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Chronische Wunden

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    Kleine Verletzungen im Alltag heilen meist schnell von selbst wieder ab. Manche Wunden verschließen sich jedoch nur sehr langsam, gehen immer wieder auf oder heilen gar nicht. Wenn sie dauerhaft nicht abheilen, sprechen Fachleute von chronischen offenen Wunden. Ursache ist meist eine gestörte Durchblutung oder ein Diabetes.

    Einleitung

    Kleine Verletzungen im Alltag heilen meist schnell von selbst wieder ab. Bei größeren Wunden kann das Abheilen länger dauern, einige müssen auch genäht werden.

    Manche Wunden verschließen sich jedoch nur sehr langsam, gehen immer wieder auf oder heilen gar nicht. Ursache ist meist eine gestörte Durchblutung oder ein Diabetes mellitus. Solche schlecht heilenden Wunden entwickeln sich häufig am Fuß oder Unterschenkel.

    Wenn eine Wunde innerhalb von acht Wochen nicht abheilt, sprechen Fachleute von einer chronischen Wunde. Die Behandlung chronischer Wunden ist oft langwierig und mit Schmerzen verbunden. Neben einer guten Wundversorgung ist es wichtig, dass die Grunderkrankung behandelt wird, die zur Entstehung der Wunde beigetragen hat.

    Symptome

    Nicht alle chronischen Wunden verursachen ständige Schmerzen. Je nach Größe und Tiefe können sie aber sehr schmerzhaft sein. Oft jucken Wunden, nässen oder riechen unangenehm, wenn sie über längere Zeit offen bleiben. Die Haut um die Wunde kann gerötet bis bräunlich verfärbt sein.

    Häufig verstärken sich die Schmerzen, wenn sich die Wunde entzündet; auch bei Bewegung können sie stärker werden. Viele Menschen spüren Schmerzen und Juckreiz besonders nachts und schlafen deshalb schlecht.

    Ursachen und Risikofaktoren

    Normalerweise werden Wunden durch eine Verletzung wie einen Schnitt oder heftigen Stoß verursacht. Menschen mit chronischen Wunden haben oft eine Grunderkrankung, die dazu führt, dass Wunden auch schon durch leichteren Druck entstehen und dann nicht heilen. Faktoren, die eine wichtige Rolle spielen, sind:

    • Durchblutungsstörungen: Bei Menschen mit Durchblutungsstörungen – etwa infolge einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (paVK) – sind die Arterien verengt. Das sind die Blutgefäße, die das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Bei schlechter Durchblutung heilen Wunden generell langsamer als bei normaler Durchblutung.
    • Venenschwäche: Auch Krankheiten der Beinvenen, die das Blut zurück zum Herzen transportieren, können Wunden am Unterschenkel oder Fuß begünstigen. Bei einer Schwäche der Venenklappen sind die Venen erweitert, meist bilden sich Krampfadern. Es kommt zu einem Rückstau des Blutes in den Beinen, die anschwellen können. Der dadurch entstehende Druck erschwert die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung des Gewebes. Aus einer kleinen Verletzung kann dann eine chronische Wunde entstehen. Eine schlecht heilende Wunde am Unterschenkel wird auch als Ulcus cruris venosum oder umgangssprachlich als „offenes Bein“ bezeichnet.
    • Diabetes: Zu viel Zucker im Blut kann auf Dauer die Blutgefäße und Nerven schädigen, die die Füße versorgen. Menschen mit Diabetes spüren Schmerzen an den Füßen deshalb oft nicht und übersehen zum Beispiel kleine Verletzungen oder Druckstellen durch zu enge Schuhe. Die schlechte Durchblutung schränkt zudem die Versorgung des Gewebes ein und erhöht die Gefahr, dass sich chronische Wunden entwickeln.
    • schwaches Immunsystem: Ist das Immunsystem geschwächt, zum Beispiel durch eine Krebserkrankung, kann sich die Wundheilung ebenfalls verzögern oder die Wunde entzünden. Auch bei älteren Menschen oder bei Personen, die sich nicht ausreichend ernähren, heilen Wunden oft langsamer.
    • Unfallverletzung und Gewebszerstörung: Bei einer schweren Verletzung oder Verbrennung mit großen und tiefen Wunden können die Selbstheilungskräfte an ihre Grenzen kommen.
    • mechanischer Druck: Bei Menschen, die lange im Bett liegen oder im Rollstuhl sitzen, kann durch den ständigen Druck des eigenen Körpergewichts auf bestimmte Hautbereiche ein Druckgeschwür (Dekubitus) entstehen. Damit sich ein Druckgeschwür schließen kann, muss die betreffende Körperstelle entlastet werden.

