erwachsenen für etwa sechs Ganzkörper-Anwendungen.

    Beim Eincremen ist es wichtig, dass jedes Fleckchen Haut, das der Sonne ausgesetzt ist, berücksichtigt wird. Körperstellen wie Ohren und Füße werden leicht vergessen. Einige tun sich zudem schwer, um Hilfe zu bitten, beispielsweise für den Rücken. Die Creme wird durch Baden, Abtrocknen oder starkes Schwitzen abgetragen und kann dann nicht mehr ausreichend schützen. Auch „wasserfeste“ Lichtschutzmittel sind nicht hundertprozentig wasser- und abriebfest. Deshalb ist es sinnvoll, Sonnencreme generell häufiger aufzutragen – etwa alle zwei Stunden. Hier hilft manchmal ein kleines Erinnerungssignal, beispielsweise über ein Smartphone. Die angegebene maximale Schutzzeit der Sonnencreme lässt sich allerdings durch wiederholtes Eincremen nicht verlängern.

    Wichtig ist auch, Sonnencreme rechtzeitig zu verwenden und nicht erst, wenn man schon eine Weile in der Sonne war. Die meisten Lichtschutzmittel wirken sofort nach dem Auftragen. Einzelne Produkte müssen erst 20 bis 30 Minuten einwirken, bevor sie einen Schutz bieten.

    Im Urlaub oder vor dem Sonnenbaden achten relativ viele Menschen darauf, sich einzucremen. Im Alltag denken sie weniger daran. Natürlich ist nicht jeder Aufenthalt in der Sonne geplant und manchmal ist es durchaus schwierig, die Sonnenintensität einzuschätzen. Einen Sonnenbrand kann man sich aber überall holen – ob im Straßencafé oder beim ausgedehnten Marktbummel.

    Keine Frage: Regelmäßiges Eincremen ist lästig und vor allem bei Kindern unbeliebt. Leichter fällt es zumindest bei Kindern oft, wenn das Eincremen im Sommer als festes Ritual dazugehört, die Creme gut riecht und mit Sommer, Strand und Urlaub verbunden wird.

    Haben Sonnencremes unerwünschte Wirkungen?

    Die in Sonnencreme verwendeten Chemikalien und Zusatzstoffe rufen bei etwa 20 von 100 Personen Nebenwirkungen hervor. Diese beeinträchtigen zwar nicht den Sonnenschutz. Beschwerden wie eine gerötete oder entzündete Haut oder allergische Reaktionen können jedoch unangenehm sein. Äußerst selten kommt es auch zu einer heftigen allergischen Reaktion, bei der sofortige ärztliche Hilfe nötig ist.

    Wer eine besonders empfindliche Haut hat, reagiert eher auf Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe. Enthält ein Lichtschutzmittel keine Zusatzstoffe, ist dies gewöhnlich auf der Verpackung vermerkt. Menschen mit sensibler Haut vertragen Sonnencremes häufig besser, wenn diese ausschließlich auf physikalischen UV-Filtern basieren.

    Vor allem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor können auf Kleidung oder Sitzmöbeln Flecken hinterlassen.

    Warum gehen viele Menschen ungeschützt in die Sonne?

    Manche Menschen befürchten, dass ihr Körper zu wenig Vitamin D bildet, wenn sie der Sonne aus dem Weg gehen. Diese Sorge ist meist unbegründet: In der Regel setzt man Gesicht und Hände im Alltag immer wieder für kurze Zeit der Sonne aus – dies reicht meist aus. Zudem kann unser Körper Vitamin D speichern. Wer nie in die Sonne geht oder vollständig verschleiert ist, kann jedoch kein Vitamin D bilden und ist auf eine ausreichende Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Der Körper benötigt Vitamin D zum Knochenaufbau.

    Oft ist der Wunsch nach gebräunter Haut auch einfach größer als das Bedürfnis, sich ausreichend vor der Sonne zu schützen. Viele Menschen gefallen sich besser, wenn sie braun sind. Eine leichte Bräune wirkt auf die meisten zudem als gesund, erholt und sportlich. Braune Haut steht manchmal auch einfach für einen schönen Urlaub. Biologisch gesehen ist Bräune allerdings nichts anderes als eine Reaktion der Haut, um sich vor Schäden durch zu viel UV-Strahlung zu schützen.

    Obwohl viele Menschen wissen, dass zu viel Sonne das Hautkrebsrisiko erhöht, möchten sie auf ihre Urlaubsbräune nicht verzichten. Ob man sich um Hautkrebs Sorgen macht oder nicht, ist sehr unterschiedlich. Manchmal wird Hautkrebs als nicht so bedrohlich wahrgenommen, oder das Risiko wird verdrängt. Einige Menschen legen eher Wert darauf, kurzfristige Schäden wie einen Hitzschlag oder Sonnenbrand zu vermeiden. Eine verbreitete Annahme ist auch, dass das Bräunen „nebenbei“ während einer Freizeitaktivität an der frischen Luft gesünder ist als Sonnenbaden.

    Bei aller nötigen Vorsicht: Die meisten Menschen brauchen Sonne und frische Luft, um sich wohlzufühlen. Es gilt also, für sich selbst das richtige Maß zu finden, um Sommer und Sonnenschein entspannt zu genießen.

    Quellen

    Abroms L, Jorgensen CM, Southwell BG, Geller AC, Emmons KM. Gender differences in young adults' beliefs about sunscreen use. Health Educ Behav 2003; 30(1): 29-43.

    Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), Deutsche Krebshilfe (DKH). S3-Leitlinie Prävention von Hautkrebs. AWMF-Registernr.: 032-052OL. 04.2014. (Leitlinienprogramm Onkologie).

    Bjelakovic G, Gluud LL, Nikolova D, Whitfield K, Krstic G, Wetterslev J et al. Vitamin D supplementation for prevention of cancer in adults. Cochrane Database Syst Rev 2014; (6): CD007469.

    Bjelakovic G, Gluud LL, Nikolova D, Whitfield K, Wetterslev J, Simonetti RG et al. Vitamin D supplementation for prevention of mortality in adults. Cochrane Database Syst Rev 2014; (1): CD007470.

    Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Optische Strahlung: Tipps zum UV-Schutz. 11.04.2018.

    Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Optische Strahlung: UV-Schutz für die Haut. 25.05.2018.

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    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
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    Mehr Wissen: Wie kann weißer Hautkrebs behandelt werden?

    Wenn weißer Hautkrebs festgestellt wird, versucht man meist, den Tumor operativ zu entfernen. Hautkrebs kann auch mit Medikamenten oder einer Bestrahlung behandelt werden. Welche Behandlung infrage kommt, hängt unter anderem von der Krebsart, der Größe des Tumors und seiner Aggressivität ab.

    Mit weißem Hautkrebs sind das Plattenepithel- und das Basalzellkarzinom gemeint. Sie entstehen meist an Körperstellen, die häufig der Sonne ausgesetzt und gut sichtbar sind. Ein Basalzellkarzinom (auch Basaliom genannt) wächst gewöhnlich langsam und örtlich begrenzt. Wenn es jedoch spät oder gar nicht behandelt wird, kann es in tiefer liegendes Gewebe eindringen. Auf diese Weise können Gesichtspartien, Knochen, Rückenmark oder das Gehirn geschädigt und entstellt werden, was auch die Behandlung erschwert.

    Das Plattenepithelkarzinom wächst – wie das Basaliom – an der Stelle, an der es entstanden ist und zerstört dabei das benachbarte Gewebe. Es ist aggressiver als das Basalzellkarzinom. Ohne Behandlung besteht die Gefahr, dass sich der Krebs weiter im Körper ausbreitet und Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen bildet. Meist wird ein Plattenepithelkarzinom jedoch vorher erkannt.

    Welche Behandlung infrage kommt, hängt von vielen Faktoren ab: unter anderem von der Art des Tumors, seiner Größe und Aggressivität und davon, ob und wo er Metastasen gebildet hat. Kosmetische Aspekte und persönliche Vorlieben können ebenfalls eine Rolle spielen.

    Wenn weißer Hautkrebs festgestellt wird, versucht man meist, den Tumor operativ zu entfernen. Hautkrebs kann auch mit Medikamenten oder einer Bestrahlung behandelt werden. Welche Behandlung infrage kommt, hängt unter anderem von der Krebsart, der Größe des Tumors und seiner Aggressivität ab.