    Folgen

    Eine chronische Wunde belastet den Körper und das Immunsystem. Dies und der Schlafmangel durch nächtlichen Juckreiz können dazu führen, dass man sich oft müde und abgeschlagen fühlt. Die Schmerzen schränken zudem die Beweglichkeit ein.

    Gelangen Bakterien in die Wunde, kann sie sich entzünden und Gewebe absterben. Ohne Behandlung können sich die Krankheitserreger weiter ausbreiten und es besteht die Gefahr einer Blutvergiftung (Sepsis).

    Im ungünstigsten Fall kann es nötig sein, den betroffenen Körperteil zu amputieren, zum Beispiel den Fuß.

    Diagnose

    Nicht jede Hautverletzung oder schlecht heilende Wunde entwickelt sich zu einer chronischen Wunde. Deshalb wird die Ärztin oder Arzt zunächst danach fragen, wie lange die Wunde bereits offen ist und prüfen, ob Risikofaktoren wie ein Diabetes, eine Immunschwäche oder Durchblutungsstörungen bestehen.

    Der Zustand der Wunde wird nach folgenden Kriterien beurteilt:

    • ihrer Größe und Tiefe
    • dem Zustand des Wundrands und der umgebenden Haut
    • ihrer Farbe (weiß, rötlich, gelb oder schwarz)
    • ihrem Geruch
    • ob Flüssigkeit austritt und wie diese beschaffen ist
    • der Stärke der Schmerzen und des Juckreizes

    Vorbeugung

    Bei einem Diabetes mellitus ist es für eine normale Wundheilung wichtig, dass der Blutzucker gut eingestellt ist. Schuhe müssen groß und weit genug sein, um Druckstellen zu vermeiden. Eine regelmäßige Fußpflege hilft ebenfalls, das Entstehen von Wunden zu vermeiden oder rechtzeitig zu bemerken.

    Bei Venenschwäche und Krampfadern können Kompressionsstrümpfe oder elastische Binden (Druckverbände) helfen, Wunden vorzubeugen. Der Druck entlastet die Venen und verbessert die Durchblutung, dadurch können auch bereits vorhandene Wunden eher wieder abheilen.

    Es gibt auch Geräte mit aufblasbaren Luftkissen, die um die Beine gelegt werden. Die Kissen werden dann am Knöchel beginnend bis zur Leiste nach und nach aufgepumpt. Der so entstehende Druck soll das Blut aus den tiefen Beinvenen pressen – dies wird „intermittierende pneumatische Kompression“ genannt. Das Verfahren ist bisher aber noch nicht ausreichend untersucht.

    Bei einer mit Bakterien infizierten Wunde werden manchmal Antibiotika angewendet, um die Entzündung zu bekämpfen und einer chronischen Wunde vorzubeugen.

    Behandlung

    Chronische Wunden werden mit einer Auflage abgedeckt und geschützt. Um Juckreiz zu lindern und zu verhindern, dass die Haut austrocknet, kann auf den Wundrand und die Wundumgebung eine Feuchtigkeitspflege aufgetragen werden.

    Neben einem regelmäßigen Wechsel des Verbands kommen verschiedene weitere Behandlungen infrage:

    Wundreinigung

    Die Verbände werden von medizinischem Fachpersonal regelmäßig gewechselt und die Wunde dabei gereinigt. Bei der „einfachen Wundreinigung“ wird die Wunde mit einer Kochsalz- oder Elektrolytlösung gespült. Anschließend können bei der sogenannten Wundtoilette (Débridement) zum Beispiel mit einer Pinzette oder einem Skalpell abgestorbene Zellen oder entzündetes Gewebe vorsichtig entfernt werden.