    Mit weißem Hautkrebs sind das Plattenepithel- und das Basalzellkarzinom gemeint. Sie entstehen meist an Körperstellen, die häufig der Sonne ausgesetzt und gut sichtbar sind. Ein Basalzellkarzinom (auch Basaliom genannt) wächst gewöhnlich langsam und örtlich begrenzt. Wenn es jedoch spät oder gar nicht behandelt wird, kann es in tiefer liegendes Gewebe eindringen. Auf diese Weise können Gesichtspartien, Knochen, Rückenmark oder das Gehirn geschädigt und entstellt werden, was auch die Behandlung erschwert.

    Das Plattenepithelkarzinom wächst – wie das Basaliom – an der Stelle, an der es entstanden ist und zerstört dabei das benachbarte Gewebe. Es ist aggressiver als das Basalzellkarzinom. Ohne Behandlung besteht die Gefahr, dass sich der Krebs weiter im Körper ausbreitet und Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen bildet. Meist wird ein Plattenepithelkarzinom jedoch vorher erkannt.

    Welche Behandlung infrage kommt, hängt von vielen Faktoren ab: unter anderem von der Art des Tumors, seiner Größe und Aggressivität und davon, ob und wo er Metastasen gebildet hat. Kosmetische Aspekte und persönliche Vorlieben können ebenfalls eine Rolle spielen.

    Welche Operationen gibt es?

    Da weißer Hautkrebs durch eine Operation oft vollständig entfernt werden kann, ist diese Behandlung die erste Wahl. Dabei entfernt die Ärztin oder der Arzt nicht nur den Tumor, sondern auch etwas umliegendes Gewebe. Dieser Sicherheitsrand um den Tumor herum soll verhindern, dass Krebszellen zurückbleiben und sich weiter im Körper ausbreiten. Während kleinere Eingriffe häufig unauffällig abheilen, können größere Operationen deutliche Narben hinterlassen.

    Außerdem gibt es weitere Operationsverfahren, beispielsweise

    • Mohs Chirurgie (Mikrografische Chirurgie): Diese Operation ist nach dem amerikanischen Chirurgen Frederic C. Mohs benannt. Das Ziel dieses Eingriffs ist es, den Krebs vollständig zu entfernen, aber möglichst wenig gesundes Gewebe. Dies kann bei einem Basalzellkarzinom von Vorteil sein, wenn große oder gut sichtbare Hautpartien betroffen sind und wenig gesunde Haut bleibt, um die Operationswunde zu verschließen. Bei dieser Methode wird zunächst der sichtbare Teil des Tumors entfernt. Die Ränder des entnommenen Hautstücks werden dann sofort im Labor untersucht: Sind an den Schnittflächen irgendwo noch Tumorzellen zu finden, bedeutet das, dass der Tumor dort nicht vollständig entfernt wurde. An der entsprechenden Hautstelle wird dann noch einmal etwas Gewebe weggeschnitten und im Labor überprüft, ob das Tumorgewebe nun vollständig entfernt wurden. Dieses Vorgehen wird so lange wiederholt, bis keine Krebszellen mehr zu finden sind.
    • Lasertherapie: Bei dieser Behandlung wird Laserlicht genutzt, um die geschädigte Haut schichtweise abzutragen. Sie wird vor allem bei Krebsvorstufen wie einer aktinischen Keratose und im Frühstadium eingesetzt.
    • Kryochirurgie: Die Kryochirurgie ist eine Kältetherapie. Bei dieser Behandlung wird das Tumorgewebe vereist, sodass die Zellen absterben. Der Einsatzbereich der Kryochirurgie ähnelt dem der Lasertherapie.

    Wann ist eine Bestrahlung sinnvoll?

    Eine Strahlentherapie oder Radiotherapie wird oft einfach „Bestrahlung“ genannt. Sie soll das Tumorgewebe mithilfe von energiereichen Strahlen zerstören. Diese Behandlung wird bei weißem Hautkrebs meist erst erwogen, wenn eine Operation nicht mehr möglich oder das Risiko für einen Rückfall hoch ist.