    Vor allem die Wundtoilette ist häufig schmerzhaft. Eine örtliche Betäubung des Wundgebiets, etwa mit einer Salbe, kann Schmerzen vorbeugen. Treten stärkere Schmerzen auf, können vor der nächsten Wundtoilette Medikamente eingenommen werden. Ein Débridement einer großen Wunde ist auch unter Narkose möglich.

    Wundauflagen

    Nach der Wundreinigung legt die Ärztin, der Arzt oder die Pflegekraft einen neuen Verband an. Als Wundauflage eignen sich beispielsweise feuchte Kompressen, Folien oder sogenannte Hydrogele. Sie sollen die Wunde feucht halten, überschüssige Flüssigkeit aus der Wunde aufsaugen und vor Infektionen schützen.

    Technische Hilfsmittel

    Manche Kliniken setzen bei chronischen Wunden technische Geräte ein, die die Wundheilung fördern sollen:

    • Bei der hyperbaren Sauerstofftherapie sitzen die Patientinnen oder Patienten in einer speziellen Kammer und atmen dort unter erhöhtem Luftdruck Sauerstoff ein.
    • Bei der Vakuumversiegelungstherapie wird die Wundflüssigkeit laufend mit einer Pumpe abgesaugt.
    • Bei der Ultraschalltherapie werden chronische Wunden mit Schallwellen behandelt.
    • Bei der Magnetfeldtherapie werden über magnetische Kissen oder Matten schwache elektrische Spannungen im Wundbereich erzeugt.

    Hauttransplantate

    Wenn eine Wunde so groß ist, dass sie sich nicht mehr von selbst schließt, kann ein Hauttransplantat infrage kommen. Dabei verpflanzt die Chirurgin oder der Chirurg Haut von einer anderen Körperstelle, meistens dem Oberschenkel, auf die Wunde. Es gibt auch Transplantate, die aus menschlichen Zellprodukten und künstlichen Materialien hergestellt werden.

    Medikamente

    Bei jeder Wundbehandlung ist es wichtig, dass die Schmerzen gut behandelt werden. Durch chronische Wunden verursachte Schmerzen werden oft unterschätzt.

    Schmerzmittel zum Einnehmen wie Paracetamol oder Ibuprofen können leichte bis mittelstarke Schmerzen lindern. Reicht ihre Wirkung nicht aus, kann die Ärztin oder der Arzt stärkere Schmerzmittel verschreiben.

    Es gibt auch Wundauflagen, die Ibuprofen enthalten.

    Wenn eine Wunde mit Bakterien infiziert ist, kann sie mit Antibiotika behandelt werden.

    Leben und Alltag

    Schmerzen oder Juckreiz können bei einer chronisch offenen Wunde den Alltag beeinträchtigen und den Schlaf stören. Die Wundreinigung ist ebenfalls oft mit Schmerzen verbunden. Viele Menschen machen sich Sorgen, dass die Wunde riecht und von anderen als unangenehm empfunden wird. Einschränkungen bei der Körperpflege, etwa beim Duschen, kommen hinzu. Dauernde Schmerzen und eingeschränkte körperliche Belastbarkeit erschweren das Berufs- und Privatleben und können psychisch belastend sein.

    Eine chronische Wunde kann dazu führen, dass man sich sehr unwohl fühlt, Scham empfindet und sich zurückzieht. Deshalb ist eine gute persönliche und medizinische Unterstützung wichtig – außer durch Familie und Freunde durch Hausärztinnen und Hausärzte, auf Wundbehandlung spezialisierte Fachleute und ambulante Pflegedienste. Mit ihnen ausführlich über die Behandlung, die Beschwerden und ihre Auswirkungen zu sprechen, hilft zu verstehen, wie man die Wunde am besten versorgt. Dies gilt auch für Angehörige.

    Zudem kann eine psychotherapeutische Unterstützung zur Bewältigung der Schmerzen hilfreich sein.

    Weitere Informationen

    Die Hausarztpraxis ist meist die erste Anlaufstelle, wenn man krank ist oder bei einem Gesundheitsproblem ärztlichen Rat braucht. Wir informieren darüber, wie man die richtige Praxis findet, wie man sich am besten auf den Arztbesuch vorbereitet und was dabei wichtig ist.

    Quellen

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    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Was Studien sagen: „Offenes Bein": Helfen Hauttransplantate?

    Schwer heilende Wunden, die sich infolge einer Venenschwäche entwickelt haben, können mit unterschiedlichen Hauttransplantaten behandelt werden. Die meisten sind noch nicht ausreichend erprobt. Einige Studien deuten aber darauf hin, dass zweilagige, aus menschlichen Zellen hergestellte Transplantate die Chance erhöhen, dass venöse Beingeschwüre innerhalb von sechs Monaten abheilen.

    Vor allem im Alter entwickelt sich bei etwa einem von 100 Menschen eine chronische Wunde am Unterschenkel. Die häufigste Form ist der sogenannte Ulcus cruris, oft auch „offenes Bein“ oder Beingeschwür genannt. Dabei handelt es sich um eine schlecht heilende, wunde Stelle oder offene Wunde, die sich meist direkt über dem Fußknöchel bildet.

    Wie entsteht ein „offenes Bein“?

    Venöse Wunden können auftreten, wenn sich das Blut in den Beinvenen staut und nicht mehr richtig zum Herzen zurückfließt. Dies nennt man auch Venenschwäche (venöse Insuffizienz). Dabei können sich die Waden gespannt anfühlen und die Knöchel anschwellen.

    Durch den Blutstau in den unteren Beinvenen werden die kleinen Gefäße (Kapillaren) abgedrückt, die auch die verschiedenen Hautschichten versorgen. Der entstandene Druck schädigt zudem das Gewebe und verhindert, dass Sauerstoff, Nährstoffe sowie Zellen der Wundheilung und Immunabwehr ins Gewebe gelangen. Mit der Zeit kann sich eine offene Wunde entwickeln.

    Wenn die Durchblutung nicht richtig funktioniert, ist aber auch die Wundheilung erschwert. Deshalb kann es Monate, manchmal sogar Jahre dauern, bis eine venöse Wunde am Bein heilt. Solche schlecht heilenden Wunden können sehr schmerzhaft sein und den Alltag stark beeinträchtigen.

    Hauttransplantate zur Behandlung von Wunden

    Damit ein offenes Bein heilen kann, muss sich neue Haut bilden. Bei großflächigen Wunden werden Hauttransplantate verwendet, um die Heilung zu beschleunigen. Hauttransplantate bestehen entweder aus eigener Haut von einer anderen Körperstelle oder aus einem künstlich hergestellten Hautstück, das mit der gesunden Haut am Rand der Wunde verbunden wird. Das Transplantat verwächst dann mit der körpereigenen Haut und hilft so, die Wunde zu schließen.

    Die Haut für eine Transplantation kann Menschen oder Tieren entnommen werden. Sie kann aber auch aus menschlichen Zellen im Labor gezüchtet und als Transplantat genutzt werden. Ferner lässt sich Haut biotechnologisch nachbilden, indem Hautzellen mit anderen Materialien kombiniert werden. Wenn dabei Zellen aus zwei Hautschichten verwendet werden, entstehen sogenannte zweilagige Transplantate. Alle Transplantate bergen ein geringes Infektionsrisiko.

    Einfluss von Hauttransplantaten auf die Wundheilung

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des internationalen Forschungsnetzwerks Cochrane Collaboration wollten wissen, ob Hauttransplantate wirksamer sind als die übliche Behandlung von venösen Beinwunden – und wie unterschiedliche Transplantate im Vergleich abschneiden. Dazu suchten sie nach Studien, in denen geprüft wurde, ob Hauttransplantate die Heilungschancen erhöhen. Die Wissenschaftlergruppe fand 17 solcher Studien, an denen etwas mehr als 1000 Menschen teilgenommen hatten. Die meisten dieser Studien waren klein und hatten viele unterschiedliche Transplantate getestet. Das bedeutet, dass zu jeweils einer Transplantatform nur wenige Daten zur Verfügung stehen. Daher sind zu den meisten Produkten keine Aussagen zur Wirkung möglich.