    Welche Arzneimittel kommen infrage?

    Zum Auftragen auf die Haut

    Für viele Menschen ist es wichtig, dass die Behandlung so wenig Narben wie möglich hinterlässt. Bei oberflächlichem weißem Hautkrebs können dann medikamentöse Therapien unter Umständen eine Alternative zur Operation sein.

    Es kommen Arzneimittel infrage, die mehrere Wochen als Salbe auf die betroffene Hautstelle aufgetragen werden. Hierzu gehört der Wirkstoff Imiquimod. Dieses Medikament soll die Abwehrreaktion der Haut gegen Krebszellen aktivieren. Auch der Wirkstoff 5-Fluorouracil wird manchmal aufgetragen. 5-Fluorouracil hemmt die Vermehrung der Krebszellen.

    Zum Einnehmen

    Ein neuer Wirkstoff zur Behandlung des fortgeschrittenen Basalzellkrebs ist Vismodegib. Er soll gezielt die Übertragung von Signalen blockieren, die das Wachstum von Krebszellen fördern können.

    Als Teil der photodynamischen Therapie (Lichttherapie)

    Bei einer photodynamischen Therapie wird zunächst eine Creme mit einem lichtempfindlichen Wirkstoff aufgetragen, der sich in den Krebszellen konzentriert. In der Regel wird die behandelte Stelle dann mit einem lichtundurchlässigen Verband abgedeckt. Einige Stunden später wird der Verband entfernt und der Bereich um den Tumor mit einem kalten Rotlicht bestrahlt. Der Wirkstoff wird dadurch aktiviert und zerstört die Tumorzellen. Die photodynamische Therapie wird bevorzugt bei weißem Hautkrebs eingesetzt, der noch nicht tiefer in die Haut eingewachsen ist.

    Als Infusion

    Wenn ein Plattenepithelkarzinom gestreut hat, kommt eine Chemotherapie infrage. Dabei werden häufig die Wirkstoffe Cisplatin und 5-Fluorouracil als Infusion gegeben. Manchmal werden auch andere Wirkstoffe eingesetzt, etwa der sogenannte EGFR-Inhibitoren Cetuximab. Die Behandlung zielt dann in der Regel nicht mehr darauf ab, den Krebs zu heilen, sondern sein weiteres Wachstum für einige Zeit zu bremsen (palliative Therapie).

    Quellen

    Bath-Hextall F, Perkins W. Basal cell carcinoma. In: Williams H, Bigby M, Herxheimer A, Naldi L, Rzany B, Dellavalle R (Ed). Edvidence-based dermatology. London: BMJ Books; 2014. S. 250-263.

    Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG). Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut (S3-Leitlinie). AWMF-Registernr.: 032-022. 06.2019.

    Drucker A, Adam GP, Langberg V, Gazula A, Smith B, Moustafa F et al. Treatments for Basal Cell and Squamous Cell Carcinoma of the Skin. 12.2017. (AHRQ Comparative Effectiveness Reviews; Band 199).

    Lansbury L, Perkins W, F. B-H. Treatment of squamous cell carcinoma. In: Williams H, Bigby M, Herxheimer A, Naldi L, Rzany B, Dellavalle R et al. (Ed). Edvidence-based dermatology. London: BMJ Books; 2014. S. 241-249.

    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
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    Weißer Hautkrebs - Erfahrungsbericht - Regina

    „Die Kinder haben es ja nicht so gern, wenn sie andauernd eingecremt werden. Es ist einfach lästig.“

    Regina, 39 Jahre

    „Die Kinder haben es ja nicht so gern, wenn sie andauernd eingecremt werden. Es ist einfach lästig.“

    Ich habe zwei kleine Kinder und damit hat die Hautkrebsvorsorge für mich eine große Bedeutung. Bevor wir Kinder hatten, waren wir in Australien im Urlaub. Dort haben wir gemerkt, dass die Hautkrebsvorbeugung einen ganz anderen Stellenwert hat als in Deutschland. Selbst auf der Autobahn waren Schilder zu diesem Thema zu sehen. Die Sonneneinstrahlung ist dort ja höher, und man hat gemerkt, dass die Menschen in Australien ein anderes Verhältnis zum Hautkrebs haben als wir hier.