    An zwei etwas größeren Studien nahmen fast 350 Personen teil, die alle eine schlecht heilende Wunde am Bein hatten. In beiden Studien erhielt jeweils eine Gruppe zweilagige, aus menschlichen Zellen hergestellte Transplantate und Kompressionsverbände. Die andere Gruppe wurde mit einfachen Wundauflagen und Kompressionsverbänden behandelt. Das Ergebnis der beiden Studien:

    • Bei 40 von 100 Teilnehmenden, die herkömmlich behandelt wurden, heilten die Wunden innerhalb von sechs Monaten komplett ab.
    • Dies war dagegen bei 61 von 100 Personen, die eine Hauttransplantation erhielten, der Fall.

    Mit anderen Worten: Bei 21 von 100 Menschen heilte die Wunde nach einer Hauttransplantation schneller ab als bei einer herkömmlichen Behandlung.

    Da die Studien aber nur zweilagige, aus menschlichen Zellen hergestellte Transplantate geprüft und zudem einige Einschränkungen hatten, halten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weitere Forschung zur Wirkung von Hauttransplantationen für nötig. Auch um etwas über mögliche Nebenwirkungen von Hauttransplantaten bei venösen chronischen Beinwunden sagen zu können, gibt es noch zu wenig Forschungsergebnisse.

    Quellen

    Jones JE, Nelson EA, Al-Hity A. Skin grafting for venous leg ulcers. Cochrane Database Syst Rev 2013; (1): CD001737.

    IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
    Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Wir bieten keine individuelle Beratung.
    Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

    Mehr Wissen: Wie werden chronische Wunden behandelt?

    Eine chronische Wunde wird zunächst regelmäßig gereinigt und mit Verbänden und Wundauflagen versorgt. Wenn sich die Wunde trotz Behandlung über längere Zeit nicht schließt, werden manchmal spezielle Verfahren wie eine Vakuumversiegelungstherapie oder eine Hauttransplantation angewendet.

    Wenn eine Wunde mehr als acht Wochen ohne Anzeichen einer Heilung bleibt, bezeichnet man sie als „chronisch offen“. Meist entstehen diese Wunden als Folge von Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus oder einem geschwächten Immunsystem. Offene Wunden am Unterschenkel werden auch häufig „offenes Bein“ oder Ulcus cruris genannt.

    Neben einer Therapie der Grunderkrankung und guter Versorgung der Wunde ist die Behandlung der Wundschmerzen wichtig. Bei manchen komplizierten, schlecht heilenden Wunden kann neben einer guten medizinischen und pflegerischen Betreuung auch psychologische Unterstützung hilfreich sein.

    Eine chronische Wunde wird zunächst regelmäßig gereinigt und mit Verbänden und Wundauflagen versorgt. Wenn sich die Wunde trotz Behandlung über längere Zeit nicht schließt, werden manchmal spezielle Verfahren wie eine Vakuumversiegelungstherapie oder eine Hauttransplantation angewendet.

    Wenn eine Wunde mehr als acht Wochen ohne Anzeichen einer Heilung bleibt, bezeichnet man sie als „chronisch offen“. Meist entstehen diese Wunden als Folge von Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus oder einem geschwächten Immunsystem. Offene Wunden am Unterschenkel werden auch häufig „offenes Bein“ oder Ulcus cruris genannt.

    Neben einer Therapie der Grunderkrankung und guter Versorgung der Wunde ist die Behandlung der Wundschmerzen wichtig. Bei manchen komplizierten, schlecht heilenden Wunden kann neben einer guten medizinischen und pflegerischen Betreuung auch psychologische Unterstützung hilfreich sein.

    Wundreinigung

    Häufig wird die Wunde gereinigt, wenn der Verband gewechselt wird. Bei der medizinischen Wundreinigung wird die Wunde mit einer Kochsalzlösung ausgespült. Insgesamt weiß man aber noch zu wenig über die Vor- und Nachteile von verschiedenen Reinigungslösungen – und darüber, wie sich die Reinigung auf die Wundheilung auswirkt. Ob bei einer medizinischen Wundreinigung auch Leitungswasser genutzt werden kann, ist ebenfalls nicht abschließend geklärt.

    Wundtoilette (Débridement)

    Bei chronischen Wunden nehmen Ärztinnen, Ärzte oder Pflegekräfte häufig eine sogenannte Wundtoilette vor. Dabei entfernen sie abgestorbenes oder entzündetes Gewebe mit einer Pinzette, einem scharfkantigen Löffel oder einem Skalpell. Manchmal wird auch ein Enzym-Gel verwendet, das die Wundreinigung unterstützen soll.

    Die Wunde kann auch mit einem Wasserstrahl unter hohem Druck gesäubert werden. Bei einer anderen Form der Wundtoilette werden speziell für medizinische Anwendungen gezüchtete Maden (Fliegenlarven) frei oder in einem Beutel auf die Wunde gelegt. Die Maden beseitigen abgestorbenes Gewebe und Wundsekret.

    Da eine Wundtoilette oft schmerzhaft ist, wird das Wundgebiet zuvor örtlich betäubt, beispielsweise mit einer Salbe. Werden stärkere Schmerzen befürchtet, kann vor der Behandlung auch ein Schmerzmittel eingenommen werden. Größere Wunden können auch unter Narkose gereinigt werden. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Techniken zur Wundtoilette sind noch nicht gut genug erforscht, um sagen zu können, wie wirksam sie sind.

    Wundauflagen

    Nach der Reinigung wird die Wunde mit einem Verband bedeckt. Die meisten Wunden werden feucht gehalten. Neben feuchten Kompressen können dafür verschiedene Wundauflagen verwendet werden, zum Beispiel:

    • Folien
    • Gaze
    • Auflagen mit Hydrogel
    • Hydrokolloid-Verbände
    • silber- oder alginathaltige Wundauflagen
    • Schaumstoffverbände

    Die Auflagen sollen überschüssige Flüssigkeit aus der Wunde aufnehmen und sie vor Infektionen schützen. In der Regel bleiben die Auflagen für einige Tage auf der Wunde. Sie sollten gewechselt werden, wenn sie sich erkennbar mit Wundsekret vollgesogen haben, verrutscht sind oder Flüssigkeit aus dem Verband austritt. Welche Wundauflage für welche Art von Wunde am besten geeignet ist, lässt sich bisher nicht sagen, da hierzu noch gute Studien fehlen.

    Es gibt auch Wundauflagen, die sogenannte Wachstumsfaktoren enthalten. Diese hormonähnlichen Substanzen sollen die Heilung fördern, indem sie das Wachstum körpereigener Zellen anregen. Ob sie bei diabetischen Fußwunden und bei anderen chronischen Wunden wirksamer sind als die übliche Wundversorgung, ist aber noch nicht ausreichend untersucht.

    Als traditionelles Mittel zur Wundbehandlung gilt Honig. Vor dem Anlegen eines Verbands speziell aufbereiteten Honig aufzutragen, hat aber wahrscheinlich keinen Vorteil. Honig wurde bisher allerdings nur bei Beinwunden infolge einer Venenschwäche geprüft.

    Kompressionsstrümpfe und elastische Binden

    Ist eine Durchblutungsschwäche die Ursache einer chronischen Wunde, können Kompressionsstrümpfe oder elastische Binden (Druckverbände) sie schneller heilen lassen. Der Druck, den die Strümpfe und Binden ausüben, entlastet die Venen und verbessert die Durchblutung.

    Antibiotika

    Wenn sich Bakterien in einer Wunde angesiedelt haben, erschwert dies die Heilung zusätzlich. Je nachdem wie stark die Entzündung ist, kann dann ein Antibiotikum infrage kommen. Es wird entweder als Salbe auf die Wunde aufgetragen oder als Kompresse auf die Wunde gelegt. Erste Studienergebnisse zeigen, dass sich die Wunde bei Menschen mit einem diabetischen Fuß dadurch schneller schließt. Ob dies auch für Wunden gilt, die andere Ursachen haben, ist bisher nicht geklärt.

    Ob Antibiotika-Tabletten die Heilung beschleunigen können, ist ebenfalls unklar: In Studien zeigte sich im Vergleich zu anderen üblichen Behandlungen kein Vorteil für die Wundheilung.

    Hyperbare Sauerstofftherapie

    Bei der hyperbaren Sauerstofftherapie sitzen die Patientinnen oder Patienten in einer speziellen Kammer und atmen dort unter erhöhtem Luftdruck Sauerstoff ein. Dies soll das Blut mit Sauerstoff anreichern und dafür sorgen, dass auch das Wundgebiet besser durchblutet wird.