    Seit unser erstes Kind ganz klein war, habe ich sehr genau auf den Sonnenschutz geachtet. Im Zweifel habe ich sogar Tücher über den Kinderwagen gelegt. Für mich war es damals schon ein Problem, dass man so unterschiedlich informiert wird. Babys sollten ja eigentlich nicht in die Sonne und bräuchten demnach auch nicht eingecremt zu werden, aber dennoch gibt es Sonnencreme für Babys. Meine Kinder sind beide im Mai geboren und mit einem kleinen Kind will man ja auch an die frische Luft. Die Informationen, die man bekommt, sind sehr widersprüchlich. Die einen sagen, dass Kinder keine chemischen Sonnenschutzfilter bekommen dürfen und man mineralische Mittel verwenden soll. Andererseits sollen mineralische Sonnenschutzmittel angeblich die Haut austrocknen. Das verunsichert. In meiner Unsicherheit bin ich schon so weit gegangen, dass ich bei den Herstellern von Sonnencreme angerufen habe und nach dem passenden Sonnenschutz für das jeweilige Alter gefragt habe.

    Für die Kinder nehme ich T-Shirts mit Lichtschutzfaktor

    Meine Kinder haben eine helle Haut und da ich sie gut eincreme, ändert sich das auch kaum. Das liegt bei uns in der Familie, wir sind keine dunklen Hauttypen. Mein Mann und ich, wir cremen uns auch ein. Mein Mann ist noch empfindlicher als ich. Wir schützen uns auch mit Sonnenkappen vor zu viel Sonne.

    Ich creme meine Kinder auch unter normalen T-Shirts ein, denn die Sonnenstrahlen gehen ja durch den Stoff hindurch. Seit letztem Jahr nehme ich diese T-Shirts mit Lichtschutzfaktor für die Kinder. Die sind zwar kurzärmelig und Arme und Beine werden immer noch eingecremt, aber dann ist der Oberkörper schon mal geschützt.

    Das ist immer so ein Hin und Her. Ein bisschen Sonne soll der Körper ja auch bekommen. Aber mit dem T-Shirt und dem Eincremen der Arme und Beine klappt das ganz gut.

    Wir sind nie über Mittag am Strand

    Die Kinder haben es ja nicht so gern, wenn sie andauernd eingecremt werden. Es ist einfach lästig. Denn der Sand klebt dann und man sollte bei chemischen Sonnenfiltern ja nach dem Eincremen etwas warten, bis die Kinder in die Sonne dürfen. Jetzt sind sie schon etwas größer und verstehen das auch. Ich finde es bei Kleinkindern viel schwieriger. Sie hassen das Eincremen einfach. Es ist ja zum Teil eine richtige Schmiererei, man muss verteilen und einreiben, das ist dann nicht so angenehm. Ich mag das selber ja auch nicht.

    Wir sind nie über Mittag am Strand. Wir machen dann eine Mittagspause und versuchen, immer im Schatten zu sein. Ich setze meinen Kindern immer Kappen auf. Ich finde, das hilft schon viel. Das Gesicht creme ich dann aber trotzdem ein. Trotz Sonnencreme und Kappe wird bei den Kindern die Region unter den Augen schon mal rot. Aber so richtigen Sonnenbrand hatten sie noch nicht.

    Meine Kinder haben rot-braune Haare und Sommersprossen und die Haut ist schon sehr empfindlich. Wir schauen auch nach Veränderungen an der Haut, haben aber bisher nie etwas Auffälliges gefunden.

     

    Danksagung

    Erfahrungsberichte fassen Interviews mit Betroffenen zusammen. Alle Gesprächspartnerinnen und -partner haben der Veröffentlichung zugestimmt. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.

    Die Berichte geben einen Einblick in den persönlichen Umgang und das Leben mit einer Erkrankung. Die Aussagen stellen keine Empfehlung des IQWiG dar.

    Hinweis: Um die Anonymität der Interviewten zu wahren, ändern wir ihre Vornamen. Die Fotos zeigen unbeteiligte Personen.