    Es gibt Hinweise, dass eine hyperbare Sauerstofftherapie die Wundheilung bei einem diabetischen Fuß verbessern kann.

    Ultraschall- und Magnetfeldtherapie

    Bei einer Ultraschalltherapie werden chronische Wunden mit Schallwellen bestrahlt. Sie erwärmen das bestrahlte Gewebe. Dass Ultraschall die Wunde schneller heilen lässt, ist aber bisher nicht belegt.

    Gleiches gilt für die Magnetfeldtherapie, bei der über mit Magneten bestückte Kissen oder Matten schwache elektromagnetische Felder im Wundbereich erzeugt werden.

    Vakuumversiegelungstherapie

    Bei der Vakuumversiegelung wird die Wunde luftdicht mit einem Verband abgedeckt, an dem über einen dünnen Schlauch eine Pumpe angeschlossen ist.

    Die Pumpe saugt ständig Wundflüssigkeit aus der Wunde ab, wodurch im Wundbereich ein Unterdruck entsteht. Er soll die Durchblutung der Wunde erhöhen. Zudem bleibt die Wunde feucht, was die Heilung ebenfalls fördern soll.

    Die Vakuumversiegelung wird in einigen Krankenhäusern zur Behandlung chronischer oder großflächiger Wunden zum Beispiel nach Hauttransplantationen eingesetzt. Das System kann aber auch zu Hause angewendet werden. Die Wunde kann entweder rund um die Uhr oder in zeitlichen Abständen mit Unterdruck behandelt werden.

    Die ständig angeschlossene Pumpe schränkt allerdings die Beweglichkeit ein und macht Geräusche. Manche Menschen empfinden die Behandlung daher als störend. Auch kann das Wechseln von Schwamm und Schlauch schmerzhaft sein und kleine Blutungen auslösen.

    Ob die Vakuumversiegelungstherapie bei chronischen Wunden helfen kann, lässt sich bisher nicht sagen, da hierzu noch gute Studien fehlen. Auch fraglich ist bisher, ob Stoßwellen-, Ozon- oder Lichttherapien helfen können.

    Hauttransplantate

    Wenn eine Wunde so groß ist, dass sie sich nicht von selbst schließen kann, kommt ein Hauttransplantat infrage. Dabei wird eigene Haut von einer anderen Körperstelle, meistens dem Oberschenkel, auf die Wunde verpflanzt.

    Es gibt auch Transplantate, die aus menschlichen Zellprodukten und künstlichen Materialien hergestellt sind. In Studien haben sie im Vergleich zu einer herkömmlichen Behandlung die Chancen erhöht, dass sich schlecht heilende venöse Wunden am Bein schneller schließen:

    • Bei herkömmlicher Behandlung mit Verbänden heilten die Wunden bei 40 von 100 Personen innerhalb von sechs Monaten komplett ab.
    • Mit Hauttransplantation war das dagegen bei 61 von 100 Personen der Fall.

    Auch chronische Wunden am Fuß schlossen sich nach einer Hauttransplantation schneller als bei einer Standardbehandlung.

    Wie werden die Schmerzen behandelt?

    Wenn chronische Wunden schmerzen, können sie das tägliche Leben erschweren und auch die Nachtruhe stören. Dauernde Schmerzen können zermürben, niedergeschlagen und mit der Zeit auch depressiv machen.

    Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen können leichte bis mittelstarke Schmerzen lindern. Wenn die Wirkung nicht ausreicht, kann die Ärztin oder der Arzt ein stärkeres Schmerzmittel verschreiben.

    Es gibt auch Wundauflagen, die Ibuprofen enthalten. Wie gut solche Auflagen bei Schmerzen durch chronische Wunden helfen, ist noch nicht ausreichend erforscht.

    Bei chronischen Schmerzen kann auch eine psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sein. Ziel von psychologischen Verfahren zur Schmerzbewältigung ist es, im Alltag besser mit den Beschwerden zurechtzukommen.

    Quellen

    Arbeitskreis "Krankenhaus- und Praxishygiene" der AWMF. Chronische und sekundär heilende Wunden: Hygieneanforderungen (S1-Leitlinie). AWMF-Registernr.: 029-042. 31.01.2014.

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